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Finanzierbarkeit einer Freibad-Sanierung

24.02.2016

 

Freibad-klDie CONCUNIA GmbH (Münster) hat dem Haupt- und Finanzausschuss sowie dem Betriebsausschuss am 23.02.2016 ein Gutachten zur Finanzierbarkeit der Freibadsanierung vorgestellt. Grundlage war ein Beschluss des Gemeinderates: Auf Antrag von SPD- und FWG-Fraktion sowie des Ratsherrn Roger Ritter (FDP) hatte der Rat beschlossen, die Gemeindewerke zu bitten, ein Gutachten bzw. eine Stellungnahme der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft CONCUNIA erarbeiten zu lassen. Das Gutachten sollte die Finanzierbarkeit der Sanierung bzw. Modernisierung sowie die Übernahme des laufenden Betriebes und die Unterhaltung des Freibades durch die Gemeindewerke beinhalten. Ziel des Gutachtens sollte die Führung und Leitung des Freibades als Eigenbetrieb „Bäderbetrieb“ im Verbund der Gemeindewerke sein.

 

Die CONCUNIA geht von einem Investitionsvolumen von 3.356.000 €. Darin sind Planungskosten in Höhe von 576.000 € enthalten. Das Freibad erhielte dann ein Edelstahlbecken, der Sprungturm fiele weg und das Becken würde insgesamt kleiner werden. Noch nicht berücksichtigt sind die Kosten für die erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen. Ein Gutachter hat eine mindestens 8 m hohe Lärmschutzmauer zum Schutz der angrenzenden Wohnhäuser genannt.

 

Die Sanierung müsste über einen Kredit finanziert werden. Sofern Städtebaufördermittel oder andere Zuschüsse fließen können, reduziert sich die Kreditaufnahme um diesen Betrag. In den Berechnungen wurde angenommen, dass Zuschüsse von 100.000 € und alternativ von 717.000 € eingeworben werden könnten. Diese können nach den bestehenden Förderprogrammen vor allem für Klimaschutzmaßnahmen und die Herstellung der Barrierefreiheit gewährt werden.

 

Im Ergebnis ist festzustellen, dass das Freibad auch unter maximal optimierten Bedingungen defizitär bleibt. Auch wenn die Gebühren der Gemeindewerke im höchstmöglichen Maße gesteigert und Investitionszuschüsse eingeworben werden, verbleibt ein Fehlbetrag im Haushalt.

 

Ohne eine Gebührenerhöhung und mit einem Investitionszuschuss in Höhe von 100.000 € würde im Jahr 2016 ein Kostendeckungsbedarf von rd. 237.000 € entstehen. Mittel- bis langfristig beliefe sich der auf ca. 238.000 €.

 

Dabei wird von einem Zinssatz von 1,98 % (15 Jahre fest) und einer jährlichen Tilgung von 4 % ausgegangen. In 20 Jahren summiert sich der (kapitalisierte) Kostendeckungsbedarf auf 4.138.639 €.

 

Das Defizit kann durch deutliche Erhöhungen der Wasser- und Abwassergebühren und/ oder durch höhere Zuschüsse vermindert werden. Maximal zulässig wäre eine Erhöhung der Abwassergebühren um 43 Cent /m³ , der Niederschlagswassergebühren um 8 Cent/ m², der Wasserverbrauchsgebühren um 4 Cent/ m³ sowie der Wassergrundgebühr um 22 %. Der gebräuchlichste Wasserzähler mit der Nenngröße QN 2,5 wäre dann rd. 7 € teurer (aktuell: 31 €).

 

Die Schmutzwassergebühr würde von aktuell 2,99 €/m³ auf 3,42 €/m³ (plus 14,4 %) und die Niederschlagswassergebühr von 0,39 €/m² auf 0,47 €/m² (plus 20,5 %) steigen. Die gesamten Gebührenerträge der Gemeindewerke würden im Bereich Abwasser um 247.600 € steigen.

 

Im Bereich Wasser würde die Verbrauchsgebühr um 2,5 % (1,61 €/m³ statt bislang 1,57€/m³) erhöht werden. Dadurch und durch die Steigerung der Grundgebühr ließen sich Mehrerträge von 31.600 € erzielen.

 

Könnten zu den Gebührenerhöhungen Zuschüsse in Höhe von 717.000 € eingeworben werden, dann verbliebe im Gemeindehaushalt ein Kostendeckungsbedarf von rd. 35.000 € im Jahr 2016. Bei einem Investitionszuschuss von lediglich 100.000 € beliefe sich der verbleibende Kostendeckungsbedarf auf ca. 62.500 € im ersten Jahr. Dieses Geld wäre aus Steuermitteln aufzubringen.

 

Die Präsentation der CONCUNIA ist als Anlage beigefügt.

 

Anlagen:

Präsentation

 

Weitergehende Informationen finden Sie unter: http://www.augustdorf.de/aug-tourismus---kultur3cbr-3efreizeit---sport/freibad/



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