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ISEK

 

Schadensmeldung

Vergabe

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J a h r e s r ü c k b l i c k 2013

Sehr geehrte Damen und Herren, Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf

liebe Augustdorferinnen und Augustdorfer,

 

das Jahr 2013 brachte eine Reihe von bedeutenden Entwicklungen mit sich. Auf einige wichtige möchte ich kurz zurückblicken.

 

Vorab ist es mir ein großes Anliegen, allen zu danken, die sich in diesem Jahr um das Wohl anderer Menschen und um unsere örtliche Gemeinschaft verdient gemacht haben, sei es in Vereinen, Verbänden, Parteien, in der Freiwilligen Feuerwehr, als Beetpaten, bei der Aktion 'Sauberes Augustdorf' oder an anderer Stelle. Dieser Dank ergeht auch im Namen des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung. Nur gemeinsam können wir unser Augustdorf lebenswert erhalten und voranbringen.

 

Was hat sich im Jahr 2013 getan? Wie setzen sich die Entwicklungen im nächsten Jahr fort?

 

Schulen

 

Die Entwicklung unserer Schulen war der Schwerpunkt des Jahres. An beiden Grundschulen wurden die Offenen Ganztagsschulen ausgebaut. Die Turnhalle der Grundschule In der Senne wurde nach einem Wasserschaden saniert. Aufgrund von  Hinweisen aus der Bürgerschaft wurden an dieser Schule auch die Toiletten renoviert.

 

Im März verabschiedete der Gemeinderat einstimmig den Schulentwicklungsplan für Augustdorf. Bereits im letzten Jahr musste die auslaufende Auflösung der Erich Kästner-Schule beschlossen werden, weil zu wenig Schülerinnen und Schüler angemeldet wurden. Der Schulentwicklungsplan sieht vor, dass die beiden Grundschulen und die Realschule weitergeführt werden.

 

Von der Auflösung der Realschule und der Gründung einer Sekundarschule wurde abgesehen. Für eine Sekundarschule reichen nach Auffassung der Schulentwicklungsplanerin Ulrike Lexis die Schülerzahlen nicht aus.

 

Nach der Verabschiedung des Schulentwicklungsplans hat die Gemeindeverwaltung ein Konzept für die Nutzung der Schulgebäude entwickelt. Auch dieses wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. Dem Konzept nach bleiben die Grundschulen in ihren jetzigen Gebäuden. Die Realschule soll weiterhin das Gebäude an der Akazienstraße nutzen und weitere Gebäudeteile der Erich Kästner-Schule übernehmen. Der östliche Teil des Gebäudes der Hauptschule wird zukünftig nicht mehr für schulische Zwecke benötigt. Hier könnte ein Jugend- und Kulturzentrum entstehen.

 

Jugendarbeit, Alte Dorfschule und Rühlmannstätte

 

In der Alten Schule befindet sich derzeit der Jugendtreff HoT 'Funkenflug'. Eigentümer des Gebäudes ist die Gemeinde Augustdorf, Träger des HoT die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde. Diese hat im Dezember beschlossen, den Jugendtreff nur noch bis zum 30.06.2014 zu betreiben.

 

Das Jugendamt des Kreises Lippe, das für die Offene Kinder- und Jugendarbeit in Augustdorf zuständig ist, sucht nun einen neuen Träger für einen Jugendtreff. Die Gemeinde Augustdorf ist derzeit Träger der aufsuchenden Jugendarbeit (Streetwork). Sie muss im nächsten Jahr entscheiden, ob sie diese Aufgabe fortführen, zusätzlich einen Jugendtreff betreiben oder aber die aufsuchende Jugendarbeit einstellen will, um es so einem neuen Träger zu ermöglichen, die einrichtungsgebundene und die aufsuchende Jugendarbeit aus einer Hand anzubieten.

 

Schon das einstimmig verabschiedete Haushaltssicherungskonzept 2010 enthielt die Überlegung, den Jugendtreff zu verlagern. Das Gebäude- und Raumnutzungskonzept (s. o.) zeigt auf, dass in der Hauptschule Räumlichkeiten dafür vorhanden wären. Das Kleine Schulzentrum und sein Umfeld sind wichtige Treffpunkte von jungen Menschen. Mit einem Umzug würde die Jugendarbeit dahin gehen, wo die Jugendlichen sind.

 

Dann wäre über eine neue Nutzung der Alten Schule zu entscheiden. Aufgrund der Lage am Europaradweg R1 und am Senneradweg drängt es sich geradezu auf, an dieser Stelle unsere Gemeinde zu präsentieren.

 

Die Verwaltung hat den Auftrag, für die Alte Schule ein Konzept zu erarbeiten. Hierzu werden Gespräche u.a. mit dem Heimatverein Augustdorf geführt. Dieser hatte lange Zeit vor, auf der Rühlmannstätte ein Begegnungszentrum mit Orts- und Sennemuseum zu errichten. Dazu hätten die beiden Gebäude auf der Rühlmannstätte für fast 500.000 Euro instand gesetzt werden müssen. Das Geld  sollte zu einem großen Teil vom Land NRW kommen. Leider hat das Land die Denkmalfördermittel massiv gekürzt, so dass die Rühlmannstätte nicht bedacht werden kann. Dadurch ist der Finanzierungsplan nicht mehr umsetzbar.

 

Für die Rühlmannstätte war vorgesehen, dass dort neben dem Heimatverein Augustdorf auch die Initiative zum Wiederaufbau von Schloß Lopshorn und der Naturpark Teutoburger Wald Präsentationsmöglichkeiten bekommen. Dieses Konzept fand bei einer Stiftung, deren Unterstützung sehr hilfreich wäre, großen Zuspruch. Es liegt daher nahe, nun zu untersuchen, welche Teile des Konzepts für die Rühlmannstätte in der Alten Schule verwirklicht werden können.

 

 

Wohnen, Verkehr, Versorgung

 

In diesem Jahr wurde das neue Baugebiet zwischen Pastorenweg, Lopshorner Weg und Pivitsheider Straße erschlossen. Die Beethoven- und die Händelstraße wurden als Baustraßen fertiggestellt. Die ersten drei Häuser wurden bereits gebaut, weitere Grundstücke verkauft.

 

Die schnelle Veräußerung und Bebauung der 30 Grundstücke im neuen Baugebiet am Kampweg, Bauerkamp und Tharkamper Weg sowie der Baugrundstücke an Paulinenstraße und Viktoriastraße haben gezeigt, dass in Augustdorf ein großer Bedarf nach Wohnbauland besteht.

 

Ausgebaut wurde außerdem der Haydnweg, der sich zuvor in einem sehr schlechten Zustand befand.

 

Im Sommer eröffnete am Kirchweg ein neuer Verbrauchermarkt. Dieser hat eine Nahversorgerfunktion für die benachbarten Siedlungen.

 

Die Hauptwasserleitung an der Waldstraße, die im April 2011nahe dem Mergelweg  zwei Lecks aufwies, wurde zwischen Mergelweg und Ringerweg neu verlegt. Durch diese und weitere Maßnahmen soll zukünftig gewährleistet werden, dass bei Problemen im Leitungsnetz allenfalls in kleinen Teilen des Dorfes die Wasserversorgung unterbrochen werden muss. Einen kompletten Ausfall der Versorgung wie im April 2011 soll es nicht mehr geben.

 

Breitbandausbau

 

Unsere Unternehmen sind auf schnelle Internetverbindungen angewiesen. Insbesondere im Industrie- und Gewerbegebiet sowie im Heidehaus besteht eine erhebliche Unterversorgung. Telekommunikationsanbieter waren bislang nicht bereit, diese Mängel auf eigene Kosten zu beseitigen. Deshalb wurde die Gemeinde aktiv und beauftragte ein Unternehmen, für schnelle Internetverbindungen zu sorgen. Der Rat hat dafür 53.000 Euro bereitgestellt. Weitere ca. 160.000 Euro kommen von Bund und Land dazu. Das schnelle Internet soll im Jahr 2014 verfügbar sein.

 

Freibad

 

Das Augustdorfer Freibad hatte im Jahr 2013 wieder eine gute Saison. Während in den Jahren 2011 und  2012 nur jeweils rd. 7.000 bzw. 7.800 Besucher den Weg ins Freibad fanden, waren es im Jahr 2013 fast 14.400 Gäste. Das ist ein Wert, wie er vor dem Jahr 2011 die Regel war. Leider musste das Freibad Ende August vorzeitig geschlossen werden, weil ein Wasserrohr gebrochen war. Dieser Schaden konnte behoben werden.

 

Nach Saisonende wurden jedoch weitere erhebliche Wasserverluste aus dem Becken festgestellt. Eine Untersuchung der Zuleitungen ergab, dass das Stahlrohr an mehreren Stellen undicht ist. Die Gemeindeverwaltung prüft nun, wie teuer die Reparatur der ca. 100 m langen Rohrleitung sowie weiterer erforderlicher Maßnahmen wären.

 

Einwohner- und Arbeitslosenzahlen

Mitte des Jahres wurden die Ergebnisse des sogenannten Zensus 2011 vorgelegt. Diese Erhebung ergab, dass Augustdorf mehr Einwohner hat als bisher angenommen. Der Landesbetrieb Information und Technik rechnete bis dato mit 9.586 Einwohnern (Stichtag 30.06.2011). Der Zensus ergab, dass am 09.05.2011 9.649 Menschen in der Sennegemeinde lebten.

 

Erfreulich ist auch, dass die Zahl der Einwohner in der ersten Hälfte des Jahres nicht weiter gesunken, sondern um 16 Einwohner gestiegen ist.

 

Die Zahl der Arbeitslosen in Augustdorf wird sich – vorbehaltlich der noch nicht vorliegenden Daten für Dezember - voraussichtlich auf dem Niveau der Jahre 2011 und 2012, d.h. bei ca. 320 Arbeitslosen im Jahresmittel bewegen. Im Oktober 2013 wurde mit 272 Arbeitslosen der niedrigste Monatswert der letzten zehn Jahre erreicht. Auch der Novemberwert (291) ist sehr erfreulich. Er wurde seit 2004 nur im Oktober 2013 sowie von Oktober bis Dezember 2011 untertroffen.

 

Gas und Strom

 

Mitte des Jahres schloss die Gemeinde neue Konzessionsverträge über Strom und Gas ab. Neuer Konzessionär sind die Stadtwerke Lemgo GmbH. Diese übernehmen das Strom- und Gasnetz von der E.ON Westfalen Weser AG bzw. deren Rechtsnachfolger Westfalen Weser Netz AG.

 

Zudem wurde der Zweckverband Stadtwerke Lippe-Weser gegründet. Mitglieder des Zweckverbandes sind neben Augustdorf die Gemeinden Dörentrup, Kalletal und Leopoldshöhe. Der Zweckverband hat die Aufgabe, die Bevölkerung in unseren vier Gemeinden mit leitungsgebundener Energie zu versorgen. Zur Erfüllung dieser Aufgabe bedient sich der Zweckverband der Stadtwerke Lippe-Weser GmbH & Co. KG. Weiterer Partner dieses Rekommunalisierungsprojektes sind die Stadtwerke Detmold, Lemgo, Bad Salzuflen und Rinteln.

 

Zukunft der Senne

 

Nachdem Ende 2012 die Pläne für die Ausweisung eines Nationalparks im Teutoburger Wald ergebnislos eingestellt wurden, rückte in 2013 die Senne wieder verstärkt in den Fokus. Die britischen Streitkräfte haben angekündigt, sich in den nächsten fünf Jahren aus OWL zurückzuziehen. Zu der Frage, ob die Briten auch den Truppenübungsplatz Senne aufgeben werden, liegt noch keine abschließende Erklärung der britischen Regierung vor. Die Bundeswehr hat ihr Interesse an einer weiteren Nutzung der Senne angemeldet. Auch die Bundesregierung hat aber noch keine endgültige Entscheidung zur zukünftigen Nutzung der Senne getroffen.

 

In der Vergangenheit war die Nähe zum Truppenübungsplatz Senne immer ein wichtiges Argument, den Bundeswehrstandort Augustdorf zu erhalten bzw. zu stärken. Gemeinderat und Bürgermeister haben sich daher in den letzten Jahren dafür stark gemacht, der Bundeswehr die von ihr benötigten Übungsflächen in der Senne auch zukünftig zur Verfügung zu stellen. Im Jahr 2013 sprach sich der Rat dagegen aus, dass der Kreis Lippe bereits jetzt die Ausweisung von Naturschutzgebieten in der Senne angeht, obwohl die zukünftige Nutzung der Senne noch unklar ist.

 

Bis zum Abzug der Briten ist die wertvolle Sennelandschaft über Verträge geschützt, die einen gleich guten Schutz wie Schutzgebietsausweisungen gewährleisten. Im Jahr 2014 werden wir erfahren, was aus der Senne wird.

 

 

Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch und ein an Glück, Freude, Erfolg und Gesundheit reiches Jahr 2014. Nutzen Sie den Jahreswechsel, um Kraft zu sammeln, Pläne für das neue Jahr zu schmieden, den Menschen, die ihnen wichtig sind, Zeit zu schenken und den Jahreswechsel ordentlich zu feiern.

 

Herzlichst

 

Ihr

 

Dr. Andreas J. Wulf

Bürgermeister



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