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Neue Kindertageseinrichtung übergangsweise auf Schlingsbruch

21.05.2014

 

Rathaus BürgerzentrumDer Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 08.05.2013 beschlossen, Flächen auf dem Schlingsbruch für die Einrichtung einer provisorischen Kindertageseinrichtung (KiTa) zur Verfügung zu stellen. Die Einrichtung in Modulbauweise soll auf den ausgewiesenen Baugrundstücken an der Haustenbecker Straße entstehen. Dafür stimmten die Fraktionen von CDU und FWG. Die SPD und die FDP lehnten diesen Standort ab. Die SPD-Fraktion befürchtet, dass bei Großveranstaltungen nicht genügend Parkraum zur Verfügung stehen könnte.

 

Im Vorfeld der Sitzung hatte die Gemeindeverwaltung verschiedene Standortalternativen untersucht. In die engere Auswahl fielen der Alte Bauhof neben dem Freibad, der Bundeswehrparkplatz neben der katholischen Kirche sowie der Schlingsbruch. Diese Standorte wurden mit dem Kreis- und dem Landesjugendamt besichtigt. Sowohl die Gemeindeverwaltung als auch die Jugendämter empfahlen, sich für den Schlingsbruch zu entscheiden.

 

Die beiden Jugendämter hoben hervor, dass auf dem Schlingsbruch die Anforderungen hinsichtlich der Größe des Grundstücks, der Möglichkeiten des Aufbaus von Baumodulen (ebene Standfläche) sowie die sozialräumliche Anbindung für die Familien bestmöglich erfüllt werden. Die direkte fußläufige Anbindung an das Waldgebiet sei ein besonderer Pluspunkt. So habe die Übergangs-KiTa die Möglichkeit, in ihrem pädagogischen Konzept einen besonderen Schwerpunkt in der Waldpädagogik entwickeln zu können. Das Gelände sei groß genug, um auch ein entsprechendes Außengelände auf dem vorhandenen Rasen anbieten zu können. Für die Hol- und Bringesituation sei genügend Parkraum vorhanden, um die Sicherheitsaspekte in diesen Phasen gut erfüllen zu können.

 

Aus gemeindlicher Perspektive wurde hervorgehoben, dass der Standort Schlingsbruch beste Arbeitsbedingungen für die Bauzeit und die die sichersten Anfahrmöglichkeiten biete. Kanalanschlüsse sind an der Haustenbecker Straße bereits rausgelegt. Das Grundstück ist im Bebauungsplan als allgemeines Wohngebiet (WA) ausgewiesen. Im WA sind Kindergärten grundsätzlich zulässig. Und für die Nachnutzung könnten weitere geschotterte Parkplatzflächen zur Verfügung gestellt werden.

 

Einstimmig wurde ferner beschlossen, dass die Gemeinde den Baugrund so herrichtet, dass die Baumodule aufgestellt werden können. Sie übernimmt den Trägeranteil des Trägers einer provisorischen Lösung für maximal zwei Kindergartenjahre. Dieser beträgt nach Mitteilung des Kreises Lippe bei der geplanten dreigruppigen Einrichtung rd. 48.000 € pro Jahr. Spätestens nach zwei Jahren soll eine dauerhafte Lösung für die Unterbringung der Kindertageseinrichtung gefunden sein. Dafür stellt die Gemeinde den Unterstufentrakt der heutigen Erich Kästner-Schule (EKS) zur Verfügung.

 

Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf berichtete, dass es Bewerber um die Trägerschaft für das Provisorium und für die Dauerlösung gibt. Diese seien mit den Standorten Schlingsbruch und EKS einverstanden. Sie erwarten allerdings die Übernahme der nicht vom Kreisjugendamt finanzierten Kosten (Trägeranteil) durch die Gemeinde. Der Träger soll in Kürze ausgewählt werden. Die provisorische Kindertageseinrichtung soll den Betrieb am 01.08.2014 den Betrieb aufnehmen.

 

Nachdem der Kreis Lippe als zuständiges Jugendamt der Gemeinde mitgeteilt hatte, dass zum 01. August eine eine provisorische KiTa einzurichten ist, bat die Gemeinde zunächst die Räume der EKS an. Im Laufe der Planungen entstand die Idee, die heutige EKS dauerhaft für die Unterbringung einer weiteren Kindertageseinrichtung zu nutzen. Die Gemeinde könnte die Räumlichkeiten für eine Kindertageseinrichtung baulich herrichten und an einen Träger vermieten. Dadurch hätte die Gemeinde zunächst einen investiven Aufwand zu tragen, könnte aber nach Auskunft des Kreisjugendamtes Mieterträge erwirtschaften, die mit dem Trägeranteil verrechnet werden können, so dass die laufenden Nettozahlungen an den neuen Träger minimiert wären.

 

Aus verschiedenen Gründen sprechen sich inzwischen Kreis- und Landesjugendamt dafür aus, zunächst ein Provisorium in Modulbauweise für maximal zwei Kindergartenjahre zu erstellen. Für das Provisorium in Modulbauweise spricht, dass die EKS nicht zweimal umgebaut werden müsste – zuerst als Provisorium und danach als dauerhafte Einrichtung. Zudem gibt es derzeit keine Investitionsfördermittel von Bund und Land. Es wird damit gerechnet, dass ein neues Programm aufgelegt wird, welches Augustdorf nutzen kann. Schließlich ist nach Meinung des Kreises mit der Modulbauweise eher sicher zu stellen, dass das Provisorium rechtzeitig zum neuen Kindergartenjahr fertiggestellt ist.

 

Weitergehende Informationen finden Sie unter www.augustdorf.de, Bürgerservice – Rat – Verwaltung, Rat und Ausschüsse.



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