Grußwort des Bürgermeisters

 

Sennesperrzeiten

 

Schulzentrum

 

Zukunft-des-Freibades

 

ISEK

 

Schadensmeldung

Vergabe

.

Jahresrückblick und Ausblick auf das kommende Jahr

Bürgerzentrum im WinterSehr geehrte Damen und Herren,

liebe Augustdorfer,

zum bevorstehenden Jahreswechsel wünsche ich Ihnen von Herzen einen guten Rutsch sowie ein glück- und segensreiches Jahr 2018.

Der Jahreswechsel ist die Zeit der Rück- und der Ausblicke. Ich möchte das hier für unser Augustdorf tun, wobei ich mich auf einige bedeutsame Entwicklungen und Ereignisse beschränken muss.

 

Bevölkerungswachstum und Baulandentwicklung

Noch liegen keine offiziellen Zahlen für die Einwohnerentwicklung im Jahr 2017 vor. Ich gehe aber davon aus, dass sich das Wachstum der Vorjahre fortgesetzt hat. Wir spüren eine große Nachfrage nach Bauland: Viele junge Menschen aus Augustdorf sehen ihre Zukunft hier, nicht wenige aus der Umgebung würden zu uns ziehen, fänden sie bloß ein Baugrundstück. Dazu tragen die vergleichsweise niedrigen Abgaben (Gebühren und Grundsteuer B) in Augustdorf bei.

Der Bedarf nach Bauland kann zurzeit bei weitem nicht gedeckt werden. Dabei ist  es nicht nur für die Bauwilligen und deren Familien, sondern für unsere gesamte Gemeinde von großer Wichtigkeit, das Bauen zu ermöglichen. Denn mit dem Wachstum sichern wir nicht nur die vorhandene Infrastruktur, wie z.B. Schulen, Kindergärten, Sportstätten oder ÖPNV, sondern wir ermöglichen auch weiteres Wachstum, etwa im Einzelhandel. Je größer wir sind, umso attraktiver werden wir für Geschäfte, die es derzeit nicht in Augustdorf gibt.

Ende 2017 hat der Gemeinderat einstimmig die Änderung des Bebauungsplanes Nr. 5 beschlossen. Damit wurde der Weg für 20 neue Baugrundstücke nördlich der Ahornstraße frei gemacht. Im September hat der Rat außerdem einstimmig einen Grundsatzbeschluss gefasst: Der Gemeinderat verfolgt das Ziel, der großen Nachfrage nach Bauland in Augustdorf zu entsprechen. Die Verwaltung wurde beauftragt, Vorschläge für die Ausweisung neuer Baugebiete zu erarbeiten. Weil es neues Bauland nur geben kann, wenn gleichzeitig an anderer Stelle vorhandenes Bauland aufgehoben wird, soll die Verwaltung auch ermitteln, wo bestehende Bebauungspläne aufgehoben werden können.

In den ausgewiesenen Baugebieten befinden über 300 freie Bauplätze. Die Pläne sind zwischen 16 und 44 Jahren alt. Bebauungspläne werden aufgestellt, um kurz- bis mittelfristig eine Bebauung zu ermöglichen. Sind die Pläne nicht umsetzbar, erfüllen sie ihre Aufgabe nicht. Darauf weist auch die Bezirksregierung hin, die im Jahr 2018 von der Gemeinde wissen will, wo sich Augustdorf zukünftig baulich entwickeln will. Die Planung neuer Baugebiete wird somit ein Schwerpunkt des Jahres 2018 werden.

 

Arbeit und Wirtschaft

Immer mehr Augustdorfer gehen einer Beschäftigung nach. Am 30.06.2015 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) waren 3.612 Augustdorfer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sieben Jahre zuvor, am 30.06.2008, waren das nur 3.081. Die Zahl der in Augustdorf sozialversicherungspflichtig Beschäftigen betrug Mitte 2015 2.200. Insgesamt waren 4.940 Augustdorfer erwerbstätig. In Augustdorf erwerbstätig waren 6.313 Personen – ein Rekord!

Einen neuen Höchstwert erreichten 2017 auch die Gewerbesteuererträge – und das, obwohl Augustdorf die niedrigsten Hebesätze für die Gewerbesteuer und auch die Grundsteuer B in ganz Lippe erhebt: 3,9 Mio. € zahlten die Unternehmen in die Gemeindekasse ein. Seit einigen Jahren ist bei der Gewerbesteuer ein Anstieg zu verzeichnen: Der Mittelwert für 2015 bis 2017 beträgt 3,5 Mio. €, für 2012-2014 2,8 Mio. € und für 2009-2011 1,8 Mio. €. Die Zahlen bestätigen, wie wichtig es war, das Umlegungsverfahren im Gewerbegebiet nicht einzustellen, sondern auf dieser Grundlage die Erschließung und Bebauung des Ostrings zu ermöglichen.

Augustdorfer Unternehmen brauchen Flächen für Erweiterungen. Diese werden im Gewerbegebiet knapp. Eine Ausdehnung des Gebietes ist wegen der hohen Bedeutung des Naturschutzes kaum noch möglich. Daher wurde 2017 die Gewerbepark Senne GmbH gegründet. Damit beteiligt sich Augustdorf an der Entwicklung eines ca. 50 ha großen Gewerbegebietes in Stukenbrock-Senne. Augustdorf trägt einen Teil der Planungs- und Investitionskosten und erhält Anteile der Grundsteuer- und Gewerbesteuererträge. Neben der Realisierung des Gewerbeparks wird es 2018 eine weitere wichtige Aufgabe sein, in Augustdorf Flächen für nicht-störendes Gewerbe zu finden.

 

Erweiterung und Erneuerung der Schulen

In Augustdorf haben Schulen immer eine hohe Priorität genossen. Wenn das Geld knapp war, wurde vorrangig an anderen Stellen gespart. Unsere Schulen waren daher immer gut in Schuss. Jetzt sind sie aber an neue Anforderungen anzupassen: an die Inklusion (Beschulung von Kindern mit besonderem Förderbedarf an den Regelschulen), die Integration (Beschulung von Kindern ausländischer Herkunft mit unzureichenden Sprachkenntnissen), den (freiwilligen) Ganztag und den EDV-basierten Unterricht. Dadurch steigt der Raumbedarf für Schüler, Lehrer, Erzieher und weiteres Personal erheblich. Die Schulen sind zu verkabeln und an Breitbandnetze anzuschließen, um eine WLAN-Struktur aufzubauen. Es werden Mensen und Küchen benötigt. Die Schulen sind barrierefrei zu gestalten. Eingriffe in die vorhandene Bausubstanz ziehen oftmals Brandschutzmaßnahmen nach sich.

Seit dem Jahr 2015 werden die erforderlichen Erweiterungen und Erneuerungen in der Grundschule In der Senne und in der Realschule geplant. 2016 wurden Raumprogramme für die beiden Schulen erarbeitet. Auf dieser Grundlage erstellten Architekturbüros Machbarkeitsstudien. Diese ergaben Kosten in Höhe von insgesamt bis zu 15 Mio. € für beide Schulen: Die Sanierung und Erweiterung der Grundschule In der Senne soll zwischen 7 und 8,7 Mio. € erfordern, die der Realschule 5,1 bis 6,3 Mio. €.

Weil diese Summen nicht auf einen Schlag zu bewältigen sind, schlug die Verwaltung zu Beginn des Jahres 2017 vor, den Schwerpunkt zunächst auf die Realschule zu legen. Wirtschaftsprüfer beurteilten die die Finanzierbarkeit und Haushaltsverträglichkeit der Erneuerung und Erweiterung der Realschule. Sie bestätigten, dass ein Investitionsvolumen von 15 Mio. € nicht gleichzeitig, sondern nur nach und nach realisiert werden kann. Der Gemeinderat unterstützte den Vorschlag, sich zunächst auf die Realschule zu konzentrieren, jedoch mehrheitlich nicht. Die Ratsmehrheit aus SPD, FWG und FDP erwartete, dass die notwendigen Sanierungen mit Hilfe von Geldern aus dem Kommunalinvestitionsfördergesetz umgesetzt werden können. Allerdings stellte sich im August heraus, dass es für Augustdorf nur ca. 526.000 € zusätzlich geben wird.  Daraufhin beschloss der Gemeinderat dann im September einstimmig, Arbeitsgruppen aus Schulen, Politik und Verwaltung einzurichten. In den Lenkungsgruppen werden die durchzuführenden Maßnahmen abgestimmt. (Die Verwaltung hatte die Einrichtung von Arbeitsgruppen zur Planung der Maßnahmen schon im Sommer 2015 vorgeschlagen. In der Politik wurde aber mehrheitlich kein Bedarf dafür gesehen.)

In 2018 wird sich der Gemeinderat mit den Ergebnissen der Arbeitskreise befassen. Dann ist zu entscheiden, wie unsere Schulen für die Zukunft gut aufgestellt werden.

Das Essen für die OGS-Kinder wird seit 2017 in Augustdorf gekocht. Die LKS gGmbH hat die Küche im  Altenzentrum hergerichtet. Die Gemeinde hat dafür einen Zuschuss in Höhe von 20.000 € gewährt. Jedes Mittagessen wird von der Gemeinde mit 0,20 € unterstützt.

Im Sommer 2017 verließ die letzte Klasse unsere Erich Kästner-Schule. Die Schule wurde aufgelöst. Der Grund für die Auflösung war die viel zu geringe Nachfrage nach dieser Schule. Nach dem Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlungen hatten die Eltern nur noch wenige Kinder angemeldet, so dass keine Eingangsklasse mehr gebildet werden konnte.

Ein großer Teil der Räume der Hauptschule wird von der Realschule übernommen. Für einen anderen Teil sollen auf Grundlage des ISEK (s.u.) Städtebaufördermittel eingeworben werden, um ein Medien- und Bildungszentrum mit Mensa zu errichten.

Eine weitere gute Nachricht gab es zum Ende des Jahres: Die Schülerzahlen steigen wieder. Für das Schuljahr 2018/19 wurden 112 Kinder an den beiden Augustdorfer Grundschulen angemeldet. Im Schuljahr 2019/2020 wird mit 145 Grundschulkindern gerechnet, in 2020/21 mit 131, in 2012/22 mit 126, in 2022/23 mit 108 und mit 2023/24 mit 137 Kindern. Nach dem Schulentwicklungsplan aus dem Jahr 2013 wird hingegen von lediglich gut 100 Erstklässlern pro Schuljahr in den Jahren 2019 bis 2021 ausgegangen.

 

Kindergärten

Nachdem 2016 die erste DRK-Kindertageseinrichtung in den von der Gemeinde umgebauten Gebäudeteil der ehemaligen Hauptschule eingezogen und der Kindergarten Stachelbär der evangelischen Militärkirchengemeinde deutlich erweitert worden ist, entstand in 2017 erneut ein Bedarf nach weiteren Betreuungsplätzen. Die erst in 2016 abgebaute provisorische Kindertageseinrichtung auf dem Schlingsbruch wurde 2017 wieder aufgebaut, Träger ist erneut das Deutsche Rote Kreuz. In 2018 gilt es nun, einen dauerhaften Standort für unseren 7. Kindergarten zu finden. Erste Überlegungen zielen in Richtung des alten Bauhofs neben dem ehemaligen Freibadgelände ab.

Der Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder ist vor allem der gestiegenen Nachfrage nach U3-Plätzen geschuldet. Gruppen mit U3-Kindern sind kleiner als solche mit Ü3-Kindern, so dass mehr Gruppen erforderlich sind. Die Gemeinde spürt diese Entwicklung auch im Haushalt sehr deutlich, und zwar sowohl bei den direkten Zuschüssen an die Kindergartenträger als auch bei der Jugendamtsumlage, über die die Gemeinde die Betreuungseinrichtungen mit finanziert. Die direkten Zuschüsse an die Kindergärten beliefen sich 2017 auf nahezu 300.000 €. Fünf Jahre zuvor, im Jahr 2012 waren es nur gut 200.000 €.  Die Jugendamtsumlage, die an den Kreis zu entrichten ist, belief sich in 2017 auf rd. 2,6 Mio. €. In 2012 waren das noch ca. 2,1 Mio. €, in 2008 gar nur etwa 1,4 Mio. €. 

 

Sportstätten

In einem mehrjährigen Prozess werden die Augustdorfer Sportstätten saniert. Sie wurden teilweise energetisch saniert, der Brandschutz wurde verbessert, die Sicherheit erhöht. Die Hallen am Schlingweg und die WITEX-Halle haben neue Böden bekommen. Die Umkleide- und Sanitärräume im Sportzentrum am Inselweg wurden saniert, die Geräteräume in der Turnhalle am Schlingweg wurden mit Wänden und Toren abgetrennt.

In 2017 rückten die Sportplätze verstärkt in den Fokus: Der Heidesportplatz ist den übergeordneten  Fußballorganisationen zu klein, um ihn als Hauptplatz für Meisterschaftsspiele zulassen zu können. Der Kunstrasen ist in die Jahre gekommen. Daher wurde die Erarbeitung eines Sportplatzkonzepts in Auftrag gegeben. Im Jahr 2018 ist zu entscheiden, welche Maßnahmen auf dem Heidesportplatz und auf dem Schlingsbruch umgesetzt werden.

 

Freibad

Am 23.02.2017 beschloss der Gemeinderat mit der Mehrheit der Stimmen von SPD, FWG und FDP – gegen die Stimmen von CDU und Bürgermeister – die Sanierung des Bades. Dagegen richtete sich ein Bürgerbegehren. Weil der Rat sich dem Bürgerbegehren mehrheitlich nicht anschloss, fand am 24.09.2017 ein Bürgerentscheid statt. Bei einer mit fast 60% hohen Wahlbeteiligung wurde der Ratsbeschluss zur Freibadsanierung mit 72,31% der Stimmen aufgehoben.

Nun gilt es, über die Nachnutzung des Freibadgeländes zu entscheiden. Für die Erarbeitung eines Konzepts sollen über das ISEK (s.u.) Städtebaufördermittel eingeworben werden. Zudem wird daran gearbeitet, die alternativen Badeangebote auszubauen. Das ISEK enthält auch die Erstellung einer Machbarkeitsstudie, in der gemeinsam mit unserer westlichen Nachbarstadt die Möglichkeiten zur Entwicklung des Freiraums zwischen Augustdorf und Stukenbrock untersucht werden sollen.

 

Sennelandschaft: Tourismus und Erholung

Nach der Einweihung des Dünen-Erlebnispfades im Jahr 2015 und dem Einzug der Exmoorponies in das Dünenfeld in 2016 wurde 2017 eine Koppel für die Senner Pferde an der Haustenbecker Straße gebaut. Außerdem wurde ein Informationspunkt zum Naturschutzgroßprojekt im Foyer des Bürgerzentrums geplant.

Im Jahr 2018 werden die Koppel für die Senner Pferde und der Info-Punkt eröffnet. Außerdem soll ein weiterer Erlebnis-Wanderweg entstehen, der das Furlbachtal, die Senner Pferde und die naturschutzgemäße Ackerwirtschaft auf der ehemaligen Steffen-Stätte umfasst.

Aktuell wird die Umsetzung des Projekts "Senne für alle Sinne" vorbereitet. Damit soll unsere wertvolle Landschaft mit weiteren Attraktionen ausgestattet werden.

 

Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept

Viele Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität in unserer Gemeinde lassen sich nur mit Hilfe von Fördermitteln realisieren. Daher hatte ich dem Gemeinderat im Jahr 2014 vorgeschlagen, ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) zu erarbeiten. Das ist die Grundlage für die Einwerbung von Städtebaufördermitteln. Im Laufe Jahr 2015 wurde der Entwurf eines ISEKs unter Beteiligung der Politik und der Öffentlichkeit erarbeitet. Mit dem Konzept sollten ca. 2 Mio. Fördermittel eingeworben werden. Die Gemeinde sollte einen Eigenanteil von 855.000 € aufbringen. Die Bezirksregierung hatte das Konzept als erfolgversprechend und förderungswürdig beurteilt.

 

Ende 2015 lehnte die Ratsmehrheit aus SPD, FWG und FDP jedoch die Verabschiedung des Konzepts und die Beantragung von Fördermitteln – entgegen der Empfehlung des Bürgermeisters - ab. Es wurde in Frage gestellt, ob das die Umsetzung des Konzepts finanzierbar ist.

 

In 2017 wurde der Entwurf des ISEK überarbeitet und einstimmig vom Rat verabschiedet. Erste Förderanträge wurden gestellt. Mit dem beschlossenen ISEK will die Gemeinde nun rd. 4 Mio. € Fördermittel bekommen (Entwurf 2015: 2 Mio. €). Der Eigenanteil beträgt rd. 1,7 Mio. € (Entwurf 2015: 0,86 Mio. €). Die Zahlen haben sich also gegenüber dem mehrheitlich abgelehnten Entwurf von 2015 verdoppelt.

 

Vorgesehen sind vor allem Maßnahmen im Bereich der Schulen, der Sporthallen, der Alten Schule (Jugendtreff), der großen Spielplätze, des Schlingsbruchs, des Freibads und des alten Friedhofs. So soll z.B. der Schulhof der ehemaligen Erich Kästner-Schule  zum Treffpunkt ausgebaut und das gesamte Umfeld attraktiver gestaltet werden. Das Freizeitgelände Schlingsbruch, der Spielplatz an der Schlesier Straße und der Spielplatz der Grundschule In der Senne sollen besser ausgestattet und dadurch aufgewertet werden. Gebäude werden energetisch saniert. Die Barrierefreiheit wird in vielen Bereichen erhöht. Das innerörtliche Wegenetz soll ergänzt und verbessert werden. Der Rathausplatz und die Pivitsheider Straße sollen neu geplant werden. Für das Freibadgelände wird ein Nutzungskonzept erarbeitet. Die interkommunale Zusammenarbeit mit Schloß Holte-Stukenbrock soll intensiviert werden. Diese und weitere Maßnahmen finden Sie ausführlich im ISEK dargestellt.

 

Die Chancen auf eine Anerkennung des Konzepts und eine Förderung durch das Land sind jetzt geringer als 2015. Inzwischen greifen deutlich mehr Kommunen auf die knappen Fördertöpfe zu. Hoffen wir, dass wir dennoch vom Land anerkannt werden.

 

Gemeindewerke

Die Gemeindewerke Augustdorf haben im Jahr 2017 vor allem alte Wasserleitungen erneuert, um das Risiko von Rohrbrüchen zu reduzieren. Zudem wurde auf der Kläranlage eine Klärschlammtrocknungsanlage gebaut. Mit deren Hilfe sollen vor allem die Transportkosten für die zu verwertenden Klärschlämme reduziert werden. Die Augustdorfer Anlage ist eine der ersten und somit ein Projekt, das ein überörtliches Interesse ausgelöst hat. In 2018 wird der Hochbehälter, über den die Augustdorfer mit Trinkwasser versorgt werden, saniert werden. Außerdem wird ein Wasserversorgungskonzept erarbeitet. Damit soll auch die Versorgungssicherheit erhöht werden.

Die Wasser- und Abwassergebühren werden im Jahr 2018 nicht steigen. Nach dem Finanzierungsgutachten zur Freibadsanierung (sog. CONCUNIA-Gutachten) sollten die Gebühren beträchtlich erhöht werden, um die Erneuerung des Freibads zu bezahlen. Das ist aufgrund des Bürgerentscheids nun nicht mehr nötig.

 

Neue Rettungswache

Im Jahr 2015 bekam Augustdorf eine Rettungswache. Diese wurde im Haus der Feuerwehr untergebracht und war zunächst nur tagsüber besetzt. Im Jahr 2017 wurde entschieden, neben der Feuerwehr eine neue Rettungswache zu bauen. Das soll in 2018 geschehen. Die Rettungswache wird rund um die Uhr besetzt sein.

 

Schnelles Internet

Leistungsfähige Internetverbindungen sind heute ein wichtiger Standortfaktor für die Wirtschaft. Sie prägen auch die Attraktivität einer Gemeinde als Wohnort. Die Gemeinde hat vor einigen Jahren die Erhöhung der Bandbreiten im Industrie- und Gewerbegebiet finanziell unterstützt. Aktuell wird eine weitere Erhöhung der Geschwindigkeiten in diesem Gebiet sowie in den Wohngebieten vorbereitet. Mit Hilfe des Kreises Lippe laufen Ausschreibungs- und Vergabeverfahren.

Mit der Umsetzung soll ab 2018 begonnen werden. Unabhängig von diesem mit öffentlichen Mitteln geförderten Ausbau baut die Telekom im Gemeindegebiet das Glasfasernetz aus. Bis zum 3. Quartal des Jahres 2018 sollen 2.300 Haushalte in Augustdorf Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s im Download und bis zu 40 Mbit/s im Upload nutzen können.

 

Unterbringung und Begleitung von Asylbewerbern und Flüchtlingen

In den verschiedenen Unterkünften der Gemeinde wohnen Ende 2017 109 Personen. Es wurden wieder mehr Menschen zugewiesen als im Vorjahr: 39 in 2017 gegenüber 32 in 2016. Das sind zwar deutlich weniger als 2015 (124). Insgesamt ist aber die Zahl der zu betreuenden Personen im Vergleich zur der Zeit vor dem Jahr 2014 sehr hoch. Damals waren das über einen längeren Zeitraum nur ca. 20 Personen. Groß bleibt auch der Aufwand, den die Gemeinde zur Unterbringung, Betreuung und Förderung der Integration leisten muss. Sehr wertvoll und unersetzbar war auch 2017 die Arbeit der zahlreichen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer.

 

Bedeutende Veranstaltungen

„Niemand soll sagen, in Augustdorf sei nichts los“, hörte ich in 2017 wiederholt von Bürgern: Am 10. Juni fand der Tag der Bundeswehr statt. Die Bundeswehr feierte ihren 60. Geburtstag, die Verteidigungsministerin war zu Besuch in Augustdorf. Am gleichen Wochenende führte der RSV Schwalbe im Sportzentrum die Deutschen Schüler-Meisterschaften im Hallenradsport sehr erfolgreich durch. Vom 25. bis 27. August fand das Jugendzeltlager der lippischen Feuerwehren im Bereich von Freibad und Sportzentrum statt. In beiden Fällen zeigte sich, wie gut die infrastrukturellen Voraussetzungen für größere Veranstaltungen in Augustdorf sind. Einen Verbund aus drei Sporthallen, einem Sportplatz, einem großen Parkplatz sowie den angrenzenden Freigeländen haben nicht viele Kommunen zu bieten. Bei beiden Veranstaltungen war auch zu spüren, wie gut die Augustdorfer zusammen halten: RSV und Freiwillige Feuerwehr konnten auf viele helfende Hände auch aus anderen Vereinen zurückgreifen.

Unser Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes feierte seinen 100. Geburtstag, die Gemeindebücherei ihren 80. und die Jugendsiedlung Heidehaus ihren 70. Geburtstag.

Viele Einwohner haben sich auch im Jahr 2017 für das Wohl anderer Menschen und für unsere örtliche Gemeinschaft engagiert: z.B. in Vereinen, Kirchen, Glaubensgemeinschaften, Parteien, in der Freiwilligen Feuerwehr, als Flüchtlingshelfer, als Beetpaten oder bei der Aktion 'Sauberes Augustdorf'. Ihnen allen danke ich ganz herzlich für diesen Einsatz - im Namen des Gemeinderates, der Gemeindeverwaltung und auch ganz persönlich. Nur gemeinsam können wir unser Augustdorf lebenswert erhalten und voranbringen.

Nochmals: Einen guten Rutsch und alles Gute für das Jahr 2018!  


Herzlichst Ihr

Dr. Andreas J. Wulf

Bürgermeister

 



  • Druckversion dieser Seite
.