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Scheinkonflikt um das Thema „U3-Ausbau“

18.10.2012

 

gr-Kindergarten-ArcheBürgermeister nimmt Stellung zu Berichten in der LZ

Am 17.10.2012 berichtete die Lippische Landeszeitung über Anfragen, die Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf an die Ministerinnen Dr. Kristina Schröder (Bund) und Ute Schäfer (NRW) gerichtet hatte (siehe Mitteilungen aus Rat und Verwaltung vom 15.10.2012).

 

Auslöser für die Anfragen waren Aussagen des Kinderarztes  Dr. Rainer Böhm, der Risiken für die Gesundheit, das Wohlergehen und die emotionale Entwicklung von Kindern sieht, die zu früh in Kindertageseinrichtungen betreut werden. Nach Dr. Böhm gibt es keine wissenschaftlichen Studien, die beweisen, dass unter zweijährige Kinder von einer Krippenbetreuung profitierten.

 

Auf Grundlage dieser Stellungnahme hat Dr. Wulf an die Ministerinnen geschrieben: „Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir Ihre Einschätzung zu der Stellungnahme von Herrn Dr. Böhm mitteilen würden. Insbesondere interessiert mich, ob es Studien gibt, die zu gegenteiligen Ergebnissen kommen. Gibt es wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass unter zweijährige Kinder durch eine Krippenbetreuung nicht in ihrem Wohlbefinden und in ihrer Gesundheit beeinträchtigt werden? Gibt es Studien, die nachweisen, dass die große Mehrheit der Kleinstkinder von einer außerfamiliären Betreuung stärker profitiert als von einer Begleitung durch die eigenen Eltern und ggfs. nahestehende Verwandte?“

 

Dazu Augustdorfs Bürgermeister: „Die von der LZ gewählte provokante Überschrift „Bürgermeister sieht Kindeswohl gefährdet“ war irreführend. Sie verfehlt das Anliegen meines Schreibens. Die Überschrift legt nahe, dass ein abschließendes Urteil gefällt wurde. Meine Briefe dienen hingegen gerade dazu, gegenteilige Informationen zu bekommen und damit die Grundlage für ein ausgewogenen Urteil zu schaffen.“

 

Auch die Überschrift in der LZ vom 18.10.2012 „Kindergärten wehren sich“ mache nur Sinn, wenn man sie auf die gestrige, irreführende Überschrift bezieht. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Kindergärten dagegen wehren, dass sich der Bürgermeister für das Wohl der Kinder interessiert und dass er Fragen stellt, um umfassende Informationen zu erlangen,“ sagt Dr. Wulf: „Dass sich die Kindergärten nun „wehren“, kann nur der unzutreffenden Überschrift in der gestrigen LZ verdankt sein.“

 

Der Bürgermeister weist darauf hin, dass die Bedenken von Herrn Dr. Böhm nicht erst durch ihn in die Welt gelangt seien. Die Lippische Landeszeitung hat erst kürzlich auf ihrer ersten Seite darüber berichtet. Dr. Wulf: „Viele Eltern beschäftigen sich bereits mit den Bedenken des Mediziners. Man darf die Kritik daher nicht ignorieren, sondern muss sich mit ihr auseinandersetzen, damit die Eltern die beste Entscheidung für ihre Kinder und ihre Familien treffen können.“

 

Augustdorfs Bürgermeister hat nun unmittelbar den Kontakt zu den Kindergärten hergestellt und diese um Rückmeldung auf Grundlage seiner tatsächlich gemachten Aussagen gebeten. Er bittet außerdem Eltern, die sich mit dem Thema beschäftigen, sich bei ihm zu melden.



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