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Jahresrückblick

20.11.2008

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Augustdorferinnen und Augustdorfer,in den letzten Ausgaben von 'Der Anzeiger' wurde bereits über viele wichtige Ereignisse und Entwicklungen des Jahres 2008 berichtet. Daher kann der Jahresrückblick hier kürzer ausfallen als sonst. Das Jahr 2008 begann mit der guten Nachricht, dass die Gemeinde Augustdorf die Haushaltssicherung verlassen kann.

20.11.2008


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Augustdorferinnen und Augustdorfer,

in den letzten Ausgaben von 'Der Anzeiger' wurde bereits über viele wichtige Ereignisse und Entwicklungen des Jahres 2008 berichtet. Daher kann der Jahresrückblick hier kürzer ausfallen als sonst. Das Jahr 2008 begann mit der guten Nachricht, dass die Gemeinde Augustdorf die Haushaltssicherung verlassen kann. Das Haushaltswesen wurde auf die doppelte kaufmännische Buchführung umgestellt. Erstmals wurden dem Rat in 2008 zwei Haushaltspläne vorgelegt. Der Plan für 2008 wurde im Frühjahr verabschiedet, der für 2009 soll im Dezember beschlossen werden. Der Haushaltsplan 2008 war ein guter. Das Haushaltsjahr entwickelt sich im Wesentlichen so wie vorgesehen. Wir konnten sogar Schulden abbauen. 2009 wird es wieder enger: Wie fast alle Städte und Gemeinden in NRW bewegt sich auch Augustdorf auf die Haushaltssicherung zu. Die doppelte kaufmännische Buchführung zeigt uns gnadenlos auf, dass wir unser Vermögen, unser Eigenkapital, aufzehren.

Mehr als die positive finanzielle Entwicklung unserer Gemeinde in 2008 hat die Sportheim-Krise die Gemüter in Augustdorf erregt. Der FCE hat im Frühjahr Insolvenz angemeldet. Auf rd. 60.000 Euro wurde das Defizit des Fußballvereins in der Presse beziffert. In dieser Summe war das Geld, das zur Fertigstellung des Sportheimes benötigt wird, noch nicht enthalten. Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens mit dem Ziel, den Verein über einen Insolvenzplan zu retten, war richtig. Der Insolvenzverwalter gibt sich große Mühe, dem FCE einen Weg in die Zukunft zu öffnen. Er wird dabei von allen im Rat vertretenen Parteien und von der Gemeindeverwaltung unterstützt. Das schließt ein, dass Personen, die möglicherweise wissentlich einen Schaden verursacht haben, zur Verantwortung gezogen werden. Weil die SPD-Fraktion und der ehemalige FCE-Vorsitzende es falsch dargestellt haben, möchte ich hier klarstellen: Weder die Gemeinde Augustdorf noch der Insolvenzverwalter haben beschlossen, den Vorstand des FCE insgesamt oder mehrere Vorstandsmitglieder zu verklagen. Schon gar nicht ist der jetzige Vorstand von einer Klage im Zusammenhang mit dem Sportheim oder den Römertagen bedroht. Die Gemeinde hat eine Klage gegen eine Person beschlossen.

Sowohl für das Sportheim als auch für das Römertagegelände ist Licht am Ende des Tunnels erkennbar. Der Vorstand des FCE hat erklärt, dass der Verein sich am Weiterbau des Sporthauses beteiligen will, wenn die Insolvenz überwunden ist. Die Zeit sollten wir dem Verein geben. Das Sporthaus gemeinsam fertig zu stellen ist auch der einzig gangbare Weg - es sei denn, die Gemeinde wollte das Sportheim verkaufen oder für andere Zwecke nutzen. Denn das Geld, das benötigt würde, um das Sportheim alleine fertig zu stellen, hat die Gemeinde nicht. Die Mitarbeit des FCE ist wichtig, damit er sich mit dem Haus identifiziert. Und außerdem ist es gut für das Selbstbewusstsein des Vereins, wenn er das Sportheim am Ende doch noch mit viel eigener Kraft und gemeinsam mit der Gemeinde fertig stellt.

Das Problem mit dem unerlaubt abgelagerten Boden auf dem Römertagegelände ist kürzlich überraschend geschrumpft. Bei einer Schätzung der Bodenmenge im Monat Januar kam der zuständige Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung auf eine Menge von 6.000 cbm. Die Gemeinde forderte anschließend den Verursacher auf, den Boden zu beseitigen. Dieser reagierte in der Sache nicht. Daher beschloss die Gemeinde, Klage zu erheben. Im Rahmen der Klagevorbereitung wurde die Bodenmenge vom Fachbereich III 'Bauen, Planen und Umwelt' exakt ausgemessen. Zur Absicherung der Zahlen wurde ein Ingenieurbüro eingebunden. Dabei kam heraus, dass auf dem Gelände nicht 6.000, sondern 'nur' 3.500 cbm Boden liegen.

Hier hat die Verwaltung einen Fehler gemacht. Dieser war auch deshalb vermeidbar, weil sich die Verwaltung eigentlich gar nicht darum kümmern musste, wie viel Boden auf dem Gelände liegt. Denn sie hat vor den Römertagen klar vorgegeben, dass nur 2.000 cbm angefahren werden dürfen. Und dass der Veranstalter den Boden ggf. wieder zu entfernen hat. Die Freude über die neue Zahl überwiegt jedoch den Ärger über den Fehler bei weitem: Das Problem ist kleiner als ursprünglich gedacht. Es ist nun leichter lösbar, auch wenn immer noch fast das Doppelte auf das Gelände gefahren wurde, als die Gemeinde erlaubt hat. An der Tatsache, dass der Boden steinhaltig ist, obwohl er steinfrei sein musste, ändert sich ebenfalls nichts.

Die schönste Nachricht des Jahres 2008 ist für viele Familien der starke Rückgang der Arbeitslosigkeit. Ende Oktober 2008 lag diese bei 7,5 %. Die Zahl der Arbeitslosen betrug 317. Anfang 2005 waren es noch etwa doppelt so viele. Einen bescheidenen Beitrag dazu haben vielleicht auch wir in Augustdorf geleistet, indem wir das Umlegungsgebiet erschlossen haben. Schon vor der Fertigstellung der Erschließungsstraße waren die ersten Grundstücke verkauft. Einige Unternehmen haben angefangen zu bauen. Es gibt weitere Anfragen. Hätten wir das Umlegungsverfahren vor einigen Jahren abgebrochen, wie manche das wollten, dann hätten wir Augustdorfer Unternehmen Wachstumsmöglichkeiten genommen und sie zur Abwanderung gezwungen. Damit wären Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen verloren gegangen.

Zu den positiven Entwicklungen des Jahres 2008 zähle ich auch den Beginn der Abgrabung am Kohlenweg, durch die in weniger als 15 Jahren ein rd. 5 ha großer Landschaftssee entstehen soll. Dieser wird die Erholungs- und Freizeitqualitäten von Augustdorf erheblich verbessern. Die von einigen geäußerte Befürchtung, die Nassabgrabung könne sich eines Tages bis an den Rand der Lönssiedlung erstrecken, scheint unbegründet zu sein. Zwischen der genehmigten Abgrabungsfläche und der Lönssiedlung nimmt die Sandmächtigkeit deutlich ab. Am Rande der Siedlung befinden sich die ehemaligen Mergelgruben. Hier gibt es schlicht und einfach keinen Sand, den man abgraben kann.

Sehr erfreulich ist der Start der Umsetzungsphase des Naturschutzgroßprojektes Senne und Teutoburger Wald. Der Amselweg und die Kreuzung Rosenstraße/Nelkenstraße wurden ausgebaut. Die Waldstraße hat im unteren Teil eine neue Decke erhalten. Der Wohnmobilplatz am Umweltbildungszentrum der GNS wurde fertig gestellt. Es gab 2008 viele schöne Veranstaltungen wie die Herbstkirmes oder die fantastische Varieté-Veranstaltung des Kulturkreises.

Ich wünsche Ihnen viele eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Übergang in das Jahr 2009. Mögen Sie die Zeit finden, um innezuhalten, sich über das Erreichte zu freuen sowie Kraft und Hoffnung für das neue Jahr zu schöpfen.

Herzlichst
Ihr

Dr. Andreas J. Wulf

 



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