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Keine Zugeständnisse in Sachen Schulentwicklung

27.12.2012

 

Erich-Kästner-Schule-klAls enttäuschend bezeichnet Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf die Antwort von Schulministerin Sylvia Löhrmann auf sein Schreiben vom 11.09.2012 an die Gemeinde „St. Augustdorf“. Nachdem die Ministerin im September in Düsseldorf gesagt hatte, jede Kommune solle ihre Schulland­schaft passgenau nach ihren Bedürfnissen entwickeln können, hatte Dr. Wulf ausführlich die Situation in Augustdorf dargestellt. Er hatte darum gebeten, die Möglichkeit einzuräumen, die Haupt- und die Realschule behutsam zusammen führen und dabei differenzierte Bildungsgänge und freiwillige Ganztagsangebote zu erhalten. Denn die große Mehrheit der Eltern wünsche keine Ganztagspflicht, wie sie mit einer Sekundarschule verbunden ist.

 

„Mit ihrer Antwort entspricht die Ministerin ihren schönen Worten nicht“, stellt Dr. Wulf fest. Sie behaupte schlicht, mit der Sekundarschule sei es möglich, ein für Augustdorf passendes Schulangebot zu entwickeln. Sie ignoriere, dass in vielen Kommunen Sekundarschulen nicht gegründet wurden (z. B. in Arnsberg, Meschede, Lichtenau, Oldendorf, Reelen, Wülfrath, Beelen, Wülfrath, Kerken-Issum, Rösrath, Altenbeken, Castrop-Rauxel/Bürgerentscheid), vielfach weil die Eltern sie nicht wollten. „Das ist aus meiner Sicht ein klarer Hinweis darauf, dass die Sekundarschule eben nicht für jede Kommune passt und dass beim Schulkonsens Nachbesserungsbedarf besteht“, betont Augustdorfs Bürgermeister.

 

Er kritisiert, dass Frau Löhrmann bei ihren Ausführungen auf die meisten seiner Argumente nicht eingeht. Und dass Augustdorf keine Perspektive für eine Sekundarschule ohne gebundenen Ganztag eröffnet wird, während die Ministerin eine solche in Nottuln genehmigt hat.

Rückmeldungen liegen auch von den Landtags-Fraktionen von FDP, CDU und SPD vor. Die FDP-Fraktion meldete sich telefonisch. Sie wies auf ihren Antrag vom 30.10.2012 (Landtags-Drucksache 16/1269) hin, nach dem die Ganztagsangebote an weiterführenden Schulformen flexibilisiert werden sollen. Es soll möglich sein, an einzelnen Schulen parallel Ganztags- und Halbtagszüge anzubieten.

 

Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Josef Lau­mann, schrieb, dass er die  Argumentation von Dr. Wulf „sehr überzeugend“ findet. Die CDU-Landtags­fraktion setze sich „für mehr Flexibilität in der Gestaltung und Organisation der Sekundar­schulen“ ein. Die Fraktion wolle, dass es auch in Realschulen und Gymnasien möglich wird, Halb- und Ganztagszüge nebeneinander laufen zu lassen, weil dies vielen Eltern entgegen käme.

 

Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Norbert Römer antwortete allgemein. Seine Aussagen können nach dem Verständnis von Augustdorfs Bürgermeister in verschiedene Richtungen ausgelegt werden. Im Ergebnis sei jedoch festzuhalten, dass die SPD-Fraktion die Bedenken und Anregungen von Dr. Wulf nicht aufgreift.

 

Das Schreiben des Bürgermeisters und die Antworten finden Sie unter www.augustdorf.de. Dort klicken Sie in der rechten Spalte auf das Bild mit der Bezeichnung Schulentwicklungsplanung.



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