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Ostergruß des Bürgermeisters

 

Bürgermeister Dr. Andreas J. WulfSehr geehrte Damen und Herren,

liebe Augustdorferinnen und Augustdorfer,

 

Christen begehen in den kommenden Tagen das Osterfest. Ostern ist das bedeutendste Fest der Christenheit. Es ist so wichtig, dass unser Staat die wichtigsten Festtage als Feiertage gesetzlich schützt: Den Karfreitag als stillen Tag der Trauer, Ostersonntag und Ostermontag als Tage großer Freude.

 

Nach dem christlichen Glauben verließ Jesus das irdische Dasein, um in neues Leben überzutreten. Er starb stellvertretend für alle Gläubigen und überwand den Tod. Der Tod hatte nicht das letzte Wort.

 

So soll es auch den Gläubigen ergehen: Mit dem körperlichen Tod ist nicht alles zu Ende. Dem irdischen Tod folgt neues, anderes, besseres Leben. Dieser Glaube ist für sehr viele Menschen in Augustdorf eine wichtige, wenn nicht die tragende Säule ihrer irdischen Existenz.

 

Für Christen war Jesus Mensch und Gott zugleich. In anderen Religionen wird Jesus als Mensch verehrt. Für Moslems zählt Jesus – neben Noah, Abraham, Moses und Mohammed - zu den größten Propheten. Er war ein Gesandter Gottes. Für Buddhisten war Jesus ein Erleuchteter, ein vollkommen Erlöster, ein Mensch mit Buddhanatur. Er wird als geistiger Lehrer angesehen und für seine Barmherzigkeit, Feindesliebe, die Hingabe an andere Menschen und die Vergebung geschätzt. Hindus erkennen die Göttlichkeit Jesu und die Inkarnation, die Fleischwerdung des Gottes an.


Und so sind die Berichte über Ostern auch für Menschen, die die für Christen wesentliche Botschaft der Ereignisse nicht teilen, sehr bedeutsam. Denken Sie nur an die Geschehnisse am Gründonnerstag: In Jerusalem wusch man sich vor ca. 2.000 Jahren vor der Einnahme der Mahlzeit die Füße. Das war oft eine Tätigkeit von Dienern. Beim letzten Abendmahl war kein Diener anwesend. Es lag nahe, dass einer der Jünger den anderen die Füße wäscht. Diese wollten sich aber nicht auf die Ebene von Dienern begeben. Wer tat es? Jesus, den die Jünger als ihren Herren verehrten. Er erniedrigte sich – scheinbar. Denn durch diese Erniedrigung zeigte er Größe. Der Mensch Jesus gab dadurch den anderen ein Vorbild.

 

Oder denken Sie an die vielen Verfehlungen, die Schwächen von Menschen: Der Jünger Simon Petrus, der eine herausgehobene Stellung einnimmt, sichert Jesus zu, ihn nie zu verlassen - und verleugnet ihn kurz darauf mehrfach. Ein anderer Anhänger Jesu, Judas Iskariot, verrät ihn an die Römer. Dann der Volksentscheid: Der römische Statthalter Pontius Pilatus wollte Jesus nicht zum Tode verurteilen – das anwesende, befragte Volk aber doch. Und Jesus? Forderte keine Rache, sondern betete auf Golgatha: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

 

Wir können alle viel lernen von Ostern. Wir können vor allem erfahren, was Menschlichkeit bedeutet, und wie wir mit Verfehlungen von Menschen umgehen sollten.

 

In Augustdorf laden alle Kirchen und christlichen Glaubensgemeinschaften zu besonderen Gottesdiensten ein. Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr veranstaltet in der Osternacht, am Samstag ab 18.00 Uhr ein großes Osterfeuer auf dem Schlingsbruch an der Haustenbecker  Straße. Dabei findet erstmalig ein Fackelumzug statt.

 

Allen, die als Christen die folgenden Tagen begehen, wünsche ich ein frohes Oster­fest und rufe Ihnen am Ostersonntag zu: "Der Herr ist wahrhaftig auferstanden".

 

Denjenigen, die das kommende lange Wochenende nicht auf der Grundlage des christli­chen Glaubens begehen, wünsche ich eine nicht weniger schöne, Kraft und Freude spendende Zeit.

 

Herzlichst Ihr

Andreas J. Wulf



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