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Pflege der Straßenbeete - Sprechstunde

11.08.2014

 

 

NRathaus Bürgerzentrumicht nur in anderen Städten und Gemeinden, sondern auch in Augustdorf befinden sich derzeit zahlreiche Straßenbeete in einem schlechten Pflegezustand. „Daher sind viele Bürger zu Recht unzufrieden“, erklärt Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf, und erläutert: „Im vergangenen Jahr wurde zusätzliches Personal auf dem Bauhof eingestellt. Der milde Winter ermöglichte es dem Bauhof, viele Beete ordentlich herzurichten. Leider fördert der ungewöhnlich warme und feuchte Sommer jedoch auch ein starkes Unkrautwachstum.“

 

Hinzu kommt: Ein Mitarbeiter des Bauhofs musste zu Beginn des Sommers in eine Schule umgesetzt werden, weil deren Hausmeister kurzfristig ausschied. Die Gemeinde hat als Ersatz Saisonkräfte für diesen Sommer gesucht, aber keine gefunden. Zahlreiche Sonderaufträge und Baumaßnahmen in den Schulen haben in den letzten Jahren erhebliche Arbeitskraft aus dem Bereich der Grünpflege abgezogen.

 

Überhaupt genießen in Augustdorf Maßnahmen zugunsten der Kinder und Jugendlichen Vorrang. „Es gibt im Rat eine breite Übereinstimmung darüber, dass die Schulen und Sportstätten in einem guten Zustand und gut ausgestattet sein müssen. Hier stehen wir deutlich besser da als viele andere“, betont Dr. Wulf. Der Rat hat erst kürzlich einstimmig beschlossen, die Offene Kinder- und Jugendarbeit weiter zu fördern und die neue Kindertageseinrichtung dauerhaft finanziell zu unterstützen. Auch die Ausstattung und Sicherheit der zehn Kinderspiel- und Bolzplätze habe für den Bauhof Vorrang vor der Pflege der Beete.

 

Der Bürgermeister will sich nach der Sommerpause mit der Politik über eine dauerhafte Lösung des Problems verständigen: „Erforderlich ist, dass wir die bereits begonnene Maßnahmen-Mischung konsequent fortsetzen und intensivieren. Sie umfasst den Rückbau von Beeten, die Umgestaltung pflegeintensiver Beete, die Entlastung des Bauhofes von anderen Aufgaben und die personelle Verstärkung des Bauhofes, zumindest im Sommerhalbjahr.“ Wünschenswert sei es zudem, mehr Beetpaten zu gewinnen. Beetpatenschaften können durch ein Bonus-System gefördert werden. Reden müsse man auch darüber, ob alternativ oder ergänzend Unternehmer mit einem Teil der Beetpflege beauftragt werden.

 

Ein besserer Pflegezustand der Straßenbeete kostet zusätzliches Geld. Der Rat muss entscheiden, wo das Geld hergenommen wird. In diesem Jahr rechnet die Gemeinde laut Haushaltsplan mit einem Defizit von fast 2,6 Mio. €. Der unbefriedigende Zustand der Beete ist somit auch ein Ausdruck der finanziellen Not der Gemeinde.

 

Im Jahr 2007 hatte die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) NRW festgestellt, dass die Ausgaben für die Unterhaltung der 44 km Gemeindestraßen je Kilometer überdurchschnittlich hoch waren. Im Vergleichsjahr 2005 wurden in Augustdorf für jeden Kilometer Straße 4.560 € ausgegeben, insgesamt 200.621 € (ohne Winterdienst, Streugut, Oberflächenentwässerung und Abgaben). Der Mittelwert der Vergleichskommunen lag bei 3.111 € je km. Um dem Mittelwert zu entsprechen, hätte Augustdorf nur 137.000 € aufwenden dürfen. Allerdings dürfte zu dem hohen Augustdorfer Ergebnis nicht nur die ausgeprägte Durchgrünung des Straßenraumes beigetragen haben, sondern auch, dass Augustdorf kaum Wirtschaftswege hat. Diese erfordern nur einen geringen Unterhaltungsaufwand. Viele davon in anderen Kommunen senken den Mittelwert erheblich.

 

Der Aufwand des Bauhofes für die Pflege des Straßenbegleitgrüns belief sich im Jahr 2013 auf ca. 44.000 €. Das waren etwa 4.000 € mehr als in 2012. Allerdings kostete die Pflege der Straßenbeete den Bauhof in den Jahren 2007 bis 2010 circa zwischen 70.000 und 80.000 € pro Jahr. Der Unterschied zu dem Aufwand von 2013 entspricht etwa dem Personalaufwand für einen Mitarbeiter.

 

Dr. Wulf weist darauf hin, dass die Gemeinde bei den Straßenausbauten der letzten Jahre kaum noch neue Beete angelegt hat. Wenn doch, dann geschah das in enger Abstimmung mit neuen Beetpaten. Beispiele sind der Amselweg, der Senneweg, die Mozartstraße, die Lortzingstraße, die Schubertstraße, die Händelstraße, die Beethovenstraße, der Haydnweg, der Bauernkamp, Auf dem Brande, der Tharkamper Weg oder der Eschenweg.

 

Bei einer Bestandsaufnahme im Jahr 2010 wurde festgestellt, dass es in Augustdorf 742 Straßenbeete mit einer zu pflegenden Fläche fast 22.000 m² gibt. In den Beeten stehen ca. 420 Einzelbäume, die ebenfalls gepflegt und verkehrssicher gehalten werden müssen. Darüber ist die Gemeinde für 60 weitere Grünanlagen mit einer Fläche von ca. 586.000 m² und 1. 755 Einzelbäumen zuständig (Stand 2011), darunter die pflegeintensiven Friedhöfe, Sportplätze, Schulgelände und Spielplätze.

 

Offiziell kümmern sich 88 Beetpaten um Straßenbeete. Hinzu kommt eine unbekannte Zahl nicht registrierter Personen, die Beete pflege.

 

Der Bürgermeister bietet an, in seiner nächsten Sprechstunde über das aktuelle Thema Grünpflege und das kommende Thema Herbstlaubentsorgung zu sprechen. Die Sprechstunde findet am kommenden Donnerstag, den 14.08.2014, zwischen 16 und 17:30 Uhr im Rathaus, Zimmer 43 statt.



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