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Freibad: Lärmschutzgrenzwerte werden überschritten

21.08.2015

 


Freibad-klIm Rahmen einer schalltechnischen Machbarkeitsstudie zur Freibadsanierung wurde festgestellt, dass Grenzwerte zum Teil erheblich überschritten werden. Die Gemeinde müsste im Falle einer Sanierung Maßnahmen ergreifen, um die Anwohner zu schützen. Mögliche Maßnahmen wären nach Mitteilung des Gutachters eine wenigstens 4 m hohe Schallschutzmauer zwischen Becken und Wohnbebauung oder aber zeitliche Einschränkungen der Nutzung des Freibades. Darüber informierte die Gemeindeverwaltung den Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung vom 20.08.2015.

 

Der Gutachter hat zwei Varianten untersucht:

 

Bei der Variante I wird davon ausgegangen, dass es auch in Zukunft einen Sprungbereich gibt. Bei der Variante II wird ohne einen Sprungbereich geplant. Im ersten Fall werden Immissionsrichtwerte sowohl außerhalb als auch innerhalb der Ruhezeiten zum Teil erheblich überschritten. Für die Freibadnutzung maßgebliche Ruhezeiten sind insbesondere die Sonn- und Feiertage zwischen 13.00 und 15.00 Uhr. Die zu erwartenden Lärmbelastungen überschreiten um bis zu 12,4 dB den vorgegebenen Richtwert, der auch als Grenzwert anzusehen ist.

 

Auch bei der Variante II (ohne Sprungturm) kommt es außerhalb der Ruhezeiten westlich und südlich des Freibades zu geringfügigen, aber dennoch nicht zulässigen Richtwertüberschreitungen. In den Ruhezeiten werden die Richtwerte vor allem an den Gebäuden im Westen und Süden des Freibades zum Teil erheblich überschritten.

 

 

 

Der Gutachter hat bei der Berechnung der Lärmimmissionen des Schwimmbeckens die Nutzung als Erwachsenenschwimmbecken zu Grunde gelegt. Wenn das Becken tatsächlich überwiegend durch spielende Kinder und Jugendliche genutzt wird, müsste ggfs. ein höherer Berechnungsansatz gewählt werden.

 

In einem Ortstermin machten der Immissionsschutzgutachter sowie Fachleute des Kreises Lippe darauf aufmerksam, dass schon in der Vergangenheit jederzeit damit gerechnet werden musste, dass die Gemeinde zu Lärmschutzmaßnahmen verpflichtet wird, wenn ein Anlieger klagt. Vor einer Klage und einer gerichtlichen Überprüfung der Lärmsituation schütze auch ein Gutachten nicht, das im Rahmen eines Baugenehmigungsverfahrens für die Freibadsanierung erarbeitet wird. Das sei ähnlich wie bei zahlreichen Sportplätzen zu sehen, bei denen es nach Klagen von Nachbarn zu Nutzungsbeschränkungen kam. Es bestünde also auch nach einer Sanierung das Risiko, dass im Falle einer Klage Lärmschutzmaßnahmen, wie z. B. Einschränkungen der Nutzungszeiten zu ergreifen sind.

 

Die Baugenehmigungsbehörde erklärte, dass für die von der Politik favorisierte Sanierungsvariante (Beckenverkleinerung und Verlagerung und Gebäude an den Beckenrand) der Bebauungsplan geändert werden müsste.

 

Abschließend empfahlen der Gutachter und die Fachleute des Kreises, einen Fachanwalt zu beauftragen, um mehr Klarheit über die immissionsschutzrechtliche Situation zu bekommen. Der Fachanwalt solle insbesondere prüfen, ob im Bereich des Freibades und der Umgebung eine sogenannte Gemengelage angenommen werden kann, bei der geringfügig niedrigere Immissionsrichtwerte anzunehmen wären. Das Problem, das insbesondere in den Ruhezeiten Richtwerte überschritten werden, bestünde aber auch in einer Gemengelage weiterhin fort.

 

Unter diesen Umständen ergibt sich folgende Zeitplanung für eine mögliche Sanierung:

 

Wenn in diesem Jahr noch ein Beschluss darüber gefällt würde, ob das Freibad saniert werden soll, könnte im Jahr 2016 der Bebauungsplan geändert werden, eine detaillierte Sanierungsplanung erarbeitet, ein Immissionsschutzgutachten erarbeitet und das Baugenehmigungsverfahren durchgeführt werden. Voraussichtlich im Jahr 2017 könnte die Baumaßnahme beginnen. Eine Wiedereröffnung des Bades wäre dann im Jahr 2018 möglich.

 

Verwaltungsseitig wird darauf hingewiesen, dass mit dem Betreiber der Abgrabung am Kohlenweg vereinbart wurde, im Jahr 2017 darüber zu verhandeln, ob an dem See am Kohlenweg eine Badestelle vom Abgrabungsbetrieb abgetrennt werden kann. 



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