Grußwort des Bürgermeisters

 

Sennesperrzeiten

 

Schulzentrum

 

Zukunft-des-Freibades

 

ISEK

 

Schadensmeldung

Vergabe

.

Haushalt 2017 in den Rat eingebracht

04.01.2017

 

Rathaus BürgerzentrumIn der Sitzung des Gemeinderates vom 15.12.2016 wurde der Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2017 eingebracht.

 

Die Gemeinde plant das Jahr 2017 mit einem negativen Ergebnis von rd. 1,6 Mio. €. Die Erträge sollen sich auf ca. 16,1 Mio. €, die Aufwendungen auf rd. 17,7 Mio. € belaufen. Der Fehlbetrag wird der allgemeinen Rücklage entnommen.

 

Der Bestand an eigenen Finanzmitteln soll sich im lfd. Jahr um rd. 1,5 Mio. € verringern. Geplant ist, dass der Stand der Kredite zur Liquiditätssicherung am 31.12.2017 rd. 12,7 Mio. € beträgt.

 

Zum Jahresende wäre dann der Bestand an Liquiditätskrediten mehr als doppelt so hoch wie der an Kommunaldarlehen (ca. 5,5 Mio. €). Seit dem Jahr 2003 verringert die Gemeinde den Bestand an Investitionskrediten. Letztmalig lieh sie sich im Jahr 2002 längerfristig Geld (1 Mio. €) von einer Bank. Das stand im Zusammenhang mit dem Bau der Witex-Halle.

 

Der Haushaltsausgleich kann nach dem Plan im Jahr 2020 wieder hergestellt werden. Dann rechnet die Gemeinde mit einem positiven Jahresergebnis von rd. 152.000 €. Bis dahin werden jedes Jahr Fehlbeträge und damit ein Verzehr des Eigenkapitals erwartet. Die allgemeine Rücklage schrumpft von rd. 6,9 Mio. € (31.12.2015) auf rd. 1,8 Mio. € (31.12.2019).

 

Von den gesamten geplanten Aufwendungen in Höhe von 17,7 Mio. € gehen über 7 Mio. € an den Kreis Lippe. Davon entfallen mehr als 4,6 Mio. € auf die allgemeine Kreisumlage und mehr als 2,4 Mio. Euro auf die Jugendamtsumlage. Mit diesen Umlagen beteiligt sich die Gemeinde an der Finanzierung der Aufgaben des Kreises.

 

Die Umlagen sind in den letzten Jahren erheblich angestiegen. Sie beliefen sich im Jahr 2004, also vor der ersten Haushaltssicherung, auf 4,2 Mio. €. Im Vergleich zu 2017 ist das ein Zuwachs um 2,8 Mio. € bzw. über 66 %. Dieser Anstieg verursacht einen erheblichen Teil des Haushaltsproblems der Gemeinde Augustdorf. Der Kreis erhöht die Kreisumlage vor allem wegen steigender Aufwendungen im sozialen Bereich.

 

Der zweitgrößte Aufwandsposten sind die Personalaufwendungen mit etwa 2,8 Mio. €. Der Stellenbestand nahm seit 2001 um fast 20 % ab.

 

Bezogen auf die Produkte des Haushaltes erfordern die vier Augustdorfer Schulen mit zusammen 1,85 Mio. € die höchsten ordentlichen Aufwendungen. Darin ist die Sporthalle am Schlingweg enthalten. Für die Bereitstellung der übrigen Sportstätten (Hallen am Inselweg, Heidesportplatz und Schlingsbruch) sind 586.000 € eingeplant. Bei diesen Produkten entstehen auch erhebliche Fehlbeträge im Ergebnisplan: Minus 1,3 Mio. € für die Schulen und minus 540.000 € für die Sportstätten.

 

Weitere Produkte mit einem erheblichen geplanten negativen Jahresergebnis sind:

Bereitstellung Verkehrsflächen, ÖPNV                                            -513.000 €

Tageseinrichtungen für Kinder                                                       -298.300 €

Brand- und Katastrophenschutz                                                    -253.100 €

Leistungen für Asylbewerber                                                         -115.400 €

Öffentliches Grün                                                                         -104.120 €

 

Betrachtet man die Aufwendungen der jüngsten Gemeinde Nordrhein-Westfalens für Kinder und Jugendliche zusammen, so kommt man auf fast 5,3 Mio. €. Dieser Wert umfasst die ordentlichen Aufwendungen für die Schulen, die Kindertageseinrichtungen, die Kinderspielplätze, die Jugendarbeit und die Sportstätten (die überwiegend, aber nicht allein von Kindern und Jugendlichen genutzt werden) sowie die Jugendamtsumlage. Nicht enthalten sind die Gemeindebücherei und allgemeine Aufwendungen in anderen Bereichen, die auch Kindern und Jugendlichen zu Gute kommen. Der Fehlbetrag in den berücksichtigten Produkten summiert sich auf fast 2,3 Mio. €, mit der Jugendamtsumlage zusammen sind es ca. 4,7 Mio. €.

 

Auf der Ertragsseite rechnet die Gemeinde mit 3,7 Mio. € Gewerbesteuer (davon sind 612.000 Euro an das Land abzuführen), 2,8 Mio. € Anteil an der Einkommensteuer, 1,35 Mio. € Grundsteuer B und 3,5 Mio. € Schlüsselzuweisungen vom Land. An Zinsaufwendungen plant die Gemeinde in 2017 fast 315.000 € ein.

 

Die größten, besonderen Maßnahmen (finanzieller Art) im Jahr 2017 sind vorsorglich im Bereich der Asylbewerber eingeplante Auszahlungen in Höhe von 500.000 € für den Erwerb von Grundstücken oder Gebäuden,  Planungskosten im Schulbau (200.000 €) und die Tiefbaumaßnahmen Beethovenstraße und Händelstraße (230.000 €).

 

Eine Anhebung der Steuersätze ist in dem Entwurf der Haushaltssatzung nicht vorgesehen. Die Hebesätze sollen für die Gewerbesteuer (417%) und für die Grundsteuer B (429%) auf dem Vorjahresniveau bleiben.

 

Nun geht es in die Haushaltsplanberatungen der Fachausschüsse.

 

Der Haushaltsplanentwurf wird unter www.augustdorf.de veröffentlicht.



  • Druckversion dieser Seite
.