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Bürgermeister wirbt für Augustdorf

28.08.2012

 

Dr. Andreas J. Wulf Steffen KampeterAm 23.08. besuchte der Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium Steffen Kampeter den Standort Augustdorf. Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf versicherte Kampeter, dass der Rat der Gemeinde Augustdorf mit großer Mehrheit hinter der Bundeswehr steht und einen Na­tionalpark ablehnt. Die Zukunft des Bundeswehrstandortes hänge eng mit ausreichenden Übungsmöglichkeiten vor Ort zusammen. Daher unterstütze die Gemeinde eine Übernahme des Truppenübungsplatzes durch die Bun­deswehr, falls die Briten diesen aufgeben sollten - was aber noch nicht ent­schieden sei.

 

Wie die Führung der Panzerbrigade 21 'Lipperland' deutlich machte, ist aktuell vor allem die südliche Senne von großer Bedeutung für die Ausbildung der Augustdorfer Soldaten. Dort seien die Einrichtungen konzentriert, in denen die Männer und Frauen, die in Auslandseinsätze geschickt werden, besonders gut auf ihren gefährlichen Dienst vorbereit werden können.

 

Es wurde deutlich, dass die am 23.08. neu vorgeschlagene Gebietskulisse für einen Nationalpark und für eine Rest-Truppenübungsplatz im Norden ohne Berücksichtigung der militärischen Bedarfe entwickelt wurde.

 

Staatssekretär Kampeter versicherte, dass die Bundesregierung hinter dem Bundeswehrstandort Augustdorf und hinter der weiteren militärischen Nutzung des Truppenübungsplatzes Senne stehe. Das hätte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziére im Juli 2012 sehr deutlich gemacht.

 

Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf wies darauf hin, dass die von der Landesregierung angestrebte Ausweisung der Senne als Nationalpark bei gleichzeitiger militärischer Nutzung (sogenannte Parallelnutzung) von Naturschutzfachleuten abgelehnt werde. Die militärische Nutzung vertrage sich ausgezeichnet mit einem Naturschutz, der die historische Kulturlandschaft Senne erhalten will. Jedoch lassen sich fahrende Panzer und schießende Soldaten nicht mit den besonderen Naturschutzzielen eines Nationalparks vereinbaren. Denn in einem Nationalpark soll sich die Natur unbeeinflusst vom Menschen entwickeln. Wenn man die Ziele eines Nationalparks erst nehme, müsste man die Heide- und Graslandschaft der Senne der Verbuschung und Bewaldung überlassen. "Das wollen die Menschen in der Region nicht", betonte Dr. Wulf. Daher sei der Nationalpark das falsche Instrument für die Erhaltung der wertvollen Kulturlandschaft Senne.

 

Augustdorfs Bürgermeister zeigte sich auch davon überzeugt, dass eine Parallelnutzung nicht funktionieren würde. Denn die Ausweisung eines Truppenübungsplatzes als Nationalpark würde zu ständigen Konflikten mit den Naturschutzverbänden führen. Es ist zu erwarten, dass diese die militärische Nutzung und auch die Erholungsnutzung kritisieren und Einschränkungen fordern würden. Man könne das sehr gut an anderen Nationalparks, wie z. B. der Eifel verfolgen.

 

Sehr deutlich wurde in dem Gespräch zudem, dass die Bundeswehr ein bedeutender Arbeitgeber nicht nur für Augustdorf, sondern für die gesamte Region ist. 83 % der in Augustdorf dienenden Soldaten kommen aus einem Um­kreis von max. 100 km. Über ein Drittel, also 1.400 Soldaten, leben nicht weiter als 30 km von Augustdorf entfernt. Ein Nationalpark soll hingegen le­diglich rd. 60 neue Arbeitsplätze netto schaffen. "Wer durch Einrichtung eines Nationalparks Senne den Bundeswehrstandort Augustdorf gefährdet, dem geht es nicht um Arbeitsplätze für die Menschen der Region, nicht um Wirt­schaftskraft und nicht um die Bewahrung der wertvollen Natur der Senne. Wer die wunderbare Sennelandschaft so erhalten will, wie sie ist, muss für den Verbleib des Militärs kämpfen", ist Dr. Wulf überzeugt.



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