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Kosten des neuen Sportheimes

07.08.2009

In dem an die Augustdorfer Haushalte verteilten Blatt "Unsere Gemeinde", Ausgabe August 2009, wird berichtet, dass die Kosten für den Bau des neuen Sportheimes am Schlingsbruch „voraussichtlich bei insgesamt weit über 600.000 Euro" liegen werden. Wie diese Zahl ermittelt wurde schreiben der Verfasser und der Herausge­ber, die SPD, nicht.

 

Fakt ist: Der FCE Augustdorf ging als Bauherr des Sportheimes von Gesamtherstellkosten von 462.000 Euro aus. Für die Inbetriebnahme des Erdgeschosses (1. Bauabschnitt) waren 320.000 Euro angesetzt.

 

Die Gemeindeverwaltung schätzt die Gesamtherstellkosten heute auf rund 540.000 Euro. So teuer wäre das Haus insgesamt bei kompletter Herstellung durch Unternehmen. Darin sind die bereits erbrachten Bauleistungen berücksichtigt. Für die Gemeinde wird das Haus jedoch aufgrund von Eigenleistungen der Sportler, Spenden und Sponsoringleistungen erheblich günstiger sein.

 

Bislang hat die Gemeinde etwa 164.000 Euro für das Gebäude ausgege­ben. Das sind bereits 24.000 Euro mehr als ursprüngli­ch vorgesehen war. Vor dem Beginn des Sportheim­baus vereinbarten die Gemeinde und der FCE, dass die Gemeinde die Baumaßnahme des Vereins mit maximal 140.000 Euro bezuschusst. Ein höherer Zu­schuss war auf Grund der großen Finanznot nicht möglich. Vertraglich hatte sich der FCE verpflichtet, sämtliche Mehrkosten, die auftreten können, zu übernehmen. Eine Erhöhung des Zuschusses der Gemeinde war also schon vor dem Baubeginn ausgeschlossen.

 

Mit dem bislang aufgebrachten zusätzlichen Geld wurde das Haus Ende 2007 von der Gemeinde winterfest gemacht (14.000 Euro). Außer­dem wurde für 10.000 Euro Material gekauft, das vor allem die uralten Herren des FCE bzw. FC mit großem Engagement verbaut haben.

 

Der Gemeinderat hat nun beschlossen noch einmal 200.000 Euro aus den Mitteln des Konjunkturpaketes II bereitzustellen, um das Erdgeschoss und die Außenanlagen in Betrieb nehmen zu können. Das Geld stammt zu 87,5% von Bund Land. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt 12,5% von 200.000 Euro, also 25.000 Euro. Diese 25.000 Euro belasten jedoch nicht den Gemeindehaushalt 2009.

 

Gemäß aktueller Beschlusslage wird das Sportheim die Gemeinde also insgesamt 189.000 Euro kosten. Wenn man die Mittel aus dem Konjunkturpaket komplett anrechnet, dann kommt man auf 364.000 Euro.

 

Für den Ausbau des Dachgeschosses und des Erdgeschosses müssten nach der vorliegenden Kostenschätzung noch einmal rund 90.000 Euro aufgewendet werden, wenn der Ausbau komplett vergeben würde. Auch in diesem Bereich sind erhebliche Einsparungen durch Erbringung von Ei­genleistungen möglich. Diese hat der FC Augustdorf bereits angeboten. Ein Gutachter schätzt, dass durch Eigenleistungen bis zu 22.500 Euro (25%) eingespart werden können. Der Ausbau des Dachgeschosses und des Kellergeschosses ist bislang jedoch nicht beschlossen worden.

 

Wie die SPD auf die hohe Summe von über 600.000 Euro Kosten kommt, ist fraglich. Tatsächlich wäre das Sportheim für die Gemeinde erheblich teurer geworden wäre, wenn der Gemeinderat den Anträgen der SPD-Fraktion vom 23.01.2008 und vom 30.11.2008 zugestimmt hätte. Die SPD-Fraktion hatte zweimal vorgeschlagen, dass die Gemeinde Verbindlichkeiten des FCE, die im Zusammenhang mit dem Sportheim stehen, übernimmt. Gemäß dem ersten Antrag sollten der Insolvenzverwalter und Gutachter festlegen, wie viel Geld die Gemeinde bezahlt. Im zweiten Antrag war von 32.000 Euro die Rede.

 

In beiden Fällen machte der Insolvenzverwalter deutlich, dass die Verbind­lichkeiten des FCE nicht abschließend benannt werden konnten. Selbst mit einer Zahlung von 60.000 Euro hätte die Insolvenz des FCE nicht beendet wer­den können.

 

Im Übrigen ist auch die Behauptung falsch, der FCE sei einfach nur umbe­nannt worden. Richtig ist, dass es eine Vereinsausgründung gab. Das Resultat ist: Es gibt heute einen (alten) FCE Augustdorf, der insolvent ist, in dem aber kein Spielbetrieb mehr stattfindet. Und es gibt einen (neuen) FC Augustdorf, in dem die gesamte Jugendarbeit und der Spielbetrieb stattfinden. Dieser ist von der Insolvenz völlig unbelastet.



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