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Jahresrückblick und Weihnachtsgrüße des Bürgermeisters

17.12.2009

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Augustdorferinnen und Augustdorfer,

 

ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. An unseren Schulen wurden mehrere Baumaßnahmen durchgeführt. Gemeinde und Freibadförderverein haben gemeinsam das Nichtschwimmer­becken im Freibad zu einem Sand- und Wasserspielbecken umgebaut. Die Kläranlage wurde ertüchtigt, das Hochwasserschutzbauwerk an der Stukenbrocker Straße hergestellt. Der Senneweg wurde ausgebaut. Dank des Engagements unserer Unternehmer  Albert und Axel Freise wurden die Hinterlassenschaften der Römertage 2007 (mehrere Wälle und eine Arena) zu einem Schutzwall entlang des Waldfriedhofs aufgeschüttet.

 

Mit 220.000 € aus der Gemeindekasse und umfangreichen Eigenleistungen der Feuerwehrleute wurde das Feuerwehrgerätehaus in diesem Jahr an- und umgebaut. Ein neuer Einsatzleitwagen wurde gekauft. Der Gemeinderat hat außerdem 230.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II für die Anschaffung eines Hubsteigers bereit gestellt. Damit kann die Feuerwehr zukünftig besser Menschen aus höheren Gebäuden bergen sowie Brände von oben bekämpfen. Der Hubsteiger soll auch den Bauhof unterstützen. Dadurch spart die Gemeinde Kosten für das Ausleihen entsprechender Geräte.

 

Der Sport bleibt ein Investitionsschwerpunkt der Gemeinde. Mit den Gel­dern des Konjunkturpaktes II werden die Sporthallen am Inselweg für insge­samt 630.000 Euro energetisch saniert. Ebenfalls aus dem Konjunturpaket II hat der Rat 200.000 Euro für den Weiterbau des neuen Sportheims am Schlingsbruch bereit gestellt. Die beiden Sportvereine, die das Haus zukünftig nutzen werden, haben weitere Eigenleistungen in be­achtlichem Umfang zugesichert.

 

Wir haben nicht nur Baumaßnahmen durchgeführt, sondern auch ein uner­wünschtes Bauprojekt verhindert: Den Bau neuer Übungsdörfer der britischen Streitkräfte nahe unserer Wohngebiete. Mit der Mischung aus öffentlichem Protest, Androhung rechtlicher Maßnahmen und Gesprächen mit den Briten waren wir erfolgreich.

 

Im erst 2008 erschlossenen Teil des Gewerbegebietes zwischen Imker- und Kohlenweg haben mehrere Unternehmer ihre Neubauten abgeschlossen. Die Nassabgrabung am Kohlenweg macht deutliche Fortschritte. Hier soll den Augustdorfern in ca. 15 Jahren ein Landschaftssee für die Erholung zu Verfügung stehen. Das Recht, den See zu nutzen, habe ich für die Ge­meinde abgesichert.

 

Um jungen Familien die Möglichkeit zu bieten, auch in Zukunft ihre Häuser in Augustdorf zu bauen, wurde die Neuaufstellung des Bebau­ungsplanes Nr. 1 zwischen Pastorenweg und Kreisverkehr voran getrie­ben. Außerdem wurde ein Umlegungsverfahren eingeleitet. Als Ergebnis werden rd. 60 Bau­plätze im Zentrum unserer Gemeinde neu ausgewiesen.

 

Zur Verbesserung der Erholungsangebote und zur Förderung des Touris­mus wurde 2009 ein Wohnmobilplatz auf der Wolffstätte eingerichtet. Lei­der fand dieser bislang nur wenig Zuspruch.

 

Anfang des Jahres wurde die Gemeinde in die Gebietskulisse des Naturparks Teutoburger Wald aufge­nommen. Dadurch können neue finanzielle Fördermöglichkeiten in Anspruch genommen werden. In Zusammenarbeit mit dem Heimatverein hat die Ge­meindeverwaltung umgehend einen Antrag auf Fördermittel für die Auf­stellung von Bänken und Informationstafeln sowie für die Verlegung des Wanderweges Nr. 11 über das Römertagegelände gestellt. Der Naturpark hat angekündigt, dass wir einen Förderbescheid erhalten werden. Die beantragten Maßnahmen haben ein Volumen von etwa 14.000 Euro, wovon bis zu 70 % vom Land kommen sollen werden.

 

Ob allerdings der Wanderweg Nr. 11, der jetzt an der Haustenbecker Straße entlang führt, zukünftig über das Römertagegelände laufen wird, ist derzeit fraglich. Denn der Gemeinderat hat kürzlich mit Mehrheit beschlossen, sämtliche Planungen zur Entwicklung des Römertage­geländes einzustellen. Bliebe es dabei, dann müsste ich das Geld, das uns das Land NRW geben will, zurückweisen.

 

Gemeindeverwaltung, Heimatverein, Naturpark und die Initiative zum Wie­deraufbau von Schloss Lopshorn erarbeiten gemeinsam ein Konzept für ein weiteres wichtiges Projekt für Augustdorf: Der Entwicklung der Rühlmannstätte an der Haustenbecker Straße. Hier soll ein Orts- und Sennemuseum entste­hen, in dem auch das Naturschutzgroßprojekt Senne sowie die Geschichte der Senner Pferde (der ältesten Pferderasse Deutschlands) und des Ge­stüts und Jagdschlosses Lopshorn präsentiert werden soll.

 

Nachdem die Zahl der Sachbeschädigungen, der Vermüllungen, der Lärm­belästigungen und des öffentlichen Alkoholkonsums von Jugendlichen er­heblich zugenommen hatte, hat die Gemeinde 2009 mehrere Außendienstmitarbeiter für das Ordnungsamt eingestellt.

 

In diesem Jahr wurde damit begonnen, die Offene Jugendarbeit den aktuellen Bedarfen anzupassen. Insbesondere den Jugendlichen, die sich auf der Straße aufhalten und teilweise falsch verhalten, wird mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Dazu wurden 15.000 Euro mehr als noch 2008 bereitgestellt. Es wurde ein weiterer Mitarbeiter für die Straßensozialarbeit eingestellt. Leider sind wir mit der Neuausrichtung der Jugendar­beit nicht so weit gekommen, wie wir wollten. Durch krankheitsbedingte Ausfälle und die drei Wahlen in diesem Jahr hatten die zuständigen Mitarbeiter im Rathaus zu we­nig Zeit zur Verfügung.

 

Auf dem Friedhof wurden die Leichenhallen saniert. Bemerkenswert ist, dass im Jahr 2009 die erste Einwohnerin mit muslimischem Glauben auf dem Friedhof bestattet wurde. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Integra­tion. Die Integ­ration der in Augustdorf lebenden türkischstämmigen Mitbürger hat der Gemeinderat auch dadurch gefördert, dass er die Arbeit des Türkischen Elternvereins erstmalig finanziell unterstützt hat.

 

In diesem Jahr hat der Rat seine erste Eröffnungsbilanz festge­stellt. Sie erinnern sich: Die Gemeinde rechnet und bucht jetzt wie ein Kaufmann. Wir haben erfahren, dass wir im vergangenen Jahr ein ganz hervorragendes Jahresergebnis erzielt haben. 2008 gelang es, 1,1 Mio. Euro Schulden abzubauen. Die Freude darüber währte aber nur kurz. Auch unsere Gemeinde spürt die Folgen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise. Der Kämmerer er­wartet für dieses Jahr ein Haushaltsloch von rd. 2 Mio. Euro. Dieses könnte im nächsten Jahr auf bis zu 3 Mio. Euro steigen. Die Haushaltssi­cherung wird zurückkehren.

 

Die Kommunalwahl am 30.08.2009 hat die Mehrheitsverhältnisse im Ge­meinderat deutlich verschoben. Es gibt keine absolute Mehrheit mehr. Alle Parteien sind zukünftig auf Partner angewiesen, wenn sie eigene Vorschläge umsetzen wollen. Dadurch könnte sich das Klima im Rat deutlich verbessern.

 

Ich wünsche Ihnen, auch im Namen von Gemeinderat und Gemeindever­waltung, eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Übergang in das neue Jahrzehnt. Mögen Sie die Zeit finden, um inne zu halten, sich über das Erreichte zu freuen sowie Kraft und Hoffnung für das neue Jahr zu schöpfen.

 

Herzlichst

Ihr

Dr. Andreas J. Wulf

 



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