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Freibad muss 2014 geschlossen bleiben

02.04.2014

 

Freibad-klVerwaltung soll Bustransport zum Freibad Fischerteich organisieren sowie weitere Handlungsmöglichkeiten erarbeiten/

Kein Ratsbürgerentscheid am Tag der Kommunalwahl

Der Rat der Gemeinde Augustdorf hat in seiner Sitzung am 27.03.2014 einstimmig beschlossen, den Betrieb des Freibades in diesem Jahr auszusetzen. Die Verwaltung wird gebeten, alle Möglichkeiten einer Reparatur oder Sanierung des Freibades sowie sonstige Alternativen zu ermitteln und dem Rat vorzustellen. Für die Beauftragung eines Fachplaners wurden im Haushalt 5.000 Euro bereit gestellt.

 

Gegen die Stimmen der FDP beschlossen CDU, SPD und FWG weiterhin, die Verwaltung zu beauftragen, in der Badesaison einen Pendelverkehr mit einem Busunternehmen für Fahrten von Augustdorf zum Freibad Fischerteich und zurück zu organisieren. Dafür stellte der Rat 12.000 Euro bereit. Redner der Fraktionen erklärten dazu, dass nicht zwingend ein Buspendelverkehr neu eingerichtet werden muss, wenn die bestehende Linie 390 auch genutzt werden kann. Die Gemeindeverwaltung prüft verschiedene Varianten für den Transport.

 

Von CDU, SPD und FDP abgelehnt wurde der Antrag der FWG-Fraktion, am Tag der Kommunal- und Europawahl (25.05.2014) einen Ratsbürgerentscheid zum Freibad durchzuführen. Mit einem Ratsbürgerentscheid verlagert der Gemeinderat die Entscheidung über eine Angelegenheit auf die wahlberechtigten Bürger. Die FWG schlug vor, dass die Bürgerinnen und Bürger darüber entscheiden sollen, ob in Augustdorf ein Freibad betrieben wird und wie das zu finanzieren ist.

 

Sprecher von CDU, SPD und FDP erklärten, dass zuerst die verschiedenen Varianten mit Kostenschätzungen und Finanzierungsvorschlägen auf den Tisch müssten. Nur auf dieser Grundlage könne man den Bürgerinnen und Bürgern etwas zur Abstimmung vorlegen. Die drei Fraktionen - und damit die Ratsmehrheit – beschlossen daher: „Erst nach Ermittlung der Möglichkeiten einer Reparatur, Sanierung oder sonstiger Alternativen soll über weitere Maßnahmen hinsichtlich des Freibades entschieden werden“.

 

Wenn verschiedene Varianten einer Reparatur oder Sanierung am jetzigen Standort sowie sonstige Alternativen erarbeitet worden sind und der Rat dann einen Ratsbürgerentscheid durchführen möchte, muss er eine Variante bzw. Alternative auswählen, die er den Bürgern zur Abstimmung vorlegt, erläuterte Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf. Die Frage eines Ratsbürgerentscheides muss mit Ja oder Nein beantwortet werden können. Die Gemeindeordnung NRW sehe nicht vor, dass verschiedene Varianten bzw. Alternativen zur Auswahl gestellt werden. Außerdem wies er darauf hin, dass die Satzung der Gemeinde über die Durchführung von Bürgerentscheiden regele, dass die Gemeinde für einen Bürgerentscheid in sieben Wahlbezirke aufzuteilen ist. Bei der Kommunalwahl am 25.05.2014 wurden hingegen 13 Wahlbezirke festgelegt.

 

Das Freibad muss im Jahr 2014 geschlossen bleiben, weil die Hauptwasserleitung an mehreren Stellen defekt ist. Ohne eine Reparatur wäre zu befürchten, dass eine komplette Beckenfüllung oder noch mehr gechlortes Wasser in den Untergrund versickern würde. Das könne zu Unterspülungen im Untergrund und zu Einbrüchen an der Bodenoberfläche führen, was gerade bei den Plattenwegen am Beckenrand eine Verletzungsgefahr für die Besucher bedeute. Zudem sei nicht vorhersehbar, wohin das Wasser fließe und ob es vielleicht benachbarte Gebäude beschädige.

 

Eine Reparatur hätte nicht zeitgerecht vor Saisonbeginn durchgeführt werden können. Die Kosten für die Sofort- und in den nächsten Jahren erforderlichen Reparaturmaßnahmen wurden von Fachleuten auf 320.000 Euro geschätzt. Mit diesem Geld hätten nur die dringendsten Mängel beseitigt werden können. Damit das Freibad langfristig Bestand haben kann, ist ein wesentlich höherer finanzieller Aufwand erforderlich.



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