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Falsche Berichterstattung zum Schutzwall

09.04.2009

Bürgermeister: Ratsherr Schneider (SPD) hat Bodengutachten nicht richtig verstanden


Nach der Aufschüttung des Schutzwalles zwischen Waldfriedhof und Römertagegelände nahm Ratsherr Heinrich-Georg Schneider für die SPD-Fraktion Einsicht in das erstellte Bodengutachten. Das Bodengutachten wurde vor der Errichtung des Walles in Auftrag gegeben, um die chemische Unbedenklichkeit des Bodens, der anlässlich der Römertage 2007 angeliefert wurde, nachzuweisen. Das Gutachten wurde dem Kreis Lippe vor dem Bau des Walles vorgelegt. Wäre der Boden chemisch belastet gewesen, hätte der Schutzwall nicht gebaut werden dürfen, sondern hätte abgefahren werden müssen.

 

Im Gemeinderat und in der "Lippe Aktuell" vom 4. April 2009 berichtete Schneider nun, der Boden sei ausgezeichnet. "Dass der Boden nicht mit Schadstoffen belastet ist, ist keine Neuigkeit", kommentiert Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf die Erkenntnis von Schneider. Der SPD-Fraktionsvorsitzende habe das Gutachten scheinbar nicht richtig verstanden wenn er feststellt, im Bodengutachten sei keine Rede von Belastungen mit Steinen. Dr. Wulf: "Die Steine sind mit bloßem Auge zu sehen. Um das festzustellen, braucht man kein Gutachten in Auftrag zu geben."

Mit dem Gutachten sollte bestätigt werden, dass im Boden keine unzulässigen Schadstoffgehalte vorhanden sind. Den Steingehalt des Bodens zu ermitteln, gehörte nicht zum Auftrag des Gutachters. Der Bürgermeister empfiehlt Schneider, den Schutzwall selbst in Augenschein zu nehmen, bevor er sich weiter über die Qualität des Bodens auslässt. Wenn Schneider behaupte, der Bürgermeister hätte dem Veranstalter der Römertage vorgeworfen, mit Schadstoffen belasteten Boden auf dem Gemeinde eigenen Grundstück abgelagert zu haben, so sei das eine Unwahrheit.

 

Unrichtig sei außerdem die Behauptung Schneiders, auf dem Römertagegelände befände sich genau der Boden, "wie von den Verantwortlichen der Römerspiele immer wieder bestätigt wurde." Richtig sei vielmehr, dass der ehemalige FCE-Vorsitzende der Bitte des Bürgermeisters, die Herkunft des Bodens zu belegen, nicht nachgekommen ist. So wurde eine Baustelle, von der erhebliche Mengen Boden angeliefert wurden, nicht angegeben. Der Bürgermeister: "Das Bodengutachten war notwendig, weil derjenige, der den Boden anliefern ließ, nicht die erforderlichen Auskünfte erteilt hat."

 

Schneider irre weiter, wenn er sagt, die Beseitigung belasteter Erde hätte 120.000 € gekostet. Richtig ist stattdessen, dass die Entsorgung von 6.000 m³ unbedenklichem Boden rund 120.000 € gekostet hätte. Die Entsorgung von verseuchtem Boden wäre erheblich teurer gewesen.

 

Eine Fehleinschätzung Schneiders sei weiterhin, dass die Gemeinde zum Nulltarif einen Wall bekommen habe. Dr. Wulf: "Die Anlage des Walles wird fast 15.000 € kosten. Zum Nulltarif hätten wir einen Wall bekommen können, wenn der Boden extra für den Schutzwall angeliefert worden wäre." Denn dann würde der Abgeber von Boden hohe Deponiekosten sparen. Für einen Teil dieser Einsparungen wäre wohl jeder Unternehmer bereit, einen Schutzwall zu modellieren und zu bepflanzen. Auch bei der Ablagerung des Lehmbodens im Zusammenhang mit den Römertagen werde irgendjemand viel Geld verdient haben.

 

Dr. Wulf stellt fest, dass die Gemeinde die Kosten für den Bau des Schutzwalles von demjenigen zurückfordert, der für die Ablagerung des Bodens auf dem Römertagegelände verantwortlich ist. Er erinnert daran, dass nur 2.000 m³ angeliefert werden durften. Tatsächlich wurden 3.500 m³ abgelagert. Der Boden war auch nicht wie vorgegeben steinfrei, sondern steinhaltig. Der Veranstalter der Römertage, der FCE Augustdorf, der durch den ehemaligen Vorsitzenden vertreten wurde, hatte sich vorab verpflichtet, den Boden wieder zu beseitigen. Der Aufforderung nach Beseitigung des Bodens kam der ehemalige Vorsitzende nicht nach.

 

Der Kreis Lippe und die Bezirksregierung Detmold haben gegenüber der Gemeinde keine Zweifel daran gelassen, dass die Arena und die Wälle des Römer- und Germanenlagers in jedem Fall zu beseitigen sind. Vor diesem Hintergrund musste die Gemeinde als Grundstückseigentümer tätig werden. Der Bau des Schutzwalles war die aus Sicht der Gemeinde und des Verursachers der Bodenablagerungen günstigste Lösung.

 

Abschließend appelliert der Bürgermeister an Schneider, den Augustdorferinnen und Augustdorfern keinen Sand in die Augen zu streuen. Immer wieder habe Schneider in Sachen Römertagegelände und Sportheim Schlingsbruch Unwahrheiten verbreitet. Damit müsse endlich Schluss sein.

 



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