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Zukunft der Senne Thema im Landtag

14.02.2011

 

Bürgermeister Dr. Wulf schreibt dem Umweltausschuss

Der Landtag des Landes NRW debattiert derzeit über die Zukunft der Senne. Grundlage ist ein Antrag der CDU-Fraktion im Landtag vom 25.01.2011 mit dem Titel 'Schutz der Senne durch Dialog sicherstellen' (Drucksache 15/1191). Dieser Antrag enthält Forderungen, die der Rat der Gemeinde Augustdorf in seiner Resolution vom 18.11.2010 erhoben hat.

 

In der Debatte über diesen Antrag vom 02.02.2011 wurde deutlich, dass er nicht ungeteilte Zustimmung finden könnte. Der Antrag wurde an den Umweltausschuss verwiesen. Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf nahm dies zum Anlass, dem Umweltausschuss zu schreiben, um zu erreichen, dass die Forderungen des Gemeinderates vom Landtag angemessen berücksichtigt werden.

 

Der Rat der Gemeinde Augustdorf hatte sich am 18.11.2010 mit den Stimmen von CDU, FWG und FDP gegen die Ausweisung des Truppenübungsplatzes Senne als Nationalpark ausgesprochen. Im Landtag wurde nun darüber diskutiert, ob man einen im Jahr 1991 einstimmig gefassten Beschluss zur Ausweisung der Senne als Truppenübungsplatz wieder in Frage stellen sollte.  Augustdorfs Bürgermeisters  hält dies  nicht  nur für zu

 

lässig, sondern auch für geboten, denn die Entscheidung im Jahr 1991 wurde getroffen, ohne zuvor die Nationalparkwürdigkeit und -bedürftigkeit der Senne naturschutzfachlich zu prüfen. Das geschah erst 2004 - mit dem Ergebnis, dass die Senne die internationalen Standards von Nationalparks nicht erfüllen kann. Im Jahr 1991 wurden auch keine Alternativen zu einem Nationalpark untersucht, wie z. B. die Ausweisung eines Biosphärenreservats und eines Naturparks in Kombination mit einem Naturschutzgebiet. Diese Schutzgebietskategorien entsprechen dem Ziel, die historische Kulturlandschaft der Senne zu erhalten, erheblich besser als ein Nationalpark, der dem Schutz von Naturlandschaften dient.

 

Dr. Wulf weist auch darauf hin, dass es seit 2008 nationale Qualitätsstandards für Nationalparke gibt. Diese kann die Senne nicht erfüllen. Außerdem vertrage sich eine militärische Nutzung in Deutschland nicht mit einem Nationalpark, so dass eine Doppelnutzung von Nationalpark und Militär nicht möglich sei.

 

Der Bürgermeister hat selbst die Erfahrung gemacht, dass die meisten Menschen den Unterschied zwischen einem Nationalpark und einem Naturpark nicht kennen. Wer aber die Alternativen zu einem Nationalpark nicht kenne, könne sich auch nicht rational für einen Nationalpark aussprechen. Insofern seien die Ergebnisse einer Umfrage aus dem Jahr 2008, wonach die große Mehrheit der Bevölkerung in OWL für einen Nationalpark sei, in Zweifel zu ziehen. Der Bürgermeister schlägt vor, die Bürger über alle Alternativen zu informieren und sie dann bei Bedarf erneut zu befragen.

 

Dazu gehöre auch ihnen mitzuteilen, welche Einschränkungen auf sie in einem Nationalpark zukämen: Bisher zugängliche Wege würden gesperrt, das Sammeln von Beeren und Pilzen würde untersagt werden, Kinder dürften nicht mehr abseits der Wege im Wald spielen, die Bürger könnten kein Brennholz mehr für ihre Öfen gewinnen und die der Forst- und Holzwirtschaft würden Rohstoffe entzogen, weil ein Wald im Nationalpark nicht mehr genutzt wird. Dr. Wulf weist darauf hin, dass in der Augustdorfer Kaserne eines der größten Holzheizkraftwerke Deutschlands gebaut wird. Es müsse im Sinne eines jeden Umweltpolitikers sein, dass das benötigte Holz vor Ort gewonnen wird. Mit der Ausweisung eines Nationalparks würde das jedoch ausgeschlossen.

 

Den vollständigen Brief und eine wichtige Anlage finden Sie im Anhang zu dieser Mitteilung.

 

Anlage 1

Anlage 2



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