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Ehemaliger EUROPARC-Vorsitzender für Biosphärenreservat in der Senne

10.05.2011

 

Senne erfüllt Anforderungen an einen Nationalpark nicht

Dr. Eberhard Henne, ehemaliger Leiter des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin und vormaliger Vorsitzender von EUROPARC Deutschland e.V., empfiehlt für die Senne, die Ausweisung eines Biosphärenreservates anzustreben. Das wäre eine „sicher umfangreiche, aber lohnenswerte Aufgabe, wenn man die Senne als historische Kulturlandschaft auf der Grundlage einer nachhaltigen Regionalentwicklung gemeinsam mit der Bevölkerung gestalten wollte“, schreibt Dr. Henne Augustdorfs Bürgermeisters Dr. Andreas J. Wulf.

 

Dr. Henne habe schon in der Vergangenheit „mehrfach dargestellt, dass die Senne als alte Kulturlandschaft im Netz der deutschen Biosphärenreservate durchaus eine sinnvolle Ergänzung darstellen könnte“. Er war wiederholt in der Senne zu Gast und kennt die alte Kulturlandschaft daher aus eigener Anschauung.

 

Dr. Henne bestätigt die Einschätzung des heutigen stv. Vorsitzenden von EUROPARC Deutschland e.V., Karl Friedrich Sinner, dass die Senne allein „die Kriterien für einen Nationalpark, wie sie der von EUROPARC Deutschland erarbeitete Kriterienkatalog aufführt", nicht erfüllt: „Unter den Aspekten der Offenhaltung der Heidelandschaft zum Erhalt der FFH-Gebiete wäre ein ständiges Management oder eine extensive Nutzung nötig, was dem großflächigen Prozessschutz eines Nationalparks widerspräche."

 

Augustdorfs Bürgermeister hat Dr. Henne auch zu Äußerungen von Frau Dr. Ute Röder, der ehemaligen Vorsitzenden des Fördervereins Nationalpark Senne-Eggegebirge, gefragt, wonach Dr. Henne sich im Jahr 2005 für einen Nationalpark in der Region ausgesprochen habe. Dazu schreibt Dr. Henne: „Meine Äußerungen zu einem Nationalpark in ihrer Region bezogen sich im Jahr 2005 auf die vom Umweltministerium vorgeschlagene Kulisse in der Senne im Zusammenhang mit Flächen im Eggegebirge. Zu dieser geplanten Schutzgebietsausweisung wurden von Seiten EUROPARC Deutschland deutliche Kritiken und Bedenken angemeldet. Deshalb wurde in der damaligen Presseerklärung auch der Begriff eines Entwicklungsnationalparks gewählt, um auf die Schwierigkeiten bei der Ausweisung hinzuweisen. Leider wurden in der Tagespresse die fachlichen Inhalte nicht richtig oder nur halb interpretiert und dargestellt.“

 

Der Augustdorfer Bürgermeister weist darauf hin, dass auch eine im Jahr 2005 vorgelegte Studie des Naturparks Teutoburger Wald zu dem Ergebnis kam, dass ein Biosphärenreservat im Bereich von Senne, Teutoburger Wald und Eggegebirge eine realistische Möglichkeit ist. Das Bundesamt für Naturschutz hat im Jahr 2008 Senne und Teutoburger Wald als potenzielles Biosphärenreservat genannt. In der vergangenen Woche habe der stv. Leiter des Biosphärenreservates Hessische Rhön, Herr Martin Kremer, in Paderborn gesagt, er könne sich das geplante Nationalparkgebiet hervorragend als Kulisse für ein Biosphärenreservat vorstellen. Auch der Gutachter des Kreises Lippe, die Roland Berger SC, setze für den Teutoburger Wald und das Eggegebirge auf das Thema eines Biosphärenreservates: „Mensch und Natur“.

 

Dr. Wulf rät daher dazu, das Biosphärenreservat als Alternative zu einem Nationalpark zu prüfen: „Das Biosphärenreservat passt - im Gegensatz zum Nationalpark - zur historischen Kulturlandschaft der Senne und ermöglicht es, die Forstwirtschaft im Teutoburger Wald und im Eggegebirge nachhaltig weiter zu führen. Ein Nationalpark könnte nur mit erheblichem Widerstand, ein Biosphärenreservat hingegen im Konsens umgesetzt werden.“



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