Grußwort des Bürgermeisters

 

Sennesperrzeiten

 

Schulzentrum

 

Zukunft-des-Freibades

 

ISEK

 

Schadensmeldung

Vergabe

.

Haushalt 2014 einstimmig verabschiedet

08.04.2014

 

GeldscheineDer Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 27.03.2014 die Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2014 einstimmig verabschiedet. Auch der Stellenplan sowie das Haushaltssicherungskonzept wurden von allen Fraktionen unterstützt.

 

Die Gemeinde plant das Jahr 2014 mit einem negativen Ergebnis von rd. 2,6 Mio. Euro. Die Erträge sollen sich auf ca. 13,5 Mio. Euro, die Aufwendungen auf rd. 16,1 Mio. Euro belaufen. Der Fehlbetrag wird der allgemeinen Rücklage entnommen.

 

Der Bestand an eigenen Finanzmitteln soll sich im lfd. Jahr um rd. 2,1 Mio. Euro verringern. Um jederzeit die Liquidität der Gemeinde sicherstellen zu können, darf die Verwaltung bis zu 8 Mio. Euro an Krediten zur Liquiditätssicherung (früher: Kassenkredite) aufnehmen. Der Kämmerer hofft, nicht die gesamten 8 Mio. Euro zu benötigen. Geplant ist, dass der Stand der Kredite zur Liquiditätssicherung am 31.12.2014 rd. 6,5 Mio. Euro beträgt.

 

Zum Jahresende wäre dann der Bestand an Liquiditätskrediten höher als der an Kommunaldarlehen (ca. 6 Mio. Euro). Seit dem Jahr 2003 baut die Gemeinde Schulden ab. Letztmalig lieh sich die Gemeinde im Jahr 2002 längerfristig Geld (1 Mio. Euro) von einer Bank. Das stand im Zusammenhang mit dem Bau der Witex-Halle. Auch im Jahr 2014 sollen keine neuen Kommunaldarlehen aufgenommen werden.

 

Der Haushaltsausgleich kann nach dem Plan erst im Jahr 2022 wieder hergestellt werden. Dann rechnet die Gemeinde mit einem positiven Jahresergebnis von rd. 30.000 Euro. Bis dahin werden jedes Jahr Fehlbeträge und damit ein Verzehr des Eigenkapitals erwartet. Die allgemeine Rücklage schrumpft von 9,4 Mio. Euro (31.12.2013) auf nur noch 3,1 Mio. Euro (31.12.2022).

 

Von den gesamten, geplanten Aufwendungen in Höhe von 16,1 Mio. Euro gehen fast 6,4 Mio. Euro an den Kreis Lippe. Davon entfallen gut 4,1 Mio. Euro auf die allgemeine Kreisumlage und gut 2,2 Mio. Euro auf die Jugendamtsumlage. Mit diesen Umlagen beteiligt sich die Gemeinde an der Finanzierung der Aufgaben des Kreises. Insbesondere die Jugendamtsumlage stieg in den letzten Jahren erheblich an.

 

Der zweitgrößte Aufwandsposten sind die Personalaufwendungen mit fast 2,8 Mio. Euro. Bezogen auf die Produkte des Haushaltes erfordern die vier Augustdorfer Schulen mit zusammen 1,4 Mio. Euro die höchsten Aufwendungen. Darin ist die Sporthalle am Schlingweg enthalten. Für die Bereitstellung der übrigen Sportstätten (Hallen am Inselweg, Heidesportplatz und Schlingsbruch) sind 791.000 Euro eingeplant. Die Verkehrsflächen verursachen einen geplanten Aufwand von 516.000 Euro. Weitere Produkte mit einem erheblichen geplanten negativen Jahresergebnis sind:

 

Brand- und Katastrophenschutz                                                -193.000 Euro

Leistungen für Asylbewerber                                                      -263.000 Euro

Tageseinrichtungen für Kinder                                                  -249.000 Euro

Einrichtungen der Jugendarbeit und Straßensozialarbeit    -115.000 Euro

Öffentliches Grün                                                                          -116.000 Euro

Wirtschaftsförderung, allgemeine Einrichtungen

und Tourismus                                                                               -172.000 Euro

 

Auf der Ertragsseite rechnet die Gemeinde mit 2,8 Mio. Euro Gewerbesteuer (davon sind 240.000 Euro an das Land abzuführen), 2,4 Mio. Euro Anteil an der Einkommensteuer, 1,3 Mio. Euro Grundsteuer B, 3,1 Mio. Euro Schlüsselzuweisungen und 430.000 Euro Erträge aus der Verwendung von Pauschalzuweisungen des Landes. Die Schlüsselzuweisungen, die die Gemeinde vom Land erhält, fallen in 2014 deutlich niedriger aus als in den Vorjahren (2013: 3,8 Mio. Euro, 2012: 4,4 Mio. Euro). An Zinsaufwendungen plant die Gemeinde in 2014 fast 370.000 Euro ein.

 

Die vom Finanzaufwand her größten, besonderen Maßnahmen im Jahr 2014 sind der geplante Ausbau des Ostrings und der Straße ‚Im Markfeld‘ mit ca. 800.000 Euro. Die Erneuerung der Sanitäranlagen der Sporthalle I am Inselweg soll ca. 280.000 Euro kosten, ein neuer Hallenboden in der Witex-Halle 70.000 Euro. Im Bereich der Asylbewerber kommt es zu erheblichen Aufwandssteigerungen, weil deren Zahl gestiegen ist und u.a. zusätzlicher Wohnraum angemietet und ausgestattet werden muss. An beiden Grundschulen wird jeweils eine neue OGS-Gruppe eingerichtet, so dass die Grundschule In der Senne im kommenden Schuljahr vier und die Grundschule Auf der Insel fünf OGS-Gruppen haben wird.

 

Das Freibad soll zwar geschlossen bleiben, verursacht aber dennoch einen geplanten Aufwand von fast 60.000 Euro. Darin sind 12.000 Euro für die Einrichtung eines Buspendelverkehrs und 5.000 Euro für ein Gutachten zur Freibadsanierung enthalten.

 

Das beschlossene Haushaltssicherungskonzept ist nun der Kommunalaufsicht zur Genehmigung vorzulegen. Erst nach der Genehmigung darf die Haushaltssatzung öffentlich bekannt gemacht werden.

 

Der Haushaltsplan wird unter http://www.augustdorf.de/aug-buergerservice3cbr-3erat---verwaltung/haushalt-der-gemeinde/haushalt-der-gemeinde-augustdorf-.html veröffentlicht.

 

Die Haushaltsreden der Vorsitzenden der vier Augustdorfer Ratsfraktionen finden Sie unter https://sessionnet.krz.de/augustdorf/bi/to0040.asp?__ksinr=1827.



  • Druckversion dieser Seite
.