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Jahresergebnis 2008 „exorbitant"

05.10.2009

Rat stellt Eröffnungsbilanz und Jahresabschluss fest

 

Einstimmig hat der Gemeinderat die geprüfte (erste) Eröffnungsbilanz und den geprüften Jahresabschluss für das Haushaltsjahr 2008 festgestellt. Der Jahresüberschuss 2008 in Höhe von 716.317,36 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen. Er folgte damit einer Beschlussempfehlung des Rechnungsprüfungsausschusses.

 

Zuvor hatte Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Dr. Torsten Prasuhn (tbbo Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) den Ratsmitgliedern die Eröffnungsbilanz und den Jahresabschluss in einer Informationsveranstaltung vorgestellt. Er war voll des Lobes. Augustdorf sei „mit einer guten Bilanz unterwegs". Das Ergebnis der laufenden Verwaltungstätigkeit für das Jahr 2008 sei mit einer guten Million Euro „ex­orbitant", das ordentliche Ergebnis von 716.000 Euro sei „ein TOP-Ergeb­nis".

 

Ein kräftiges Lob gab es auch für die von Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf geleitete Gemeindeverwaltung. Augustdorf liege hinsichtlich der zeitli­chen Erstellung und der Qualität des Jahresabschlusses sowie mit der Qualität und Motivation der Mitarbeiter „sehr weit vorne", so Dr. Prasuhn.


Er prognostizierte aber auch, dass sich die Rahmendaten für Augustdorf „wie für alle anderen deutlich verschlechtern" werden. Die Gemeinde müsse weitere Anstrengungen unternehmen, um den Haushalt auch in Zukunft ausgleichen zu können. Dr. Prasuhn: „Nutzen Sie die Zeit und die gute Ausgangslage, um den Haushalt weiter zu konsolidieren."

 

Zu den Zahlen: Die erste Eröffnungsbilanz vom 01.01.2008 weist eine Bilanzsumme von 63,856 Mio. Euro aus. Auf der Aktiv-Seite ragt das Sachanlagevermögen mit 55,12 Mio. Euro deutlich heraus. Darunter fallen die bebauten Grundstücke der Schulen (17,821 Mio. Euro) und die Dienst-, Geschäfts- und Betriebs­gebäude wie das Rathaus, das Bürgerzentrum, das Feuerwehrgeräte­haus und die Sporthallen (12,762 Mio. Euro).

 

Das Straßennetz mit Wegen, Plätzen und Verkehrslenkungsanlagen hat einen Wert von 13,475 Mio. Euro. Hinzu kommt der Grund und Boden, auf dem sich Straßen, Wege und Plätze befinden, mit rd. 4 Mio. Euro. Die Ma­schinen, technischen Anlagen und Fahrzeuge der Gemeinde haben einen Wert von 905.000 Euro, die Betriebs- und Geschäftsausstattung von 734.000 Euro.

 

Die Gemeindewerke Augustdorf sind Sondervermögen der Gemeinde. Sie tauchen auf der Aktiv-Seite unter den Finanzanlagen auf und werden mit 7,855 Mio. Euro bewertet.

 

Die größte Bilanzposition auf der Passivseite bilden die Sonderposten. In den Sonderposten finden sich von Dritten geleistete Zuwendungen und Beiträge wieder, wie z.B. Zuwendungen des Landes für Baumaßnahmen oder Anliegerbeiträge für den Straßenausbau. Die Sonderposten für Beiträge zum Ausbau des Straßennetzes umfassen 11,353 Mio. Euro. Die Sonderposten für Zuwen­dungen haben eine Summe von 22,748 Mio. Euro. Davon entfallen 21,531 Mio. Euro auf Zuwendungen für Gebäude. Insgesamt machen die Sonder­posten 34,189 Mio. Euro aus.

 

Die Sonderposten werden ertragswirksam aufgelöst. Sie gleichen dadurch zu einem erheblichen Teil die Abschrei­bungen aus. Die jährlichen Abschreibungen der Gemeinde belaufen sich auf 1,4 Mio. Euro. Die Erträge aus der Auflösung von Sonderposten liegen bei 900.000 Euro pro Jahr. Die Nettobelastung aus Abschreibungen beträgt somit 'nur' 500.000 Euro. Diese 500.000 Euro müssen jedes Jahr im operativen Ge­schäft erwirtschaftet werden.

 

Die Rückstellungen der Gemeinde beliefen sich zum 01.01.2008 auf 5,317 Mio. Euro, die Verbindlichkeiten auf 9,151 Mio. Euro. Davon sind 8,216 Mio. Euro Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Diese teilen sich auf in Verbindlichkeiten aus Krediten für Investitionen (7,715 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten aus Krediten zur Liquiditätssicherung (501.000 Euro). Das Eigenkapital der Ge­meinde beträgt 14,613 Mio. Euro, davon macht die Ausgleichsrücklage 3,271 Mio. Euro aus.

 

Das Haushaltsjahr 2008 verlief sehr erfolgreich. Das Jahresergebnis belief sich auf 716.000 Euro. Die Gemeinde erwirtschaftete einen Finanzmittel­überschuss von 1,8 Mio. Euro, der Endbestand an Finanzmitteln betrug 1,061 Mio. Euro. Die Bilanzsumme belief sich am 31.12.2008 auf 64,388 Mio. Euro. Das Eigenkapital der Gemeinde wuchs um 716.000 Euro auf 15,329 Mio. Euro. Die langfristigen Verbindlichkeiten nahmen um 305.000 Euro auf 8,55 Mio. Euro ab. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten bei Kreditin­stituten verminderten sich um 485.000 Euro auf 270.000 Euro.

 

Das Fremd­kapital schrumpfte von 15,054 Mio. Euro auf 14,956 Mio. Euro. Die Eigen­kapitalquote in % des Gesamtkapitals betrug 23,8 %. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote (Eigenkapital und Sonderposten in % des Gesamtkapi­tals) belief sich Ende 2008 auf 76,8 %. "Das ist sehr ordentlich, damit ste­hen Sie sehr gut da", resümierte Dr. Prasuhn.

 

 



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