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Biosphärenreservat statt Nationalpark

15.10.2012

 

senneBürgermeister nimmt Stellung zum Vorschlag des Gemeindewaldbesitzerverbandes

Der Gemeindewaldbesitzerverband NRW hat Umweltminister Johannes Remmel vorge­schlagen, statt eines weitgehend ungenutzten und ungepflegten National­parks einen Nationalpark neuen Typs modellhaft zu erproben. Dieser soll auf dem größten Teil seiner Fläche weiterhin naturnah bewirtschaftet wer­den.

 

Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf hat den Vorschlag analysiert. Er kommt zu dem Ergebnis, dass der Gemeindewaldbesitzerverband inhaltlich vorschlägt, ein Biosphärenreservat einzurichten oder den Naturpark weiter zu entwickeln. Denn im Kern soll das Schutzgebiet vorrangig der nachhaltigen Nutzung und Pflege der Kulturlandschaft und nicht der Entwicklung einer großflächigen Wildnis, wie im Nationalpark, dienen.

 

Augustdorfs Bürgermeister geht davon aus, dass der Vorschlag des Gemeindewaldbesitzerverbandes den Interessen und Bedürfnissen der einheimischen Bevölkerung wesentlich stärker entspricht als ein Nationalpark. Allerdings hält er es nicht für zweckmäßig, ein Schutzgebiet, das inhaltlich einem Biosphärenreservat oder einem Naturpark entspricht, als Nationalpark neuen Typs zu bezeichnen: "Man braucht keine drei unterschiedlich benannten Schutzgebietskategorien mit weitgehend gleichen Inhalten."

 

Dr. Wulf macht darauf aufmerksam, dass der Vorschlag des Gemeindewaldbesitzerverbandes erhebliche Übereinstimmung mit der "Studie zur Ausweisung eines Biosphärenreservates Senne - Teutoburger Wald - Eggegebirge" des Zweckverbandes Naturpark Teutoburger Wald (Oktober 2005) aufweist.

 

Auch der Gutachter des Kreises Lippe und des Landesverbandes Lippe, die Roland Berger Strategy Consultants, haben hinsichtlich der touristischen Konzeption dafür plädiert, die Inhalte eines Biosphärenreservates umzusetzen: „Das Thema 'Mensch & Natur' ist das Thema eines Biosphärenreservates, nicht das eines Nationalparks.“

 

Ferner habe auch der ehemalige Vorsitzende von EUROPARC Deutschland e.V. und ehemalige Umweltminister des Landes Brandenburg, Dr. Eberhard Henne, dafür plädiert, die Senne nicht zu einem Nationalpark, sondern die Einrichtung eines Biosphärenreservates zu prüfen. Und auch das Bundesamt für Naturschutz habe im Jahr 2008 das Biosphärenreservat als eine Option für Senne und Teutoburger Wald bezeichnet.

 

Der Bürgermeister erinnert daran, dass die OWL-SPD im November 2010 dafür plädiert hat, den Teutoburger Wald und das Eggegebirge nicht zum Nationalpark zu machen, sondern die Forstwirtschaft weiter zu betreiben und ein Biosphärenreservat einzurichten

 

Bürgermeister Dr. Wulf: „Ich habe viel Sympathie für die Weiterentwicklung des Naturparks. Auch ein Biosphärenreservat, welches die relativ intensiv genutzten landwirtschaftlichen Bereiche ausspart, könnte erheblich mehr Zustimmung aus der Region bekommen als ein Nationalpark.“

Augustdorfs Bürgermeister weiter: "Wenn nicht eine Vertreterin des Kreises Lippe bereits in der Presse angekündigt hätte, dass der sogenannte ‚Schlichter’, Herr Staatssekretär a.D. Günter Kozlowski die vom Kreis Lippe be­reits vorgestellte neue Kulisse als Schlichterspruch präsentieren wird, hätte ich mir vorstellen können, dass er der Region rät, die Weiterentwicklung des Naturparks oder die Gründung eines Biosphärenreservates zu prüfen."

 

Dr. Wulf weist darauf hin, dass Land und Landesverband Lippe nach einer aktuellen Auskunft der Landesregierung (Landtags-Drucksache 16/1088) immer noch über die nördliche Fläche des Landesverbandes zwischen Augustdorf, Hiddesen und Pivitsheider verhandeln. Auch diese Fläche sei somit noch nicht endgültig aus der Nationalparkkulisse ausgeschieden.

 

Das Schreiben an den Gemeindewaldbesitzerverband liegt als Anlage bei.



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