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Hausärztliche Versorgung in Augustdorf

09.09.2014

 

Rathaus BürgerzentrumDas Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) NRW hat die Gemeinde Augustdorf als Kommune eingestuft, in der die hausärztliche Versorgung gefährdet ist. Darüber berichtete Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf dem Haupt- und Finanzausschuss am 04.09.2014. Er erklärte, dass die  Gefährdung auf Grundlage des Verhältnisses zwischen der Einwohnerzahl und der Zahl der Ärzte, die älter als 55 Lebensjahre sind, aber das 60. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, beurteilt wird.

 

Wenn die ärztliche Versorgung in einer Gemeinde als gefährdet gilt, können Ärzte bei einer Neuniederlassung oder der Übernahme einer Praxis einen Förderbetrag von 50.000 Euro vom Land erhalten. Gründen sie eine Filiale in der gefährdeten Kommune, dann ist eine Förderung in Höhe von 25.000 Euro möglich.

 

Der Bürgermeister hat zu dem Thema Kontakt zur Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) aufgenommen. Die KVWL führt in einem Schreiben aus, dass trotz der Gefährdungseinstufung der Altersdurchschnitt der Augustdorfer Ärzte zwar als hoch, aber noch als durchschnittlich zu bezeichnen ist. Unter der Annahme, dass die Ärzte in der Regel mit 65 Jahren in den Ruhestand gehen, bestehe noch ein zeitlicher Handlungsspielraum, für die Gemeinde Augustdorf zu werben.

 

Augustdorf gehöre mit Schlangen zusammen zum sogenannten Mittelbereich Detmold. Der Mittelbereich Detmold gelte mit einem aktuellen Versorgungsgrad von 114 % als überversorgt. Das habe zur Konsequenz, dass sich dort kein neuer Hausarzt niederlassen dürfe, außer wenn ein Hausarzt die Kassenzulassung abgebe.

 

Die KVWL werde erst bei einer deutlichen Unterversorgung im Bereich von 75 % intensive Anstrengungen unternehmen, um neue Hausärzte zu gewinnen. In unterversorgten Bereichen würden Fördermittel aus einem Sicherungsfonds der Krankenkassen und der KVWL zur Verfügung gestellt.

 

Dr. Wulf kündigte an, dass das Thema der hausärztlichen Versorgung den Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen werde. Er kümmere sich persönlich um das Problem.



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