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Neues Gutachten zum geplanten Nationalpark Senne

09.09.2014

 

senneDas Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) NRW hat das Gutachten zur Eignung der Senne als Nationalpark aktualisiert. Am 29.08.2014 stellte Landesumweltminister Johannes Remmel den Bürgermeistern und Landräten der betroffenen Gebietskörperschaften das Gutachten vor. Darüber informierte Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf den Haupt- und Finanzausschuss am 04.09.2014. Er hob folgende Punkte hervor:

 

  1. Gegenüber dem alten Gutachten aus dem Jahr 2011 wurden die Flächen des Prinzen zur Lippe sowie des Landesverbandes Lippe aus der Kulisse herausgenommen.

 

  1. Die Lebensräume wurden neu kartiert. Dabei stellte sich heraus, dass in der Senne ca. 750 ha FFH-Lebensräume, vor allem Heide- und Graslebensräume, weniger vorhanden sind als noch im Gutachten von 2011 behauptet wurde.

 

  1. Das Gutachten stellt deutlich heraus, dass die internationalen und nationalen fachlichen Ansprüche an Nationalparks, d. h. die IUCN- und die EUROPARC-Kriterien, in der Senne nicht erfüllt werden können. Danach sind 75 bis 100 % der Fläche der natürlichen Entwicklung (dem sog. Prozessschutz) zu überlassen. Die Senne ist aber vor allem wegen des vom Menschen geschaffenen und erhaltenen Offenlandes für den Naturschutz wertvoll. Nur etwa 10 % der Fläche entsprechen annähernd dem Zustand, der in einem Nationalpark angestrebt wird. 43 % des Gebietes müssen zwingend als Offenland erhalten werden. Für den Prozessschutz stehen nach dem Gutachten 57 % zur Verfügung, nach Einschätzung von Dr. Wulf eher weniger.


 

  1. Weil die Vorgänger von Herrn Minister Remmel, insbesondere Frau Umweltministerin Bärbel Höhn, immer bestrebt waren, die IUCN-Kriterien zu erfüllen, und weil nach dem Koalitionsvertrag der Landesregierung in jedem neuen Nationalpark in NRW die IUCN-Kriterien erreicht werden sollen, hat Augustdorfs Bürgermeister den Minister danach gefragt, wie das in der Senne erfolgen soll. Es gebe nur zwei Möglichkeiten: Die Einbeziehung von etwa 10.000 ha Wald in Teutoburger Wald und Egge für den Prozessschutz oder aber die Aufgabe von mehreren 1.000 ha Heidelandschaft. Der Vertreter des LANUV erklärte daraufhin, dass der Nationalpark in der Kulisse des Gutachtens als Einstieg zu verstehen sei.

 

  1. Dr. Wulf führte in dem Gespräch ferner aus, dass das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Dachverband der deutschen Nationalparke, EUROPARC Deutschland e.V., in der Vergangenheit die Auffassung vertreten haben, dass ein Nationalpark nicht militärisch genutzt werden dürfe. Er fragte, ob diese Position geändert worden sei. Der Abteilungsleiter Naturschutz im Ministerium antwortete, dass die militärische Nutzung als Übergangslösung akzeptiert werden könnte.

 

Bürgermeister Dr. Wulf folgert daraus: Käme ein Nationalpark Senne, dann würde auch wieder eine Nationalpark-Erweiterung in den Teutoburger Wald und in der Egge sowie ein Abzug der Bundeswehr aus der Senne gefordert werden.



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