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1.154 Unterschriften für den Erhalt der Realschule

14.07.2011

 

RealschuleAm 12. Juli 2011 haben die beiden Vorsitzenden der Elterninitiative zur Erhaltung der Realschule Augustdorf, Herr Andreas Vogt und Frau Birgit Huxholt, sowie Herr Ahmed Örs und Herr Heinrich Eck als weitere Elternvertreter Unterschriften für die Erhaltung der Realschule an Bürgermeister Dr. Andreas Wulf überreicht. Nach Auskunft der Überreicher wurden 1.154 Unterschriften gesammelt, und zwar ausschließlich von Wahlberechtigten Augustdorfer Bürgern. Kinder und auswärtige Eltern haben nicht unterzeichnet.

 

Als Gründe für die Erhaltung der Realschule wurden genannt:

  1. Die große Akzeptanz der Realschule in der Augustdorfer Bevölkerung, die ein Ausdruck der guten Arbeit der Realschule sei.
  2. Die Ablehnung eines verbindlichen Ganztags, wie er mit einer Gemeinschaftsschule verbunden wäre. Die Realschule gehe hingegen flexibel auf die unterschiedlichen familiären Wünsche ein. Sie kann sowohl als Schule mit nur einem verpflichtenden Nachmittagsangebot pro Woche, als auch mit Nachmittagsbetreuung an mehreren Tagen besucht werden. Die Herren Vogt, Örs und Eck erklärten bei der Übergabe, dass die Kinder am Nachmittag in der Familie sein sollen, damit sie von den Eltern erzogen und in der Freizeitgestaltung begleitet werden können.
  3. Die Augustdorfer Realschule genieße bei regionalen Ausbildungsbetrieben ein hohes Ansehen. Die Gemeinschaftsschule hingegen sei ein Schulexperiment. Bei ihr sei nicht sicher, ob sie gleichermaßen von den Unternehmen akzeptiert würde.
  4. Die Realschule biete schon jetzt alle Abschlüsse, die auch eine Gemeinschaftsschule bieten könne, nämlich den Haupt- und den Realschulabschluss. Viele Schülerinnen und Schüler der Realschule würden den Qualifikationsvermerk erwerben und anschließend Gymnasien besuchen. Hierbei haben sie eine freie Wahlmöglichkeit. Bei der Gemeinschaftsschule entfalle hingegen diese Wahlmöglichkeit, denn die Gemeinschaftsschule kooperierte mit einem bestimmten auswärtigen Gymnasium.

 

Frau Huxholt stellte fest, dass falsche Vorstellungen von einer Gemeinschaftsschule existieren. So würden Eltern z. B. annehmen, ihr Kind könne zukünftig in Augustdorf das Abitur machen. Das wäre aber auch bei einer Einrichtung in einer Gemeinschaftsschule nicht möglich.

 

Für den Fall, dass die Hauptschule nicht eigenständig weiterexistieren kann, geben die Elternvertreter eindeutig der Gründung einer Verbundschule den Vorzug vor einer Gemeinschaftsschule. In einer Verbundschule würden die Hauptschule und die Realschule zusammenarbeiten. Die beiden Bildungsgänge würden weiterhin im Kern eigenständig bleiben.

 

Bürgermeister Dr. Wulf betonte, dass man es sich sehr gründlich überlegen muss, ob man gut funktionierende und anerkannte Schulen, wie die Augustdorfer Haupt- und Realschule auflösen will, um die Gemeinschaftsschule neu aufzubauen. Denn die Gemeinschaftsschule sei eine Neugründung und keine Zusammenführung der Haupt- und der Realschule. Würde die Gemeinschaftsschule gegründet, dann würden Haupt- und Realschule auslaufend aufgelöst werden. Die vorhandenen Schüler würden bis zu ihren Abschlüssen die Schulen weiter besuchen, es würden aber keine neuen Schüler mehr aufgenommen werden. Die Weiterentwicklung der vorhandenen Schulen könnte erfolgreicher sein, als die Neugründung einer Gemeinschaftsschule.

 

Neben dem verbindlichen Ganztag, den viele Eltern in Augustdorf ablehnen, weil sie sich selbst um ihre Kinder kümmern wollen, ist auch die gemeinsame Unterrichtung von Schülern mit sehr unterschiedlichem Leistungsvermögen ein Merkmal der Gemeinschaftsschule. In einer Gemeinschaftsschule soll das ganze Leistungsspektrum in einer Klasse unterrichtet werden, d. h. sowohl das Kind mit besonderen Förderbedarf, als auch der hochbegabte Gymnasiast. Diese sollen dann vom Lehrer innerhalb der Klasse durch Binnendifferenzierung individuell gefördert werden. Dazu der Bürgermeister: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass man auf diese Weise den unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen optimal entsprechen kann."

 

Elternvertreter und Bürgermeister haben auch die Frage erörtert, was passieren würde, wenn eine Gemeinschaftsschule nicht mehr genügend Schüler zusammenbekäme. Die Gemeinschaftsschule muss mindestens dreizügig sein, die Realschule kann auch zweizügig dauerhaft bestehen. Die Gemeinschaftsschule brauche mindestens 69 Schüler pro Jahrgang (3x23). Wenn die Gemeinschaftsschule eingerichtet würde, müssten die Haupt- und die Realschule aufgelöst werden. Hätte die Gemeinschaftsschule dann irgendwann nicht mehr genügend Kinder könnte nach heutigem Stand auch diese entfallen, so dass in Augustdorf gar keine Schule der Sekundarstufe I mehr existieren würde.

 

 

 

Der Bürgermeister hofft darauf, dass sich der Landtag NRW bald auf ein neues Schulgesetz einigt, das es ermögliche, auf die unterschiedlichen In­teressen der Augustdorfer Eltern und Schüler passgenau einzugehen. Da­her wäre für Augustdorf eine Verbundschule, die auch mit geringeren Schülerzahlen als bislang vorgeschrieben eingerichtet werden könnte und die flexible und bedarfsgerechte Ganztagsangebote macht, die für August­dorf richtige Schule.



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