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Bürgermeister appelliert an Schulministerin

24.09.2012

 

Erich-Kästner-Schule-klSchulkonsens hat Lücke

Der auf Landesebene geschlossene Schulkonsens bietet nach Auffassung von Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf keine hinreichenden Entwicklungsmöglichkeiten für Kommunen, die auf den demographischen Wandel reagieren müssen, in denen aber keine gebundenen Ganztagsschulen gewollt sind. Er hat daher erneut Schulministerin Sylvia Löhrmann angeschrieben und um Unterstützung gebeten. Darüber informierte Dr. Wulf den Gemeinderat in seiner Sitzung vom 20.09.2012.

 

Für das Schreiben gab es zwei Auslöser: Zum einen hatte die Schulministerin in diesem Monat in Düssel­dorf erklärt, sie wolle es allen Kommunen ermöglichen, ihre Schullandschaft pass­genau zu entwickeln. Zum anderen hat eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid ergeben, dass in ganz Deutschland nur 32 % der Eltern einen gebundenen Ganztag für ihre Kinder wünschen. Mehr als zwei Drittel wollen entweder Halbtagsschulen oder aber Schulen mit freiwilligen Ganztagsangeboten. Der Bürgermeister geht davon aus, dass die Ablehnung verbindlicher Ganztagsschulen und die Bevorzugung von Halbtagsschulen in Augustdorf größer ist als im Bundes­durchschnitt.

 

In seinem Schreiben hat er darauf hingewiesen, dass andere Bundesländer Hauptschu­len weiter entwickeln, ohne für die neuen Schulen einen gebundenen Ganztag vorzuschreiben. Beispielsweise habe Schleswig-Holstein die Gemeinschaftsschule eingeführt, betreibe diese aber in der Regel als Offene Ganztagsschule.

 

Der Bürgermeister wies außerdem auf die weit verbreitete Kritik an der Idee des längeren gemein­samen Lernens hin. Wie die Landesregierung mit dem neuen Schulversuch PRIMUS dokumentiere, weiß sie selbst noch nicht, wie - und damit ob - das längere gemeinsame Lernen zu besseren Leistungen führe.

 

Dr. Wulf ist der Auffassung, dass eine Verbundschule, die nach dem Schulkonsens von SPD, GRÜNEN und CDU derzeit nicht möglich ist, eine gute Lö­sung für Augustdorf gewesen wäre, die vor Ort in großem Einvernehmen hätten umgesetzt werden können.

 

Er bat die Ministerin, ihren Worten aus Düsseldorf Taten folgen zu lassen und die Option zu eröffnen, die Augustdorfer Schulen so weiter entwickeln zu können, wie das in vielen anderen Bundesländern der Fall ist: ohne gebundenen Ganztag, mit differenzierten Bildungsgängen und ohne Auflösung, sondern durch behutsame Zusammenführung bestehender Schulen.

 

Der Brief liegt als Anlage bei.



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