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Die Zukunft der Region im Blick

23.01.2015

 

Rathaus BürgerzentrumLEADER-Bewerbung mit Naturtourismus

Altenbeken, Augustdorf, Bad Lippspringe, Blomberg, Horn-Bad Meinberg, Lügde, Schieder-Schwalenberg und Schlangen haben mehr gemeinsam, als man zunächst vermuten könnte. Ihre Stärken wollen die Städte und Gemeinden nutzen und gemeinsam LEADER-Region und damit fit für die Zukunft werden.

 

In Sachen Natur haben sie viel zu bieten, die acht Kommunen in den Kreisen Paderborn und Lippe. Sie liegen ganz oder in Teilen im Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge, bringen es zusammen auf 40 Naturschutzgebiete und mehr als 10.000 Hektar Natura-2000-Gebiete mit FFH- und Vogelschutzgebieten. Zudem ist die Senne mit dem angrenzenden Teutoburger Wald als Hotspot der biologischen Vielfalt in Deutschland ausgewählt worden, eine von bundesweit 30 sogenannten Schatzkästen der Natur. Auf diesem Fundament wollen die acht Kommunen ihre Zusammenarbeit aufbauen.

 

In mehreren Workshops und Arbeitsgesprächen haben engagierte Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Partnern aus Politik und Wirtschaft, Vereinen und Verbänden in den vergangenen Wochen nach Gemeinsamkeiten gesucht, Stärken und Probleme analysiert und Lösungsvorschläge erarbeitet. Aus der Vielzahl der Ideen entstand ein kreatives und innovatives Entwicklungskonzept, das den Fokus auf Tourismus und Naturerleben richtet. Sich der Einzigartigkeit bewusst, wollen die Beteiligten „ihre Schatzkammer der Region öffnen und erlebbar machen“. In der „NaturErlebnisWelt Teuto-Egge“ sollen Bürger und Gäste künftig die Natur- und Kulturschätze in Teutoburger Wald, Eggegebirge und Senne aufspüren und erleben können. Wander- und Gesundheitsangebote für Naturliebhaber, Familien, Kinder und Senioren sollen geschaffen, Netzwerke gegründet, eine Homepage eingerichtet und eine Qualitätsoffensive gestartet werden. Darüber hinaus sollen Projekte aus den Bereichen  (Umwelt-)Bildung, Nahversorgung, Wohnraum, (Elektro-)Mobilität sowie Infrastruktur verwirklicht werden.

 

Die acht Bürgermeister sind überzeugt, dass mit der Verwirklichung dieser Projektideen drängende Zukunftsfragen beantwortet und aus ihren Kommunen attraktive Wohn- und Arbeitsorte werden mit der Chance, die Bevölkerungsentwicklung positiv zu beeinflussen. Jugendliche und junge Erwachsene sollen nach Ausbildung und Studium überzeugende Gründe haben, in ihrer Heimat zu bleiben oder zurückzukehren. Die Vision der Rathaus-Chefs: lebens- und liebenswerte Ortschaften mit  einer passenden kommunalen, sozialen und digitalen Infrastruktur.

 

Bis Mitte Februar wird am Bewerbungstext noch geschliffen, dann wird das „Gebietsbezogene integrierte ländliche Entwicklungskonzept“, so die offizielle Bezeichnung, beim nordrhein-westfälischen Umweltministerium eingereicht. Danach heißt es Daumendrücken. Im Frühjahr wird sich zeigen, ob der Vorschlag der NaturErlebnisWelt Teuto-Egge die Jury überzeugen konnte.

 

Mehr zu LEADER:

Stärken bündeln, Menschen und Regionen zusammen zu bringen, gemeinsam Projekte zu entwickeln, um ihre ländlich geprägte Heimat lebenswert zu erhalten – das unterstützt LEADER. Die Europäische Union fördert derartige Projekte, damit sich ländliche Gemeinden auf wirtschaftlichem, kulturellem und sozialem Gebiet positiv weiterentwickeln. Zwölf nordrhein-westfälische LEADER-Regionen wurden in der vergangenen Förderperiode im Wettbewerbsverfahren ausgesucht, 24 sollen es diesmal sein, 45 konkurrieren miteinander.

Die acht Kommunen der NaturErlebnisWelt Teuto-Egge wollen sich mit einem gemeinsamen Entwicklungskonzept in der Förderperiode 2014 – 2020 um die Anerkennung als LEADER-Region bewerben. Eine Experten-Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden entscheidet im Frühjahr 2015 anhand der vorgelegten Entwicklungskonzepte darüber, wer den Förderzuschlag als LEADER-Region erhält. Und wer sich über eine finanzielle Unterstützung, abhängig von der Einwohnerzahl, freuen darf. Bei den acht Kommunen geht’s um satte 2,7 Millionen Euro. Der Status als LEADER-Region erleichtert zudem auch die Antragstellung auf Förderung aus anderen Fördertöpfen.

 



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