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Gudrun Kopp unterstützt Gemeinde

04.02.2011

 

FDP-Delegation tauscht sich mit Bürgermeister über Nationalpark aus

Gudrun KoppDie Parlamentarische Staatssekretärin und Mitglied des Deutschen Bundestages Gudrun Kopp (FDP) sichert in einem Gespräch Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf ihre Unterstützung für die Erhaltung des Bundeswehrstandortes Augustdorf zu. Sie reagierte damit auf die Resolution des Gemeinderates vom 18.11.2010. In dieser Resolution hat sich der Gemeinderat mit deutlicher Mehrheit dagegen ausgesprochen, den Truppenübungsplatz Senne als Nationalpark auszuweisen.

 

An dem Gespräch nahmen auch der lippische Kreistagsabgeordnete Markus Schiek, der Augustdorfer Orts- und Fraktionsvorsitzende Norbert Brinkmann, Ratsmitglied Hans Greulich, der Schlänger Orts- und Fraktionsvorsitzende Ralph Gerdes, der Hövelhofer Fraktionsvorsitzende Rudi Lindemann sowie Ratsmitglied Thorsten Baumgart, stellvertretender Ortsvorsitzender aus Schloß Holte-Stukenbrock, teil.

 

Kopp berichtete von Gesprächen auf höchster Ebene in Berlin, wonach „die Attraktivität und der Fortbestand des Bundeswehrstandortes Augustdorf unmittelbar mit Übungsmöglichkeiten direkt am Standort zusammen hängt." Sollte die rot-grüne Landesregierung NRW den Truppenübungsplatz Senne zu einem Nationalpark machen wollen, hätte dies negative Auswirkungen auf den Bundeswehrstandort Augustdorf. Nach Auffassung von Kopp könnten nämlich die Planungen der Landesregierung als Signal an die Bundesregierung verstanden werden, dass der Bundeswehrstandort Augustdorf verzichtbar sei. „Das wäre auch strukturpolitisch nicht zu verantworten!", so Kopp.

 

Einig waren sich die Vertreter der FDP und Augustdorfs Bürgermeister darüber, dass die Senne als bedeutsame historische Kulturlandschaft erhalten werden muss. Ein Nationalpark sei aber weder für den Schutz der Natur noch für die Entwicklung des Tourismus das richtige Mittel. Denn Nationalparke schützen von Menschen unberührte Naturlandschaften und keine Kulturlandlandschaften.

 

Dass die Senne für den Naturschutz so bedeutsam ist, sei vor allem der militärischen Nutzung zu verdanken. Würde man die Senne nationalparkgerecht entwickeln und das Militär, die Forstwirtschaft und andere Nutzer vertreiben, dann würde der Be­stand an heute vorhandenen Rote-Liste-Arten abnehmen. Daher ist es nicht im Sinne des Naturschutzes, wenn Vertreter der GRÜNEN fordern, das Militär aus der Senne zu verdrängen.

 

Auch einen Nationalpark im Teutoburger Wald und im Eggegebirge lehnen die Vertreter der FDP und Bürgermeister Dr. Wulf aus wirtschaftlichen, finanziellen und umweltpolitischen Gründen ab. Dieser Nationalpark müsste jedes Jahr mit Millionenbeträgen vom Steuerzahler subventioniert werden. Das könnten sich weder das Land noch der Kreis Lippe oder die lippischen Kommunen leisten. Das Geld fehle schon jetzt an allen Ecken und Enden. Daher dürfen keine neuen Haushaltslöcher geschaffen werden.

 

Einig war man sich auch darüber, dass die Bevölkerung gar nicht ahne, welche Einschränkungen in einem Nationalpark auf sie zukäme: Heute noch vorhandene Wege würden beseitigt, der Wald dürfte nur noch auf den verbliebenen Wegen betreten werden, das Sammeln von Pilzen, Beeren oder das Spielen von Kindern abseits der Wege würde ver­boten und die Brennholznutzung würde untersagt werden. Dazu sagt Augustdorfs Bürgermeister: „In fast jedes neue Haus wird mindestens ein Holzofen, wenn nicht sogar eine Holzheizung eingebaut. Viele alte Häuser wurden in den letzten Jahren nachgerüstet. In der Augustdorfer Kaserne wird eines der größten Holz-Heizwerke Deutschlands gebaut. Der Bedarf nach Brennholz steigt.“ Um umweltschädliche lange Transportwege zu vermeiden, müsse das Holz vor Ort geworben werden. Auch die heimische Industrie sei auf Holz als wertvollem und umwelt­freundlichen Rohstoff angewiesen, betont Markus Schiek.

 

Bürgermeister Dr. Wulf erwähnte, dass noch unter Umwelt­ministerin Bärbel Höhn die Devise galt, dass der Naturschutz zusammen mit der Forstwirtschaft verwirklicht werden kann. Deshalb wurden die FFH-Gebiete im Teutoburger Wald und in der Egge auch als Naturschutzgebiete ausgewiesen, in denen eine forstliche Nutzung weiterhin möglich ist. Warum jetzt kürzlich die Forstwirtschaft verdrängt werden muss, um die Natur zu schützen, sei ihm ein Rätsel.



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