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Senne bleibt Truppenübungsplatz

 12.07.2012

  

Dr. Wulf bei der BundeswehrAugustdorf bleibt weiterhin einer der größten Bundeswehrstandorte Deutschlands. Der geplante Truppenabbau beginnt nicht vor 2015. Die Bundeswehr benötigt auch zukünftig das gesamte Kasernengelände, den Standortübungsplatz Stapel und den Truppenübungsplatz Senne. Das teilte Bundesverteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf in einem Gespräch am 11.07.2012 mit. Die Zusammenkunft fand auf Einladung von Brigadegeneral Harald Gante, Kommandeur der Panzerbrigade 21 'Lipperland', statt.

 

Die Senne soll weiterhin von der Bundeswehr genutzt werden, auch wenn die britischen Streitkräfte den Übungsplatz aufgeben würden. Ein Nationalpark sei nur möglich, wenn er die erforderliche militärische Nutzung nicht beschränke. Die militärische Nutzung müsse immer Vorrang haben, sagte Minister Dr. de Maizière. Das sei so vom Land NRW zugesichert worden.

 

Bürgermeister Dr. Wulf begrüßte diese Entscheidung als klares Bekenntnis zum Bundeswehrstandort Augustdorf. Für die Erhaltung der wertvollen Kulturlandschaft der Senne sei die weitere militärische Nutzung der beste Weg. Denn die Auswirkungen der militärischen Nutzungen ähneln denen der früheren Heidebauernwirtschaft. Ohne das Militär gäbe es die Senne in der heutigen Form nicht mehr.

 

Für Augustdorfs Bürgermeister ist damit ein Nationalpark Senne vom Tisch. Die Senne könne als historische Kulturlandschaft die fachlichen Anforderungen an einen Nationalpark nicht erfüllen. Denn Nationalparke schützen vom Menschen unberührte Natur. Die Senne verdanke ihren hohen naturschutzfachlichen Wert jedoch der fortdauernden militärischen Nutzung. Im vom Militär gepflegten Offenland lebt der weit überwiegende Teil der seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Überließe man die Heide- und Graslandschaft sich selbst, wie in einem Nationalpark gefordert, dann würde die Senne verbuschen und mit Wald zuwachsen. Viele gefährdete Arten würden ihre Lebensräume und die Bewohner der Senne ihre vertraute Heimat verlieren.

 

Völlig undenkbar ist es, dass ein Nationalpark mit einer dauerhaften militärischen Nutzung eingerichtet wird. Darüber ist sich die Fachwelt einig. Sovertraten z.B. der Dachverband der deutschen Nationalparke, EUROPARC Deutschland e. V., und das Bundesamt für Naturschutz die Auffassung, dass ein Nationalpark erst nach einer Beendigung der Nutzung als Trup­penübungsplatz eingerichtet werden könnte. Dieses Ende wird es aus heu­tiger Sicht nicht geben.

 

Dr. Wulf bat den Minister auch um Informationen über die Zahl der Soldaten und der Familien, die Augustdorf nach 2015 verlassen werden. Der Verteidigungsminister legte jedoch nachvollziehbar dar, dass dazu zur Zeit noch keine Aussagen getroffen werden können. Man werde versuchen, Soldaten, deren Dienstposten in Augustdorf wegfallen und die hier bleiben möchten, andere Verwendungen am Standort anzubieten.


 

Minister de Maizière betonte, dass die Bundeswehr in der Region sehr willkommen ist. Das sei nicht überall so. Außerdem käme ein sehr hoher Anteil der Soldaten aus der Region. Es gäbe andere Standorte in Deutschland, in denen nur eine Minderheit der Soldaten auch in der Region wohne.



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