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Nationalpark zieht keine Unternehmen der Umwelt- oder Biotechnologie an

29.04.2011

 

BIOCOM-Projektmanagement GmbH antwortet Augustdorfs Bürgermeister

Der Gutachter des Kreises Lippe und des Landesverbandes Lippe zu einem Nationalpark Teutoburger Wald/Eggebirge, die Roland Berger Strategy Consultants GmbH, ist der Auffassung, dass die Effekte von Nationalparks im Tourismus eher gering sind. Daher müsse das Zielkonzept für einen Nationalpark im Teutoburger Wald mehr als den Tourismus umfassen. Roland Berger schlägt deshalb das Leitthema 'Mensch und Natur' für Lippe vor - was das Kernthema eines Biosphärenreservates und nicht eines Nationalparks ist.

 

Mit diesem Thema soll die Region neue zukunftsträchtige Branchen anziehen, wie z. B. die Umwelttechnologie oder die Biotechnologie.

 

Diese Einschätzung teilt Augustdorfs Bürgermeisters Dr. Andreas J. Wulf nicht: "Das Thema 'Mensch und Natur' ist das Kernthema von Biosphärenreservaten, die es seit vielen Jahrzehnten gibt." Daher gäbe es auch Erfahrungen damit, ob Biosphärenreservate oder Nationalparke, die auf das Thema von Biosphärenreservaten setzen, innovative Unternehmen anziehen. Vor diesem Hintergrund hat der Bürgermeister die BIOCOM Projektmanagement GmbH (www.biotechnologie.de ) um Auskunft gebeten.

 

Die BIOCOM teilt die Einschätzung von Roland Berger nicht. Der Geschäftsführer Dr. Boris Mannhardt schreibt: "Dass die Etablierung eines Nationalparks oder Biosphärenreservates jemals ursächlich zu einer Ansiedlung eines Unternehmens der Umwelt- oder Biotechnologie geführt hat, ist uns -zumindest in Deutschland- nicht bekannt. Ich kann mir einen solchen Effekt auch nur schwer vorstellen. Worin sollte der Gewinn für das Unternehmen liegen? Der Wert einer (scheinbar) unberührten und vor allem unberührbaren Natur vor der Haustür mag für den Tourismus ein wichtiges Argument sein. Für die gewerbliche Wirtschaft, auch in der Umwelttechnologie ist ein unmittelbarer Nutzen nicht erkennbar."

 

Weiterhin wird ausgeführt: "Vorstellbar wäre noch die Etablierung eines einschlägigen Forschungsinstituts (z. B. für Wildtier- oder Pflanzenforschung) an einem solchen naturnahen Standort. Allerdings schätzen wir den Bedarf an solchen Instituten derzeit als nicht allzu groß ein."

 

Eine Erhebung der Faktoren, die für die Standortwahl von Unternehmen der Biotechnologie entscheidend sind, hat ergeben, dass dies die Nähe zu wirtschaftlichen Einrichtungen, die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal, die gute Erreichbarkeit und Infrastruktur sowie der Zugang zu Fördermöglichkeiten sind.

 

Bürgermeister Dr. Wulf hat das Schreiben an den Landrat und die Kreistagsfraktionen weitergeleitet. Er regt an, den Gutachter Roland Berger um eine Stellungnahme zu bitten.



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