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Mehr Aufwand für weniger Jugendliche

23.05.2013

 

Rathaus BürgerzentrumDie Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) hat die Gemeinde Augustdorf kürzlich darauf aufmerksam gemacht, dass sie überdurchschnittlich viel Geld für die offene Kinder- und Jugendarbeit ausgibt. Angesichts der andauernden Finanznot hat die GPA angeregt, über eine Verminderung des Aufwandes nachzudenken. Möglichkeiten dazu bestehen im kommenden Jahr, wenn der neue Kinder- und Jugendförderplan des Kreises Lippe in Kraft tritt.

 

Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf hat sich dazu die Zahlen näher angeschaut: „Das ist eine wichtige, aber nicht die einzige Grundlage für die Entscheidungen, die die Politik demnächst zu treffen hat.“ In einem Bericht werden nicht nur Daten und Fakten zu der offenen Kinder- und Jugendarbeit, sondern zu dem gesamten Themenfeld der Jugendhilfe zusammen gestellt.

 

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Aufwand der Gemeinde für die Kindertageseinrichtungen: Denn der Rat hat bereits 2010 einstimmig in das Haushaltssicherungssicherungskonzept aufgenommen, dass die Zuschüsse zu den Kitas nach Möglichkeit reduziert werden sollen.

 

Einige wichtige Ergebnisse:

  • Die Zahl der unter 6 Jahre (U6) alten Kinder hat seit ihrem Maximum im Jahr 1993 bis 2011 um 361 (34,2 %) abgenommen.
  • Die Zahl der Jugendeinwohner (6 bis unter 18 Jahre) ist zwischen 2002 (Maximum) und 2011 um 561 Personen (26,5%) gesunken.
  • Zukünftig soll die Zahl der U6-Kinder zunächst leicht, dann stärker zurück gehen (minus 3,4 % in den nächsten 10 Jahren, minus 10 % bis 2030).
  • Die Zahl der Jugendeinwohner soll weiterhin deutlich rückläufig sein. Der prognostizierte Rückgang zwischen 2012 und 2019 beläuft sich auf 16,5 %.
  • Die Aufwendungen, die die Gemeinde im Rahmen der Finanzierung der Jugendhilfe an Dritte leistet (Transferleistungen), steigen stetig. Im Jahr 2012 waren die Aufwendungen um 792.371,37 € höher als 2001. Das entspricht einer Verdoppelung der Aufwendungen. Der gewaltige Anstieg der Aufwendungen im Bereich der Jugendhilfe trägt also erheblich zur Haushaltsnot der Gemeinde bei.
  • Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der unter 18jährigen um fast 800  Personen. Das ist ein Minus von ca. 26 %.
  • Die Transferleistungen je Einwohner unter 18 Jahren haben sich zwischen 2001 und 2012 nahezu verdoppelt.
  • Die Kindertageseinrichtungen wurden zwischen 2001 und 2012 mit ca. 101.000 bis 270.000 € pro Jahr direkt bezuschusst. Weitere indirekte Zuschüsse werden aus der Jugendamtsumlage entrichtet, die die Gemeinde an den Kreis abführt.

 

  • Mit den Kinderbildungsgesetz aus dem Jahr 2007 wurden die Gemeinde finanziell erheblich entlastet. Seit einigen Jahren steigt der Aufwand jedoch wieder deutlich an.
  • Der Zuschuss der Gemeinde pro Kita-Kind unterliegt erheblichen Schwankungen. Seit 2010 steigt er an. Im Jahr 2012 belief er sich auf 731 € je Kind.
  • In der offenen Kinder- und Jugendarbeit sank das negative Jahresergebnis (Fehlbetrag) von 2008 auf 2009 von rd. 105.000 € um 36.000 € auf 68.500 €. Seitdem steigt der jährliche Fehlbetrag wieder an. Im Jahr 2012 erreichte er fast 93.000 €.
  • Das HOT Funkenflug wird von der Gemeinde bezuschusst. Von 2008 (68.000 €) auf 2009 (39.000 €) konnte der Zuschuss erheblich reduziert werden. Seitdem steigt er wieder stetig an. Im Jahr 2012 belief er sich auf mehr als 45.000 €.
  • Die Straßensozialarbeit der Gemeinde verursachte in den letzten Jahren einen jährlichen Fehlbetrag von ca. 20.800 € bis 38.500 €.
  • Von dem gesamten Fehlbetrag des Produkts „Offene Jugendarbeit und Straßensozialarbeit“ entfallen seit 2008 25 % bis 46 % auf die eigene Arbeit und entsprechend 54 % bis 75 % auf die Unterstützung des HOT Funkenflug.
  • Von 2008 auf 2009 wurde der Aufwand je Jugendeinwohner von 57 € auf 39 € gesenkt. Seitdem steigt das negative Ergebnis je Einwohner von Jahr zu Jahr an. Im Jahr 2012 lag das Ergebnis je Jugendeinwohner bei 60 €. Das ist mehr, als in 2008 (57 €) und davor für jeden Einwohner von 6 bis unter 18 Jahren verausgabt wurde.

 

  • Bei Beibehaltung der aktuellen Strukturen und weiter sinkenden Zahlen von Jugendeinwohnern wird sich das Ergebnis je Jugendeinwohner erheblich verschlechtern. Wenn im Jahr 2019 die Zahl der Jugendeinwohner auf ca. 1.300 sinkt und das negative Jahresergebnis bis dahin lediglich auf 130.000 € anwächst, dann beträgt der Zuschuss pro Jugendeinwohner 100 €.

Der Bericht liegt mit Anlagen dieser Mitteilung bei.

 

Anlage 1

Anlage 2

Anlage 3



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