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Informationen des Bürgermeisters

17.04.2009

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Augustdorferinnen und Augustdorfer,

 

nach herrlichen Frühlingstagen zu Ostern freuen wir uns im Mai auf die Eröffnung des Freibades. Diese ist für das Monatsende vorgesehen. Der Freibadförderverein hat angeregt, das Nichtschwimmerbecken in ein Sand- und Wasserspielbecken umzugestalten. Die Baumaßnahme wird voraussichtlich rd. 18.500 Euro kosten. Der Gemeinderat hat beschlossen, 15.000 Euro aus den Mitteln des Konjunkturpaketes II bereitzustellen, sofern die Gelder für die Umbaumaßnahme eingesetzt werden dürfen. Das ist derzeit noch nicht der Fall. Das Grundgesetz schreibt vor, dass der Bund nur Maßnahmen der Kommunen fördern kann, wenn er in dem entsprechenden Aufgabenbereich eine Gesetzeszuständigkeit hat. Eine solche Gesetzeszuständigkeit fehlt für Freibäder, ebenso für den Sport oder für die Schulen.

 

Nach jetziger Rechtslage muss der Großteil der 1,12 Mio. Euro die der Gemeinde für die Jahre 2009 und 2010 zur Verfügung stehen, für energetische Sanierungsmaßnahmen verwendet werden. Bund und Länder planen jedoch eine Änderung des Grundgesetzes. Voraussichtlich ab Juli kann das Geld aus dem Konjunkturpaket II für die Umbaumaßnahme im Freibad verwendet werden.

 

Die Gesetzesänderung würde auch für andere Projekte neue Perspektiven eröffnen. Die Gelder könnten dann für die Fertigstellung des Sportheimes, für die Entwicklung der Rühlmannstätte zu einem Orts- und Sennemuseum, für die Gestaltung des Römertagegeländes oder für die Umwandlung des alten Dorffriedhofes in eine Parkanlage genutzt werden. Es gibt viele weitere Ideen, über die der Rat voraussichtlich im Mai erste Entscheidungen treffen wird. Bis dahin werden wir wissen, in welchen Gebäuden Energieeinsparmaßnahmen erforderlich und wirtschaftlich sind. Dazu wurde ein Gutachten erstellt. Ein weiteres Gutachten hat sich mit der Frage beschäftigt, ob der Bau von zentralen Wärmeversorgungseinrichtungen am Inselweg und am Gingweg zweckmäßig ist. Somit kann auch über den vom Freibadförderverein lange gehegten Wunsch, am Inselweg ein Blockheizkraftwerk zu errichten, sachgerecht entschieden werden.

 

Die Entwicklung des Römertagegeländes schreitet fort. Es wurde ein Konzept erstellt, das unter www.augustdorf.de, Aktuelles, abrufbar ist. Das Konzept der Verwaltung fand im zuständigen Ausschuss Zustimmung von allen Parteien. Lediglich die SPD lehnt die Entwicklung des Geländes ab, weil nach ihrer Auffassung die Unterhaltungskosten nicht tragbar sind. Persönlich habe ich in vielen Gesprächen Zustimmung von Bürgerinnen und Bürgern erfahren. Der Truppenübungsplatz begrenzt unsere Möglichkeiten, die wunderschöne Landschaft zu erleben. Durch die Erschließung des Römertagegeländes für das Spazierengehen und den Aufenthalt in der freien Landschaft erhöhen wir die Lebensqualität unserer Gemeinde. Die Sorgen der Anlieger sind ernst zu nehmen. Bei der Entwicklung des Geländes müssen wir ein besonderes Augenmerk darauf haben, dass Lärm und Vermüllung kein untragbares Ausmaß annehmen. Die beiden neuen Ordnungsdienstmitarbeiter werden ihren Beitrag dazu leisten.

 

Seit Ende März präsentiert sich die Gemeinde im Internet neu. Die Informationen über die Gemeinde wurden erheblich ausgebaut. Sie werden stetig erweitert und aktualisiert. Mit dem neuen Internetauftritt wollen wir auch Werbung für unsere Gemeinde machen. Das Ansehen Augustdorfs ist unter Auswärtigen nicht immer das Beste. Daher gilt es deutlich zu machen, dass Augustdorf weit mehr ist als ein Bundeswehrstandort zwischen zwei Truppenübungsplätzen, dass wir eine hohe Lebensqualität zu bieten haben.

 

Vor dem Hintergrund dieser Bemühungen ist es sehr ärgerlich, wenn Mitbürger in ihrem - berechtigten - Kampf gegen neue Übungsdörfer - unrichtigerweise - verbreiten, in Augustdorf würde es nach Abgasen von Panzern stinken und die Gemeinde wäre von terroristischen Angriffen bedroht. Wer so über unsere Gemeinde spricht, trägt dazu bei, dass die Bevölkerung weiter schrumpft und es zukünftig schwieriger wird, unsere Infrastruktur zu erhalten. Bitte schauen Sie sich die neue Internetpräsentation der Gemeinde gründlich an. Es werden noch Bilder benötigt. Über Bilder sowie über Anregungen würde ich mich sehr freuen. Wenn sie regelmäßig und aktuell über Neuigkeiten aus dem Rathaus und dem Gemeinderat informiert werden wollen, empfehle ich Ihnen, den Newsletter zu abonnieren.

 

Die von den Briten geplanten neuen Übungseinrichtungen auf dem Truppenübungsplatz sind tatsächlich eine Bedrohung für unsere Gemeinde. Der Gemeinderat lehnt daher neue Übungseinrichtungen auf Augustdorfer Gebiet übereinstimmend ab. Wenn die geplanten Anlagen im Bereich Augusta West errichtet werden, werden wir zumindest zeitweise mehr Lärm erleiden müssen. Außerdem werden die Panzerringstraße und die Durchgangstraßen durch die Senne wohl noch häufiger gesperrt werden als bislang. Wir werden unsere Heimat, zu der auch die Sennelandschaft des Truppenübungsplatzes gehört, weniger erleben können.

 

Der Gemeinderat hat Verständnis dafür, dass Soldaten, die in gefährliche Einsätze geschickt werden, gut ausgebildet werden müssen. In der Senne sollen vor allem britische Soldaten ausgebildet werden. Die Briten sind in Paderborn stationiert. Die Stadt Paderborn profitiert von der Stationierung der Briten. Während die Domstädter den Hauptnutzen genießen, tragen wir in Augustdorf die Hauptlasten. Es gibt nur wenige Augustdorfer, die bei den britischen Streitkräften beschäftigt werden. Unsere Handwerker bekommen dort kaum Aufträge. Die Briten nutzen aber mehr als die Hälfte unseres Gemeindegebietes und sperren uns von diesem weitgehend aus. Auch die Bundeswehr in Augustdorf kann die Senne nur eingeschränkt nutzen. Vor diesem Hintergrund kann es nur das Ziel der Gemeinde Augustdorf sein, dass die Briten einen Teil der Senne zukünftig weniger nutzen - zugunsten der Augustdorfer Bevölkerung und auch der in Augustdorf stationierten Bundeswehr.

 

Die britischen Streitkräfte vermitteln übrigens derzeit den Eindruck, als wären ihnen die Interessen der Augustdorferinnen und Augustdorfer relativ gleichgültig. So habe ich beispielsweise Mitte März gegen das Panzerfahren im Stapel in den Nachtstunden und am Sonntag protestiert. Der Protest stieß auf taube Ohren: Der in weiten Teilen des Dorfes deutlich hörbare Motorenlärm schallte auch am nachfolgenden Sonntag wieder über unsere Gemeinde.

 

Ein wichtiges Thema für die Politik war in den letzten Wochen die Jugendarbeit. Es wurde beschlossen, den Skaterpark zunächst um ein Gerät zu erweitern. Die Gemeinde unterstützt ein Theaterprojekt des Hauses Funkenfluges finanziell. Die Verwaltung wurde beauftragt, zu prüfen, ob im Gemeindegebiet ein Fitnessraum eingerichtet werden kann. Ein solchen wünschten sich viele Jugendliche in einer Befragung, die 2007 durchgeführt wurde. Der RSV Schwalbe erhielt eine Unterstützung für die Durchführung der Landesmeisterschaften der Junioren im Kunstradfahren. Auf der Grünfläche an der Schlesierstraße soll ein überdachter Unterstand errichtet werden. Dieser soll für die Jugendlichen eine Alternative zu dem Aufenthalt auf dem Vorplatz des Hauses Funkenflug sein. Dort kommt es immer wieder zu Belästigungen der Anwohner. Etwa 40 Anwohner haben inzwischen schriftlich gegen die Einrichtung des Unterstandes protestiert. Mit diesen werden Gespräche zu führen sein.

 

Die Verwaltung wurde weiterhin ermächtigt, Mitarbeiter für die Betreuung von Treffpunkten für Jugendliche einzustellen und zwar mit einem Umfang von zunächst bis zu 10 Stunden pro Woche. Der zuständige Ausschuss appellierte an Vereine, Kirchen und Glaubensgemeinschaften sowie andere ehrenamtlich tätige Organisationen, sich mit Angeboten an der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Augustdorf zu beteiligen. Dafür kann ggf. eine Aufwandsentschädigung zur Verfügung gestellt werden. Wenn Sie also Interesse daran haben, besondere Angebote zu unterbreiten oder aber Jugendliche, die nicht Ihrem Verein oder Ihrer Glaubensgemeinschaft angehören, an Ihren Angeboten teilhaben lassen wollen, dann melden Sie sich bitte bei mir oder bei Herrn Jörg Pambor im Rathaus.

 

Die Augustdorferinnen und Augustdorfer erwarten zurecht, dass am neuen Sportheim auf dem Schlingsbruch weitergebaut wird. Wie ich schon erwähnte, ergeben sich durch die vorgesehene Änderung des Grundgesetzes neue Perspektiven. Danach könnten die Gelder des Konjunkturpaketes II für das Sportheim verwendet werden. Die Kommunalaufsicht musste sich noch einmal mit dem Thema befassen: Sie hat die Beschwerde der FWG zurückgewiesen. Zuvor waren bereits drei andere Beschwerden, davon eine von der SPD- Fraktion, abgewiesen worden. Es besteht also nun die Chance, dass die öffentlichen Streitigkeiten über das Sportheim und die Römertage ein Ende finden.

 

Genießen Sie den wunderbaren Frühling und den beginnenden Sommer!

 

 

Herzlichst
Ihr
Dr. Andreas J. Wulf

 



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