Grußwort des Bürgermeisters

 

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Zukunft-des-Freibades

 

ISEK

 

Schadensmeldung

Vergabe

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Jahresrückblick und Neujahrsgruß

Sehr geehrte Damen und Herren,Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf

liebe Augustdorferinnen und Augustdorfer,

 

es ist eine gute Gewohnheit, zum Jahreswechsel auf das zu Ende gehende Jahr zurück zu blicken. So ein Rückblick kann ein Grund zur Freude sein. Er kann auch Anstöße für die guten Vorsätze, die ein jeder für das kommende Jahr fassen möchte, geben.

 

Was hat sich im Jahr 2015 in Augustdorf getan?

 

 

Wirtschaft und Arbeit

 

Im Industrie- und Gewerbegebiet wurde der Ostring ausgebaut. Mitte August erfolgte die Bauabnahme. Mit dem Bau des Ostrings wurden die letzten verfügbaren Gewerbeflächen in Augustdorf erschlossen. Die Erschließung war die Voraussetzung für die Ansiedlung mehrerer Unternehmen in diesem Gebiet.

 

Ende Oktober konnte der Breitbandausbau im Industrie- und Gewerbegebiet fertiggestellt werden. Mit einem Zuschuss in Höhe von 212.500 Euro, davon 53.000 Euro von der Gemeinde, wurden den Unternehmen im Gewerbegebiet schnelle Internetverbindungen mit Download-Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s zur Verfügung gestellt. Auch das Heidehaus und einige angrenzende Gebiete profitieren von deutlich erhöhten Internetgeschwindigkeiten. Unser Industrie- und Gewerbegebiet wurde erheblich aufgewertet. Nach Presseberichten aus Mai d. J. verfügen nur etwa 10 % der ca. 3.000 Gewerbegebiete in NRW über schnelles Internet.

 

Weil das Land NRW der Gemeinde Augustdorf keine neuen Industrie- und Gewerbeflächen in Augustdorf zugesteht, habe ich mich an die Nachbarkommunen Schloß Holte-Stukenbrock und Hövelhof sowie an die Bezirksregierung gewandt, um Augustdorf die Beteiligung an einem Interkommunalen Gewerbegebiet zu ermöglichen. Am 25.06.2015 hat dann der Gemeinderat einstimmig beschlossen: „Die Gemeinde Augustdorf ist bereit, sich an einem Interkommunalen Gewerbegebiet in der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock mit der Stadt und ggfs. weiteren Partnern zu beteiligen.“ Dort wird zunächst ein Interkommunales Gewerbegebiet in Stukenbrock-Senne entwickelt. Später soll dann noch eins am Kreuzkrug erfolgen.

 

Im Dezember 2015 erhielten wir vom Landesbetrieb Information und Technik NRW (IT.NRW) die Nachricht, dass die Zahl der Augustdorfer Erwerbstätigkeiten im Jahr 2014 einen neuen Höchstwert erreicht hat: 6.258 Personen gingen am 30.06.2014 in Augustdorf einer Erwerbstätigkeit nach. Davon waren 4.786 Einpendler. Augustdorf hat damit weiterhin die dritthöchste Einpendlerquote der 396 NRW-Kommunen. Auch die Zahl der erwerbstätigen Augustdorfer ist erheblich gestiegen und hat einen neuen Höchstwert erreicht: Im Jahr 2014 wurden in der Pendlerrechnung 4.886 erwerbstätige Augustdorfer Einwohner gezählt.

 

 

Schulen und Kindergärten – Jugendliche und Kinder

 

Im Jahr 2013 hat der Gemeinderat einstimmig den aktuellen Schulentwicklungsplan beschlossen. Dieser sieht vor, dass die Gemeinde die beiden Grundschulen sowie die Realschule als Halbtagsschulen mit freiwilligen Ganztagsangeboten weiterführt. Eine Elternbefragung, die vor den Herbstferien durchgeführt wurde, hat diese Entscheidung des Gemeinderates voll bestätigt: Über 80 % der Eltern halten zwei Grundschulstandorte für vorteilhaft. Als weiterführende Schule bevorzugen fast 50 % der Eltern die Augustdorfer Realschule. Etwa ¼ will sein Kind auf ein Gymnasium schicken, ca. 16 % auf eine Gesamtschule und gut 10 % auf eine Privatschule. Nur jeweils ca. 2 % beabsichtigen, ihre Kinder eine Sekundarschule oder eine Hauptschule besuchen zu lassen.

 

Jeweils etwa 40 % brauchen für ihr Kind keine Ganztagsbetreuung bzw. wollen nur freiwillige Angebote. Die Anhänger einer Ganztagspflicht sind mit 16% in der Minderheit.

 

Weil sich vor Jahren nur noch eine geringe Zahl von Eltern dazu entschieden hat, ihr Kind an der Augustdorfer Hauptschule anzumelden, muss die Erich Kästner-Schule aufgelöst werden. Ein Teil der freiwerdenden Räumlichkeiten wurde im Jahr 2015 zur  Kindertageseinrichtung umgebaut. Der Umbau soll im Frühjahr abgeschlossen werden. Dann kann die neue Kindertageseinrichtung des DRK aus dem Provisorium am Schlingsbruch in die neuen Räume umziehen.

 

Mit der neuen DRK-KiTa verfügt Augustdorf über sechs Kindertageseinrichtungen, die allesamt voll belegt sind.

 

Die Gemeindeverwaltung hat im Jahr 2015 gemeinsam mit den Schulen die Sanierung und den Umbau der Grundschule In der Senne und der Realschule geplant. Mit dem Konzept der individuellen Förderung, der Inklusion und dem Ausbau freiwilliger Ganztagsangebote vergrößert und verändert sich der Raumbedarf. Die Realschule soll weitere Räumlichkeiten in der auslaufenden Hauptschule übernehmen. Entgegen den Empfehlungen der Verwaltung hat die Politik Ende November mehrheitlich entschieden, die für 2016 vorgesehenen Baumaßnahmen in der Realschule zurückzustellen.

 

In der Grundschule In der Senne sollen hingegen erste dringend erforderliche Maßnahmen schon 2016 durchgeführt werden. Für die gesamte Baumaßnahme hat die Gemeindeverwaltung einen Förderantrag an den Bund gestellt, um einen Zuschuss in Höhe von ca. 4 Mio. Euro einzuwerben. Diesen Förderantrag hat der Gemeinderat einstimmig unterstützt.

 

Entgegen der mitunter geäußerten Vermutung, dass die Schülerzahlen in Augustdorf weiter zurückgehen werden, sagt der Landesbetrieb Information und Technik voraus, dass die Zahl der Grundschüler bis 2040 etwa gleich bleibt.

 

Für die Kinder wird ein neuer Spielplatz an der Beethovenstraße gebaut, und zwar auf Initiative und unter maßgeblicher Beteiligung der Anwohner. Aufgrund der sehr positiven Erfahrung mit der Seilbahn, die die Firma Metzger & Sohn im Sommer für den Spielplatz an der Schlesier Straße gespendet wird, wird auch an der Beethovenstraße eine Seilbahn aufgebaut.

 

Im Rahmen der ISEK-Erarbeitung (sh. unten) wurde geplant, den Jugendtreff in die ebenerdigen, barrierefreien, hellen, freundlichen Räumlichkeiten der auslaufenden Hauptschule zu verlagern. Die mögliche Verlagerung war schon Bestandteil des einstimmig beschlossenen Haushaltssicherungskonzeptes des Jahres 2010. Ebenso sollte die Gemeindebücherei mit den Schulbüchereien zusammengelegt werden.

 

Zudem wurde im ISEK geplant, den Schulhof der Hauptschule zu einem zentralen und legalen Treffpunkt für Jugendliche zu entwickeln, an dem sie auch in den späten Abendstunden ihre Freizeit verbringen können. Die Verwaltung hatte Anträge auf Förderung der Umbaumaßnahmen in der Schule und für den Schulhof vorbereitet.

 

Zum Ende des Jahres beschloss die Politik dann mehrheitlich, dass der Jugendtreff nicht zur Erich Kästner-Schule verlagert werden soll, sondern in der Alten Schule bleiben soll. Auch für die Herrichtung des Schulhofes als Treffpunkt für Jugendliche gab es keinen positiven Beschluss.

 

Im Jahr 2015 ist es gelungen, für bessere Busverbindungen zum Bahnhof Schloß Holte-Stukenbrock zu sorgen. Dort besteht ein Anschluss an die Sennebahn. Ab Januar 2016 gibt es täglich zehn zusätzliche Fahrten auf der Buslinie 84. Dadurch können Schüler aus Schloß Holte-Stukenbrock besser zu unserer Realschule gelangen, wie auch Augustdorfer Schüler bessere Verbindungen zu den Schulen in unserer Nachbarkommune haben. Auszubildende und Studenten gelangen wesentlich leichter in die westlichen Nachbarorte sowie nach Paderborn und Bielefeld. Die Fahrzeiten mit Bus und Sennebahn verkürzen sich nach Bielefeld um rd. 40 Minuten und nach Paderborn um ca. 15 Minuten.

 

 

Freizeit - Erholung - Sport

 

Im Augustdorfer Dünenfeld wurde der sogenannte Dünenpfad mit der Aussichtsplattform am Stapelrand und weiteren Landschaftsinstallationen eröffnet. Der Dünenpfad wurde im Sommer und im Herbst außerordentlich gut von Besuchern angenommen.

 

Fertiggestellt wurden auch die Pferdekoppeln im Augustdorfer Dünenfeld. Die Pferde sollen im Frühjahr 2016 dort einziehen und einen lichten Heidewald schaffen und erhalten. Zusammen mit dem GPS-Erlebnispfad in diesem Gebiet und dem in Abgrabung befindlichen Landschaftssee am Kohlensee entsteht hier ein attraktiver Erholungsraum mit einem guten touristischen Potential. Die Abgrabung des Landschaftssees am Kohlenweg muss nach den gültigen Genehmigungen und Vereinbarungen bis 2023 beendet werden.

 

Sehr vielversprechend entwickelt sich auch der Bereich Furlbachtal/Haustenbecker Straße. Hier wurde im Jahr 2015 auf ca. 5 ha mit der naturschutzgerechten Bewirtschaftung von Äckern begonnen. In 2016 soll eine Koppel für die Senner Pferde, der in Augustdorf beheimateten ältesten Pferderasse Deutschlands,  eingerichtet werden. Es folgt ein Wanderweg, der diese beiden Elemente und das Furlbachtal erschließt.

 

Im Rahmen der Erarbeitung des ISEK (sh. unten) wurde zudem geplant, in der Alten Schule ein Informationszentrum zum Naturschutzgroßprojekt Senne, eine Ausstellung zum für Augustdorf bedeutsamen Gestüt und Jagdschloss Lopshorn und zu den Senner Pferden sowie ein lippisches Schulmuseum unterzubringen. Diesem Konzept hat die Politik zum Ende des Jahres mehrheitlich nicht zugestimmt. Insofern muss im Jahr 2016 nach neuen Räumlichkeiten für die geplanten Informations- und Tourismusangebote gesucht werden.

 

Weitere Chancen für die Aufwertung unserer Landschaft bietet das Projekt ‚Senne für alle Sinne‘. Die Senneregion erhält im Jahr 2016 eine Förderung in Höhe von über 1 Mio. Euro. Mit diesem Geld soll ein Sennerundwanderweg angelegt und es sollen weitere Attraktionen geschaffen werden. Mein Ziel ist es, dass Augustdorf ein möglichst großes Stück von diesem Kuchen abbekommt.

 

Weniger erfreulich war, dass das Freibad auch im Jahr 2015 geschlossen bleiben musste. Der Gemeinderat hat entschieden, einen Gutachter zu beauftragen, die Möglichkeiten der Finanzierung einer Sanierung aufzuzeigen. Der Gutachter berechnet aktuell, wie stark die Gebühren angehoben werden müssen und wieviel Geld die Gemeinde auf andere Art und Weise zusätzlich einnehmen muss, um die Freibadsanierung und den zukünftigen Betrieb finanzieren zu können.

 

Das Gutachten soll im Frühjahr 2016 vorliegen. Zudem wurde von einem renommierten Gutachter, der DEKRA, eine schalltechnische Machbarkeitsstudie erarbeitet. Diese kam zu dem Ergebnis, dass der jetzige Standort des Freibades schwierig ist. Lärmschutzgrenzwerte werden deutlich überschritten, insbesondere in den gesetzlichen Ruhezeiten. Eine mindestens 8 m hohe Lärmschutzmauer könnte erforderlich werden.

 

Es ist zu erwarten, dass im Jahr 2016 entschieden wird, wie es mit dem Freibad weitergeht.

 

Die seit Jahren laufende Sanierung der Sportstätten wurde auch in 2015 fortgesetzt. Nach der Turnhalle am Schlingweg erhielt nun auch die WITEX-Halle einen neuen Bodenbelag.

 

 

Zukunftsplanung für Augustdorf – LEADER und ISEK

 

Anfang des Jahres 2015 bewarb sich Augustdorf gemeinsam mit sieben anderen süd- und ostlippischen Kommunen um eine Förderung im Rahmen des LEADER-Programms für die Entwicklung ländlicher Räume. Die Konkurrenz war groß, unser gemeinsamer Antrag erhielt leider keinen Zuschlag.

 

Wesentlich chancenreicher ist eine finanzielle Förderung im Bereich Städtebau. Augustdorf kann für vielfältige Projekte und Maßnahmen Zuschüsse in Höhe von 70 % erhalten, so dass lediglich 30 % aus Eigenmitteln aufzubringen sind. Die Voraussetzung dafür ist ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept  (ISEK), das der Rat beschließen muss. Ein ISEK ist eine Zukunftsplanung für eine Gemeinde. In dem Konzept wird festgelegt, welche Projeke und Maßnahmen in den nächsten Jahren vorrangig umgesetzt werden sollen.

 

So wurde dann auch im Jahr 2015 ein ISEK von Verwaltung und Planungsbüro erarbeitet. In zwei Planungswerkstätten wurde der interessierten Öffentlichkeit im Sommer die Möglichkeit gegeben, Ideen und Anregungen einzubringen. Dem zuständigen Fachausschuss (Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt) wurde wiederholt der aktuelle Planungsstand vorgetragen. Am 27.10.2015 wurde dann dem Fachausschuss ein Entwurf präsentiert und von diesem bestätigt. Die Verwaltung wurde beauftragt, mit der Umsetzung der Entwicklung der Alten Schule zu beginnen. Damit wurde auch die seit 2010 im Gespräch befindliche Verlagerung des Jugendtreffs in die Räume der Erich Kästner-Schule bestätigt. Einen Monat später jedoch kippte der Haupt- und Finanzausschuss mehrheitlich diese Entscheidung. Der Jugendtreff soll dort bleiben, wo er ist. Dem Naturschutzgroßprojekt soll die Rühlmannstätte angeboten werden und für das lippische Schulmuseum sollen zwei Räume in der Erich Kästner-Schule zur Verfügung gestellt werden. Dieser Entscheidung schloss sich dann auch der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt an.

 

Zudem wurde mehrheitlich beschlossen, für das Jahr 2016 keine Städtebauförderungsmittel zu beantragen. Im kommenden Jahr bleibt nun zu klären, wie es mit dem ISEK und mit der Einwerbung von Städtebaufördermitteln weitergeht.

 

Der aktuelle ISEK-Entwurf beinhaltet u.a. folgende Maßnahmen und Projekte: Maßnahmen zur Sanierung der Grundschule In der Senne (Durchführung eines Architektenwettbewerbs, Verbesserung der Barrierefreiheit und energetische Optimierung); Umgestaltung der Erich Kästner-Schule mit ihrem Umfeld zu einem Jugend- und Quartierstreff (Einzug des Jugendtreffs in die Hauptschule, Verlegung der Bücherei in die Hauptschule, Herrichtung des ehemaligen Schulhofs der Hauptschule als Treffpunkt für Jugendliche und als Veranstaltungsfläche, Verlegung des Spielplatzes vom Mergelweg/Sandstraße zum Kleinen Schulzentrum);  Entwicklung der Alten Schule zu einem lippischen Schulmuseum, zu einem Informationszentrum für das Naturschutzgroßprojekt Senne und zu einem Ausstellungsort für das Schloss und Gestüt Lopshorn sowie zu den Senner Pferden; Aufwertung des Außenbereichs der Alten Schule; Optimierung des Spielplatzes an der Schlesier Straße; Aufwertung des Freizeitgeländes Schlingsbruch (Bau eines Beachvolleyballfeldes, eines Bolzplatzes, Aufstellung von Aktivitäts- und Sportgeräten für ältere Menschen, Aufstellung von Spielgeräten für Kinder; Revitalisierung des Freibadgrundstücks; Erstellung eines Konzepts für die innerörtlichen Grünflächen, um die zukünftige ordnungsgemäße Pflege sicherstellen und verbessern zu können; Erarbeitung eines Handlungskonzepts für die Wohnraumanpassung an die Bedürfnisse älterer Menschen; Verbesserung des Umfelds des Rathauses und Gestaltung zum zentralen Ortsplatz; Bau neuer Fußwegeverbindungen im Ort; Maßnahmen zur Aufwertung des Straßen-, Gebäude- und Ortsbildes; Fortsetzung der energetischen Sanierung des Rathauses; Einführung eines Flächen- und Leerstandsmanagements zur Bekämpfung von Leerständen in Gebäuden; Ausbau von Beratungsleistungen.

 

 

Brandschutz- und Rettungswesen

 

Im II. Quartal d. J. ist es kurzfristig gelungen, einen Rettungswagen im Augustdorfer Haus der Feuerwehr zu stationieren. Der Wagen stand bislang am Segelflugplatz in Oerlinghausen. Mit der Verlegung nach Augustdorf kann schwer erkrankten und verletzten Augustdorfern deutlich schneller als bisher geholfen werden.

 

Im August übernahm Jörg Diekmann die Leitung der Feuerwehr von Klaus Schneider, der aus persönlichen Gründen das äußerst engagiert ausgeübte Amt abgab. In Anerkennung seiner Verdienste verabschiedete sich die Feuerwehr mit einem großen Zapfenstreich.

 

Begonnen wurde die Erarbeitung eines neuen Brandschutzbedarfsplanes. Nachdem die Feuerwehr in den vergangenen Jahren technisch und ausbildungsmäßig auf einen sehr guten Stand gebracht worden ist, bleibt die Gewinnung von Nachwuchs eine der vorrangigen Herausforderungen. Die Feuerwehr benötigt insbesondere Feuerwehrleute, die tagsüber in Augustdorf oder in der nächsten Umgebung verfügbar sind, damit die Mindeststärken am Tage gewährleistet werden können.

 

 

Gemeinschaft

 

Aktuell befindet sich Augustdorf wieder auf Wachstumskurs. Nachdem schon im Jahr 2013 die Einwohnerzahl gestiegen war, hat die Gemeinde im Jahr 2014 rd. 100 Einwohner dazu gewonnen. Nach der aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung des Landesbetriebs Information und Technik NRW soll die Einwohnerzahl bis 2040 um 7,5 % wachsen. Nicht berücksichtigt wurde bei dieser Prognose, wie stark die Einwohnerzahl durch die aktuelle Zuwanderung von Asylbewerbern und Flüchtlingen anwachsen wird.

 

Unsere örtliche Gemeinschaft haben wir 2015 nicht nur im Rahmen vieler traditioneller Veranstaltungen gepflegt. Im Juni stellten Vereine, Kindergärten, Schulen, die Freiwillige Feuerwehr, die Bundeswehr, Geschäftsleute und viele andere mehr ein Dorffest mit beeindruckenden Ausstellungen, Aufführungen und weiteren Angeboten auf die Beine. Kurz vor dem Dorffest vom 19. bis 21.06. hatte bereits die Bundeswehr mit einem Großereignis aufgewartet, nämlich dem Augustdorfer Soldatentag am 09.05.

 

Nachdem unser Patenbataillon, das Panzerartilleriebataillon 215, zum 30.06.2015 aufgelöst worden war, haben wir eine neue Patenschaft mit der 1. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 212 begründet. Diese ist außerordentlich gut angelaufen. Die Soldatinnen und Soldaten engagierten sich bereits auf dem Weihnachtsmarkt mit einem Verpflegungsstand und unterstützten die Gemeinde bei der Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen.

 

 

Bauen und Wohnen

 

Im Jahr 2015 wurden weiterhin reichlich Einfamilienhäuser in Augustdorf gebaut. Immer wieder wurde jedoch beklagt, dass es zu wenig Bauland in Augustdorf gibt. Nachfragen kamen nicht nur von Augustdorfer Familien, sondern auch aus benachbarten Kommunen. Es bleibt eine wichtige Aufgabe, weiteres Bauland in Augustdorf zu mobilisieren, auch um das Wachstum der Einwohnerschaft zu unterstützen und damit unsere Infrastruktur erhalten und weiter verbessern zu können.

 

Ein wichtiges Thema war und bleibt die Versorgung der zunehmenden Zahl älterer Menschen mit seniorengerechtem Wohnraum. Viele können und wollen in ihren eigenen Häusern die Wohnbedingungen verbessern, andere bevorzugen es, ihre oft zu groß gewordenen Häuser zu verkaufen und neue Wohnungen zu beziehen. Daher hat die Gemeinde einen Investor dabei unterstützt, am Kirchweg altersgerechte Wohnungen bauen zu können.

 

 

Zuwanderung

 

Das Land NRW hat der Gemeinde Augustdorf im Jahr 2015 eine große Zahl von Asylbewerbern zugewiesen. Über viele Jahre hatte Augustdorf ca. 20 Personen unterzubringen und zu betreuen. Ende 2014 hatte sich die Zahl gegenüber den Vorjahren verdoppelt. Am 31.12.2015 hat sie sich im Vergleich zu 2014 (45 Personen) vervierfacht. 181 Asylbewerber und Flüchtlinge betreut die Gemeinde aktuell.

 

Zur Unterbringung wurde ein weiteres Haus gekauft und hergerichtet. Im Dezember stellte die Bundeswehr das ehemalige Feldwebelwohnheim neben der Nordwache zur Verfügung. Auch dieses konnte kurzfristig hergerichtet und bezogen werden. Zudem wurden weitere Wohnungen angemietet.

 

Im Jahr 2016 bekommt die Gemeinde die Möglichkeit, auf dem Bundeswehrparkplatz neben der katholischen Kirche weitere Unterkünfte zu errichten.

 

Besonders erfreulich ist, dass sich eine beträchtliche Zahl von Bürgerinnen und Bürgern um die Asylbewerber und Flüchtlinge kümmert. Die Gemeinde, die auch ihren Personalbestand aufgestockt hat, könnte die Betreuung in dem aktuellen Umfang alleine nicht leisten.

 

Um die vielen Angebote besser koordinieren zu können, wurden von den Ehrenamtlichen zwei Koordinatoren bestimmt: Die Herren Felix Katzer und Harald Schultze.

 

Die Unterbringung und Betreuung der Asylbewerber und Flüchtlinge wird auch im Jahr 2016 ein beherrschendes Thema bleiben.

 

 

Alles, was wir in Augustdorf in 2015 erreicht haben, ist ein Gemeinschaftsprodukt. Ich danke allen ganz herzlich, die sich auf unterschiedliche Weise um das Wohl der Menschen in Augustdorf verdient gemacht haben, sei es in Vereinen, Verbänden, Kirchen und Parteien, in der Freiwilligen Feuerwehr, im Gemeinderat und dessen Ausschüssen, als Beetpaten bei der Aktion ‚Sauberes Augustdorf‘, im privaten Umfeld oder an anderer Stelle.

 

Ich wünsche Ihnen einen guten Übergang und ein glückliches Jahr 2016.

 

Herzlichst

Ihr

Dr. Andreas Wulf

 

 

 

 

 

Dr. Andreas J. Wulf



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