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Land will Nationalpark auch gegen die Region

14.11.2011

 

Wappenzeichen-NRWEnttäuscht vom 1. Runden Tisch zum geplanten Nationalpark Teutoburger Wald ist Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf: „Die Landesregierung hat deutlich gemacht, dass sie den Nationalpark auch gegen den Willen der betroffenen Kommunen und der Bürger vor Ort umsetzen will.“

 

Abteilungsleiter Dr. Martin Woike vom Umweltministerium hat am Mittwoch am Runden Tisch gesagt, dass das Land den Nationalpark im Herbst 2012 einrichten will. Der Runde Tisch sei nur dazu da, die negativen Auswirkungen des Nationalparks auf die Menschen abzumildern. Ob der Nationalpark überhaupt eingerichtet werde, stehe nicht zur Diskussion.

 

Augustdorfs Bürgermeister weist darauf hin, dass Augustdorf, Steinheim, Lichtenau, Altenbeken und der Kreis Paderborn bereits ablehnende Beschlüsse gegen den Nationalpark gefasst haben. Der Bürgermeister geht davon aus, dass weitere Kommunen dazu kommen werden. Die Bürgerinitiative 'Unser Teutoburger Wald' habe bereits mehr ca. 18.000 Unterschriften gegen den Nationalpark gesammelt.

 

Der Gutachter des Kreises Lippe, die Roland Berger Strategy Consultants, hat jedoch betont, dass der Nationalpark nur erfolgreich sein kann, wenn er von der Politik in der Region ausreichend unterstützt wird.

Dr. Wulf: „Die Erfahrung von vielen Veranstaltungen zeigt: Wenn man den Bürgern erklärt, was ein Nationalpark für sie bedeutet, dann wird er von der großen Mehrheit abgelehnt."

 

Für die Lipper bedeute der Nationalpark in erster Linie eine weitere massive Einschränkung ihrer Freiheit: Die nachhaltige Forstwirtschaft wird verboten, es darf kein Brennholz mehr gewonnen werden, Wege werden gesperrt, die verbleibenden Wege dürfen nicht mehr verlassen werden, das Sammeln von Beeren und Pilzen wird verboten, Kinder dürfen nicht mehr abseits der Wege spielen usw. Die sogenannte Prozessschutzzone, in denen der Wald sich selbst überlassen bleibt, und in denen abgestorbene Bäume stehen bleiben, bis sie von selbst umfallen, soll bis an Siedlungsränder heran reichen.

 

Augustdorfs Bürgermeister: „Die Anwohner des Nationalparks haben nur Nachteile. Was die Menschen heute noch im Wald dürfen, wird im Nationalpark größtenteils verboten sein. Für die Anwohner wird nichts besser durch den Nationalpark," ist die Auffassung von Dr. Wulf.

 

Bürgermeister Dr. Wulf geht auch nicht von positiven wirtschaftlichen Effekten durch einen Nationalpark aus. Nach seiner Auffassung werden die negativen Effekte auf die Forst- und Holzwirtschaft sowie für die Brennholznutzung und die Naherholung die möglichen positiven Folgen im Tourismus überwiegen.



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