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Jahresrückblick 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Augustdorferinnen und Augustdorfer,

 

das Jahr 2012 geht zu Ende. Ich danke allen unseren Einwohnerinnen und Einwohnern, die sich im vergangenen Jahr in Kirchen und Glaubensgemeinschaften, Vereinen, Verbänden, Parteien und sonstigen Zusammenschlüssen oder aber auch als Einzelpersonen für das Wohl anderer Menschen und für unsere örtliche Gemeinschaft eingesetzt haben, von ganzem Herzen.

 

Zugleich wünsche ich Ihnen ein gutes, glückliches, erfolgreiches Jahr 2013. Bleiben oder werden Sie wieder gesund. Möge Gott Ihnen Kraft und Hoffnung schenken. Und möge es Ihnen gelingen, das an andere weiterzugeben.

 

Es gab im Jahr 2012 viele Veränderungen, die hier nur unvollständig wiedergegeben werden können.

 

Neue Wohnbebauung

Für jeden deutlich sichtbar ist, dass in Augustdorf nach wie vor reichlich neue Häuser entstehen – obwohl wir seit 1999 ca. 650 Einwohner verloren haben. Schwerpunkte waren das neue Baugebiet zwischen Kampweg und Tharkamper Weg sowie die Freifläche in der Paulinen- und der Viktoriastraße. Hier schaffen sich vor allem junge Paare und Familien ein Eigenheim.

 

Das Gebiet des B-Planes Nr. 1 zwischen Lopshorner Weg, Pivitsheider Straße und Pastorenweg wird gerade erschlossen. Hier werden 48 weitere Bauplätze entstehen. Niemand soll Augustdorf verlassen müssen, weil er in Augustdorf keinen Platz für sein Haus oder eine Wohnung findet.

 

Auch hinsichtlich der gewünschten Bebauung des Gebietes zwischen Nelkenstraße, Hyazinthenstraße und Kirchweg wurde der erste Schritt getan. Am Kirchweg können nach einer Änderung des Bebauungsplanes Wohngebäude und ein Verbrauchermarkt entstehen.

 

Neues Angebot im Einzelhandel

Ob ein weiterer Verbrauchermarkt am Kirchweg notwendig ist, wurde in der Bevölkerung viel diskutiert. Nach meinem Eindruck gab es, als die Idee aufkam, sehr viel Zustimmung. Diese wurde im Laufe der Zeit geringer, weil befürchtet wird, dass weniger Menschen in den bestehenden Märkten einkaufen werden. Nicht wenige treibt die Sorge um, dass es zu Geschäftsaufgaben und Leerständen kommen könnte.

 

Auf der anderen Seite besteht die Chance, dass wir mit dem vergrößerten Angebot in Augustdorf auch mehr Kaufkraft in unserer Gemeinde halten, d.h. dass weniger Augustdorfer in anderen Kommunen einkaufen. Letztendlich hängt die weitere Entwicklung in Augustdorf von dem Einkaufsverhalten jedes Einzelnen ab. Jeder kann nach wie vor in dem Geschäft einkaufen, das er bevorzugt.

 

Wachsende Bevölkerung und demographischer Wandel

Dass verhältnismäßig viel gebaut wird, stimmt nicht nur uns zuversichtlich. Auch der Landesbetrieb Information und Technik NRW sagt vorher, das Augustdorf eine der wenigen Kommunen in Ostwestfalen-Lippe und in Nordrhein-Westfalen sein wird, in der die Einwohnerzahl noch zunimmt. Allerdings soll es auch bei uns Verschiebungen in der Verteilung der Lebensalter geben: Die Älteren sollen mehr werden, die Jüngeren weniger.

 

Auf diese Vorhersagen haben wir reagiert, indem wir eine Wirtschafts- und Sozialraumkonferenz durchgeführt haben. An dieser Konferenz haben sich Vertreter vieler Augustdorfer Organisationen und Einrichtungen sowie Bürgerinnen und Bürger beteiligt. Mit der Umsetzung der entwickelten Ideen für die weitere Entwicklung unserer Gemeinde werden wir uns im kommenden Jahr weiter beschäftigen.

 

Entwicklung der Schullandschaft

Ein ganz bedeutendes Thema war die Entwicklung unserer Schullandschaft. Weil die Zahl der Schüler seit dem Jahr 2000 stark abnahm, beschloss der Gemeinderat im Jahr 2010 einstimmig, einen Schulentwicklungsplan in Auftrag zu geben. Damit sollte das zukünftige Schulangebot in Augustdorf geplant werden. Ein wesentliches Ziel war es auch, feststellen zu lassen, welche Räume, welche Gebäudeteile oder Gebäude zukünftig nicht mehr benötigt werden. Durch eine Verringerung des Raum- und Gebäudestandes könnten erhebliche Kosten gespart werden.

 

Schon im Jahr 2011 wurde ersichtlich, dass die Augustdorfer Hauptschule auf Dauer nur noch eine Eingangsklasse pro Jahr bekommen kann. Mit der Aufhebung der Verbindlichkeit der Grundschulempfehlungen durch die Landesregierung und weil viele Eltern, deren Kinder eine Hauptschulempfehlung erhalten haben, diese nicht an der Erich Kästner-Schule angemeldet haben, beschleunigte sich der Niedergang. Kinder mit einer Empfehlung zum Besuch einer Hauptschule gab es in Augustdorf genügend.

 

Im laufenden Schuljahr konnte die Erich Kästner-Schule erstmalig keine Eingangsklasse bilden. Eine Verbesserung der Situation war nicht zu erwarten. Daher war es folgerichtig, dass der Gemeinderat einstimmig beschlossen hat, die Hauptschule auslaufend aufzulösen. Im Jahr 2017 sollen die letzten Schüler ihren Abschluss an der Erich Kästner-Schule machen.

 

In der Politik wurde diskutiert, ob nicht nur die Haupt-, sondern auch die Realschule aufgegeben werden soll, um eine Sekundarschule neu aufbauen zu können. In der Bevölkerung entwickelte sich schon im letzten Jahr eine starke Initiative für die Erhaltung der Realschule. Für die Errichtung einer Sekundarschule gab es hingegen kein erhebliches Engagement der Augustdorferinnen und Augustdorfer.

 

Das größte Problem, dass viele Augustdorfer Bürgerinnen und Bürger mit der Sekundarschule haben, ist: Eine Sekundarschule ist in der Regel eine gebundene Ganztagsschule. Die Pflicht zum gebundenen Ganztag wird damit begründet, dass die Lerngruppen möglichst heterogen sein sollen: Schüler mit besonderem Förderbedarf und hochbegabte Kinder mit einer Gymnasialempfehlung sowie alle, die von ihrem Leistungsvermögen her dazwischen anzuordnen sind, sollen möglichst gemeinsam in einer Klasse unterrichtet werden. Die Anhänger des sog. 'längeren gemeinsamen Lernens' glauben, dass davon sowohl die sehr Starken als auch die sehr Schwachen profitieren. Man brauche dann allerdings mehr Zeit, um den Schülern gerecht zu werden. Daher müsse die Sekundarschule eine Ganztagsschule sein. Auch diese Vorstellung können nach meinem Eindruck viele Eltern nicht nachvollziehen. Sie widerspricht ja auch der Lebenserfahrung der meisten Menschen. Wenn das in der Schule funktionieren soll, warum trainiert dann nicht die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft regelmäßig gemeinsam mit Mannschaften der Kreisliga?

 

Auf meine Initiative hin hatte der Gemeinderat am 4. August 2011 einstimmig die Landesregierung und den Landtag aufgefordert, eine Sekundarschule auch als Halbtagsschule möglich zu machen. Dem wurde leider nicht entsprochen – obwohl die Landesregierung z.B. in Nottuln eine Sekundarschule ohne gebundenen Ganztag genehmigt hat.

 

Bei der Präsentation des Entwurfs des Schulentwicklungsplanes teilte dann die Planerin dem zuständigen Fachausschuss mit, dass die Schülerzahlen in Augustdorf für eine Sekundarschule gar nicht reichen würden.

 

Als wir mit der Schulentwicklungsplanung begannen, gab es noch die Option, die Haupt- und die Realschule als sogenannte Verbundschule unter einem Dach zusammen zu führen. Die beiden Bildungsgänge hätten erhalten werden können, die vertrauten Lehrer wären geblieben und es hätte keinen gebundenen Ganztag für alle gegeben. Diese Möglichkeit wurde uns durch den sogenannten Schulkonsens der drei Landtagsfraktionen von SPD, GRÜNEN und CDU genommen. Persönlich bedauere ich das sehr. Die Verbundschule wäre eine gute Lösung für Augustdorf gewesen.

 

Ich bemühe mich immer noch gegenüber der Landesregierung darum, die Möglichkeit zu schaffen, eine für Augustdorf passgenaue Schule zu entwickeln: Eine Schule, die den unterschiedlichen Begabungen der Schüler gerecht wird und die den Eltern die Freiheit lässt, darüber zu entscheiden, ob ihre Kinder nachmittags in der Schule oder aber zu Hause, im Verein, in der Kirche, in der Musikschule oder auf andere Weise begleitet werden. Bisher lässt die Landesregierung keine Bereitschaft erkennen, auf diese Bedürfnisse einzugehen.

 

Jetzt erhalten wir erst einmal unsere anerkannte und beliebte Realschule. Auch das ist es eine gute Lösung. Die Realschule hat in diesem Jahr den gemeinsamen Unterricht von der Hauptschule übernommen. Die Gemeinde hat dazu  Baumaßnahmen in der Realschule durchgeführt.

 

Der größte Nachteil dieser Lösung ist, dass nun mehr Schüler auswärtige Schulen besuchen müssen. Waren es bisher 'nur' Gymnasiasten, Gesamtschüler, Schüler mit besonderem Förderbedarf sowie diejenigen, die die christliche Grundschule oder die christliche Hauptschule in Detmold besuchen (in den letzten 10 Jahren durchschnittlich 41 Schüler pro Jahrgang (ca. 29%), so verlassen jetzt zusätzlich sechs Hauptschüler jeden Tag das Gemeindegebiet.

 

Vielleicht gelingt es uns mit Beharrlichkeit und Ausdauer, dass man sich auf Landesebene noch bewegt und uns die Entwicklung einer Schullandschaft ermöglicht, die den Bedürfnissen unserer Eltern und Schüler entspricht. Zwei Fraktionen im Düsseldorfer Landtag haben inzwischen Unterstützung für unser Anliegen signalisiert: Sie wollen die Möglichkeit einräumen, an Schulen Halb- und Ganztagszüge parallel zu betreiben. Beide Fraktionen haben allerdings keine Mehrheit im Landtag.

 

Der Entwurf des Schulentwicklungsplanes liegt inzwischen vor. Er muss vom Gemeinderat verabschiedet werden. Danach muss gemeinsam mit allen Beteiligten entschieden werden, welche Gebäude, Gebäudeteile und Räume die Schulen zukünftig nutzen werden. Es ist davon auszugehen, dass sie bei weitem nicht alles benötigen, über das sie jetzt verfügen. Dadurch könnte sich die Möglichkeit ergeben, Immobilien zu veräußern oder aber für andere Zwecke zu nutzen. In der Diskussion sind bereits eine Verlagerung der Gemeindebücherei sowie eine Inanspruchnahme für die Jugendarbeit.

 

Auch in den Grundschulen hat sich etwas getan. Beide Grundschulen sind nach dem Schulentwicklungsplan im Bestand gesichert. In der Offenen Ganztagsschule in der Grundschule Auf der Insel wurde die zweite Gruppe mit dem sogenannten rhythmisierten Ganztag eingerichtet. Das funktioniert ähnlich wie bei einem gebundenen Ganztag. Jedoch enden die verpflichtenden Angebote früher als in einer gebundenen Ganztagsschule. Und hier funktioniert, was die Landesregierung uns bei einer Sekundarschule nicht zugestehen will: Dass Halbtagsklassen und Ganztagsklassen nebeneinander eingerichtet werden.

 

An der Grundschule In der Senne wurde ebenfalls reichlich gebaut. Nach einer Brandschau musste die Gemeinde ein neues Brandschutzkonzept erstellen und umsetzen. Das bezog die Turnhalle am Schlingweg mit ein. Als diese brandschutztechnisch auf dem neuesten Stand war, wurde leider ein Wasserschaden entdeckt. Die Halle musste am Ende des Jahres gesperrt werden. Sie benötigt einen neuen Hallenboden, der im Jahr 2013 eingebaut werden soll.

 

Neues Sportheim

Nachdem das neue Sportheim am Schlingsbruch für eine viel zu lange Zeit Gegenstand eines viel zu heftigen Streits gewesen ist, haben die beteiligten Sportvereine und die Gemeinde in einem gemeinsamen Kraftakt das Gebäude soweit fertig gestellt, dass es in diesem Jahr offiziell eingeweiht werden konnte. Wir haben eine gute Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gefunden. Dafür und für die vielen geleisteten Arbeitsstunden der Aktiven von FC, TuSG und auch GSV bin ich sehr dankbar. Der FC Augustdorf e.V. baut gerade das Kellergeschoss aus.

 

Das alte Sportheim wies erhebliche Baumängel auf. Die „Hühnerställe“ wurden deshalb abgerissen. Gut 30 Jahre dienten sie den Augustdorfer Fußballern und den Tennisspielern als Vereinsheim.

 

Sicherung der Wasserversorgung

Im April 2011 traten kurz nacheinander zwei Lecks in der Hauptwasserleitung an der Waldstraße auf. Dadurch wurde die Wasserversorgung im gesamten Gemeindegebiet unterbrochen. Das Jahr 2012 hat die Gemeindeverwaltung genutzt, um den Bau einer neuen Leitung zwischen Mergelweg und Stukenbrocker Straße zu planen. In diesem Abschnitt ist die bestehende Leitung aufgrund der besonderen Bodenverhältnisse störungsempfindlicher als im übrigen Gemeindegebiet. Im nächsten Jahr soll die neue Leitung gebaut werden.

 

Um bei zukünftigen Leckagen die Gemeindeteile ohne Wasserversorgung so klein wie möglich zu halten, wurde das Augustdorfer Wassernetz mit dem der Kaserne verknüpft, so dass das Gemeindegebiet nicht nur über unsere eigene Hauptwasserleitung, sondern auch über die Kaserne versorgt werden kann.

 

Freibad

Viele erinnern sich noch an den unsicheren Start in die Freibadsaison. Nach dem Rücktritt des alten Vorstandes des Freibadfördervereins war unklar, ob der Förderverein weiterhin die mit der Gemeinde vereinbarten Arbeiten im Freibad erledigen kann. Nachdem sich ein neuer Vorstand gefunden hatte, konnte das Freibad geöffnet werden. Das Wetter sorgte dann allerdings dafür, dass wir die zweite schlechte Freibadsaison mit relativ wenigen Besuchern in Folge hatten.

 

Ausbau der Breitbandversorgung

Ein wichtiges Thema war die Verbesserung der Versorgung mit schnellen Internetverbindungen. Das Industrie- und Gewerbegebiet, in dem die Unternehmen immer weniger auf leistungsfähige Breitbandverbindungen verzichten können, ist ebenso wie das Heidehaus unterversorgt. Zusammen mit dem Kreis Lippe und anderen Kommunen bemühen wir uns, zu einer Verbesserung zu kommen. Noch ist ungewiss, ob die Landesregierung uns die benötigten Fördergelder bewilligen wird. Im nächsten Jahr wissen wir mehr.

 

Weiterer Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit

Auch in anderen Bereichen wurde die Interkommunale Zusammenarbeit ausgebaut, z.B. im Rechts- und im Statistikwesen sowie in der Energieversorgung. Die Zusammenarbeit mit anderen Städten und Gemeinden ist für uns Alltag. Sie wird in vielen Bereichen seit langem gepflegt und stetig ausgebaut, wenn es Vorteile für die Bürger verspricht und/oder Kosten dadurch gesenkt werden können.

 

Augustdorf hat versucht, das Strom- und Gasnetz im Gemeindegebiet gemeinsam mit benachbarten Stadtwerken sowie mit den Kommunen Leopoldshöhe, Dörentrup und Kalletal zu betreiben. Eine Voraussetzung dafür war die Vergabe der Konzessionen für das Strom- und Gasnetz an einen kommunalen Partner. Den vier lippischen Kommunen ist es im Vergabeverfahren nicht anders gegangen als vielen anderen Städten und Gemeinden in ganz Deutschland: Das Verfahren entsprach nach Auffassung der Landeskartellbehörde nicht den sich stetig weiterentwickelnden rechtlichen Vorgaben. Es wird daher in Teilen wiederholt.

 

Nationalpark

Ein für die Zukunft der Gemeinde Augustdorf wichtiges Thema war der geplante Nationalpark. Ein Nationalpark hätte nur geringe Chancen für den Tourismus gebracht, dafür aber erhebliche Einschränkungen für diejenigen, die den Teutoburger Wald und die Egge nutzen, indem sie dort gerne wandern oder spazieren gehen, Fahrrad fahren, joggen, Pilze, Beeren und Kräuter sammeln oder Brennholz gewinnen. Er hätte auch Arbeitsplätze in der Forst- und Holzwirtschaft vernichtet. Ein Nationalpark ist dazu da, die Freiheit und die Rechte der Menschen einzuschränken. Denn im Nationalpark soll sich die Natur ohne menschliche Einflüsse entwickeln können. Sie genießt absoluten Vorrang. In einer dicht besiedelten Region wie der unseren, musste so ein Vorhaben auf massiven Widerstand stoßen.

 

Die Einrichtung eines Nationalparks im Teutoburger Wald und in der Egge wäre die Voraussetzung für die Ausweisung der Senne als Nationalpark gewesen. Denn die Senne ist ohne die angrenzenden Waldflächen nicht nationalparkwürdig. Sie ist eine vom Menschen geschaffene und erhaltende Kulturlandschaft. Setzt man die Ziele eines Nationalparks in der Senne um, dann verschwindet die von uns so geschätzte offene Gras- und Heidelandschaft. Die Senne würde ihren Charakter, ihre besondere Eigenart verlieren.

 

Und ein Nationalpark Senne hätte nach meiner Überzeugung früher oder später die Auflösung des Bundeswehrstandortes Augustdorf bewirkt. Denn die Bundeswehr benötigt Übungsflächen vor Ort. Die sogenannte Doppelnutzung würde nicht funktionieren. Zum einen wird eine militärische Nutzung von Nationalparks von führenden Naturschutzfachleuten ausgeschlossen. So etwas gibt es in Deutschland daher nicht. Zum anderen würde die Doppelnutzung zu ständigen Konflikten zwischen Naturschutz und Militär führen, was in einem Rückzug der Bundeswehr enden würde. Dadurch würden in Augustdorf und in der Region mehrere tausend Arbeitsplätze entfallen.

 

Der Gemeinderat hat sich daher schon am 18.11.2010 und erneut am 21.07.2011 gegen einen Nationalpark ausgesprochen. Ende dieses Jahres waren es 13 Kommunen und die Kreistage aller vier betroffenen Kreise, die den Nationalpark ablehnten. Die Planungen für einen Nationalpark Teutoburger Wald/ Eggegebirge wurden eingestellt.

 

 

Viele weitere Themen haben die Bürger, die Politik und die Verwaltung im Jahr 2012 beschäftigt. Sie können hier nicht annähernd erschöpfend erwähnt werden. Würde ich das versuchen, dann würde ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, noch mehr Zeit nehmen als ich es eh schon getan habe - Zeit, die Sie auch gut nutzen können, um Kraft zu tanken für das neue Jahr. Zeit, die Sie sich nehmen sollten, um sich den Menschen zuzuwenden, die Ihnen wichtig sind, um gute Vorsätze für das neue Jahr zu fassen und den Jahreswechsel zu feiern. Möge Ihnen das gelingen.

 

 

Herzlichst

 

Ihr

 

Dr. Andreas J. Wulf

Bürgermeister



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